Das Europäische Chamäleon auf Malta

Das Europäische Chamäleon auf Malta

Verbreitung Wissenschaft

Das Europäische Chamäleon, Chamaeleo chamaeleon, ist schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts auf Malta nachgewiesen und vermutlich von Menschenhand auf die Insel gebracht worden. Über seine aktuelle Verbreitung und Ökologie auf der Insel ist allerdings bisher eher wenig bekannt. Maltesische Biologen haben nun eine Studie durchgeführt, um genau das zu ändern.

Sie führten Datenerhebungen in 37 Transekten von je 100 x 10 m Größe an 13 verschiedenen Orten auf Malta durch: In l-Aħrax tal-Mellieħa, Ghadira Nature Reserve, il-Miżieb, Simar Nature Reserve, Kennedy Grove, Dwejra Lines, Chadwick Lakes, Ta’qali, Buskett, Siggiewi, Xrobb l-ghagin, Bormla Gardens und Wied ghollieqa. Pro Datenerhebung wurde ein Transekt zwei Mal in verschiedener Richtung in der Nacht durchlaufen. Die meisten Orte wurden zwischen Juli und Oktober besucht, einige zusätzliche Besuche im Januar und Februar gab es in l-Aħrax tal-Mellieħa, Kennedy Grove und il-Miżieb.

Für jedes gefundene Chamäleon wurde die Pflanze, auf der das Tier entdeckt wurde, notiert, die Sitzposition und -höhe des Chamäleons, sowie ob weitere Chamäleons in 3 m Umgebung schliefen. Die Chamäleons wurden während der gesamten Studie nicht angefasst, es wurden lediglich Fotos gemacht, um die Körpergröße der Chamäleons zu bestimmen. Die Daten wurden anschließend statistisch ausgewertet.

An allen 13 Orten auf Malta konnte Chamaeleo chamaeleon nachgewiesen werden. Die höchste Chamäleondichte fand sich in Kennedy Grove mit 12,5 Individuen pro 1000 m² und il-Miżieb mit 12 Individuen pro 1000 m². Im Zentrum und Süden Maltas wurden geringere Chamäleondichten gefunden, vermutlich wegen des weniger geeigneten Lebensraums. Während des maltesischen Winters wurden deutlich weniger Chamäleons gefunden als im Sommer. Je weiter ein Transekt von Straßen entfernt war, desto mehr Chamäleons hielten sich dort auf. Da Koniferen an den meisten Standorten dominierten, fanden sich auch die meisten Chamäleons auf Koniferen und anderen Bäumen. Deutlich weniger häufig hielten die Tiere sich in Büschen und niedriger Vegetation auf. Die meisten Chamaeleo chamaeleon schliefen auf Höhen zwischen 1 und 3 m über dem Boden, wobei kleinere Chamäleons niedriger zu finden waren. Die Mehrheit der aufgefundenen Chamäleons war zwischen 2,6 und 7 cm groß. Die Tiere schliefen vorwiegend solitär.

Distribution and microhabitat use of naturalized Common Chameleons, Chamaeleo chamaeleon (Linnaeus, 1758), in Malta
Kristyl Farrugia, Joseph A. Borg, Patrick J. Schembri
Herpetology Notes 19, 2026: 275-281
DOI: nicht verfügbar
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Foto: Chamaeleo chamaeleon im natürlichen Lebensraum, fotografiert von Markus Grimm

Lebensräume verschiedener Chamäleons in Vohimana (Madagaskar)

Lebensräume verschiedener Chamäleons in Vohimana (Madagaskar)

Verbreitung Wissenschaft

Eine Studie zur Verbreitung und den Lebensräumen verschiedener Chamäleonarten wurde kürzlich in Vohimana in Madagaskar durchgeführt. Das Reservat Vohimana liegt zwischen 800 und 1000 m Höhe im östlichen Hochland der Insel. Es erstreckt sich über eine Fläche von 15 km², davon 6 km² Primärregenwald, 8,5 km² Sekundärvegetation und etwas über 1 km² Eukalyptusforst. Die Regenzeit reicht von Oktober bis Mai und ist vor allem von vermehrtem Regen gekennzeichnet, wobei die Trockenzeit ebenfalls über verhältnismäßig viele Niederschläge verfügt.

An insgesamt 195 Tagen, davon 158 in der Regenzeit und 37 in der Trockenzeit wurden Chamäleons innerhalb des Reservats entlang der vorhandenen Wege mit dem bloßen Auge gesucht. Dabei liefen verschiedene Personen insgesamt 350 km Strecke. 80% der Datenerhebung fand nachts statt, nur 20% tagsüber. Jedes gefundene Chamäleon wurde fotografiert sowie Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit und UV-Index am Fundort gemessen. Die Daten wurden anschließend statistisch ausgewertet.

Während der gesamten Studienzeit konnten 577 Chamäleons dokumentiert werden. Darunter befanden sich ein einziges Calumma brevicorne, sieben Furcifer willsii, zwei Brookesia ramanantsoai, sieben Brookesia thieli, 143 Brookesia superciliaris und Brookesia therezieni (zusammengefasst zu einer Gruppe), 53 Calumma furcifer, 207 kleine Calumma des nasutum-Komplexes (auf Grund von Schwierigkeiten bei der der rein äußerlichen Artbestimmung zu einer Gruppe zusammengefasst), 24 Calumma parsonii, 118 Calumma pinocchio, 11 Furcifer bifidus und 4 Furcifer pardalis.

Am häufigsten in Vohimana waren Brookesia superciliaris und Brookesia therezieni, kleine Chamäleons des Calumma nasutum-Komplex und Calumma pinocchio. Brookesia superciliaris, Brookesia therezieni und Calumma furcifer wurden nur selten außerhalb des Primärwaldes aufgefunden. Calumma pinocchio war am häufigsten in einem kleinen Primärwaldrest im Nordosten des Reservats zu finden. Alle übrigen Arten konnten die Wissenschaftler sowohl in Primärwald als auch in Sekundärvegetation immer wieder entdecken. Calumma parsonii, Calumma pinocchio als auch Arten des nasutum-Komplexes wurden häufig im Bereich von Waldrändern gefunden.

Die Temperaturen der Fundorte lagen in der Regenzeit durchschnittlich bei 24,2°C, in der Trockenzeit dagegen bei durchschnittlich 18,3°C. Während der Regenzeit wurden tagsüber mehr Chamäleons an Orten mit höherem UV-Index gemessen (durchschnittlich 0,5). Die relative Luftfeuchtigkeit war in Vohimana das ganze Jahr über hoch mit einem Durchschnitt über 90% für beide Jahreszeiten. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Chamäleonarten waren eher gering, was die Mikroklimata anging. Einzelne Furcifer pardalis und Furcifer willsii wurde zu den höchsten gemessenen Tages- und Nachttemperaturen (29°C und 27,5° tagsüber, 25°C nachts) gefunden. Diese beiden Arten sonnten auch im höchsten durchschnittlich gemessenen UVI (8,2 für Furcifer pardalis und 7,7 für Furcifer willsii). Die UV-Indizes aller übrigen Arten lagen im Durchschnitt deutlich niedriger.

Diversity, distribution, and microclimatic conditions experienced by the chameleons of the Vohimana Reserve, Madagascar
Olivier Marquis, Marc Gansuana, Sébastian Métrailler
Herpetological Conservation and Biology 21(1), 2026: 101-119
DOI: nicht verfügbar
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Foto: Calumma pinocchio im Reservat von Vohimana, fotografiert von Alex Negro

Eingeschleppte Chamäleons in Subsahara-Afrika

Eingeschleppte Chamäleons in Subsahara-Afrika

Verbreitung Wissenschaft

Ein polnischer Biologe hat kürzlich ausgewertet, wie viele eingeschleppte Reptilien- und Amphibienarten es in Subsahara-Afrika gibt.

Unter den in andere Länder eingeschleppte Arten finden sich auch einige Chamäleons: Das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) wurde bereits vor 1830 in La Réunion eingeführt. Es kommt bis heute auf der Insel vor. Das Kap-Zwergchamäleon (Bradypodion pumilum) wurde in den 1990er Jahren in Namibia ausgesetzt und bildete kleine Populationen in Swakopmund, Walvis Bay, Lüderitz und Windhoek. Alle diese Populationen sind heute jedoch ausgestorben. Das Parsons Chamäleon (Calumma parsonii parsonii) wurde in den 1960er Jahren von Madagaskar nach Mauritius gebracht. Eine überlebensfähige Population wurde daraus jedoch nicht. Das Lappenchamäleon (Chamaeleo dilepis) wurde vor 1978 in die südafrikanische Provinz Freistaat verschleppt, scheint dort aber ebenfalls keine eigenständige Population gebildet zu haben. Und zuletzt wurden verschiedene Zwergchamäleon-Arten (Bradypodion ssp.) im Jahr 1939 in die Provinz Freistaat in Südafrika gebracht. Auch sie erzeugten keine bleibende Population.

Insgesamt sind vor allem Echsen in Subsahara-Afrika in fremde Länder eingeschleppt worden (23 Arten), direkt dahinter kommen Amphibien (21 Arten) und Schlangen (14 Arten). Die meisten eingeschleppten Arten werden in Südafrika beobachtet, außerdem aber auch in Madagaskar, den Maskarenen und umliegenden Inseln. Unklar ist, ob weiter nördlich gelegene afrikanische Länder eingeschleppte Arten geringer beobachten oder dort tatsächlich weniger vorhanden sind. Zwei Drittel der eingeschleppten Arten, die eigene Populationen etablierten konnten, kamen aus anderen Regionen Afrikas oder der umliegenden Inseln sowie dem Orient. Bei den Arten, die sich nach ihrer Verschleppung nicht vermehren konnten, sieht das deutlich anders aus.

Die frühesten Verschleppungen in Subsahara-Afrika sind aus dem 17. Jahrhundert bekannt, darunter der Vierkrallengecko (Gehyra mutilata) und der Maskarenenfrosch (Ptychadena mascareniensis). Mit dem Kolonialismus steigen die Zahlen verschleppter Arten stark an. Ein weiterer Peak liegt ab etwa 2000 mit steigendem internationalem Handel.

Die Gründe für die Verschleppungen sind vielfältig, zumeist aber passiert es unbeabsichtigt. Vor allem Geckos und Frösche werden häufig als blinde Passagiere mit Obsttransporten, Container auf Schiffen oder im Gepäck von Touristen verschleppt. Seltener werden Reptilien und Amphibien absichtlich ausgesetzt, wie im Fall des Kap-Zwerggecko (Lygodactylus capensis), der in einer Gärtnerei ausgesetzt wurde. Das Aussetzen von als Haustieren gehaltenen Reptilien und Amphibien führt meist nicht zur Etablierung von sich vermehrenden Populationen. Zwei Fälle von beabsichtigtem Aussetzen zur biologischen Kontrolle anderer Tierarten sind bekannt, ebenfalls drei beabsichtigte Freilassungen ohne Gründe.

Potenzielle Probleme der eingeschleppten Arten sind vor allem die Verdrängung anderer einheimischer Arten, aber auch das Fressen einheimischer Arten. Die Hybridisierung mit einheimischen Arten findet sehr selten statt. Die Verbreitung von Krankheiten, beispielsweise Parasitosen, ist ein häufiges Problem. Von verschleppten Chamäleons ist bisher keines dieser Probleme bekannt, allerdings gibt es auch vielerorts kaum Studien zum Thema.

Herping the African Continent: Alien Amphibians and Reptiles in Sub-Saharan Africa
Grzegorz Kopij
Biology 2026, 15: 639
DOI: 10.3390/biology15080639
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Foto: Ein Furcifer pardalis auf La Réunion, fotografiert von Jason Berger, CC BY 4.0

Chamäleons in Namoroka (Madagaskar)

Chamäleons in Namoroka (Madagaskar)

Verbreitung Wissenschaft

Die Tsingy de Namoroka liegen im heißen Westen Madagaskars. Sie bestehen aus nadelspitzem Karstgestein mit Grotten darunter und umgeben von Trockenwaldfragmenten. Obwohl die Tsingy inzwischen ein Nationalpark sind, ist der Zugang mangels jeglicher Infrastruktur und Wegen bisher nur äußerst schwierig und während der Regenzeit sogar überhaupt nicht möglich.

Die Wissenschaftler führten an drei verschiedenen Orten innerhalb des Nationalparks Übersichtsstudien durch. Dazu nutzten sie jeweils drei 1000 bis 1500 m Transektlinien an jedem Ort und Grubenfallen. Zusätzlich wurden spezielle Lebensräume wie Grotten gezielt aufgesucht.

Insgesamt wurden 57 Tierarten in Namoroka nachgewiesen werden, davon 41 Reptilienarten. An allen drei untersuchten Standorten konnten Brookesia brygooi, Furcifer angeli und Furcifer oustaleti nachgewiesen werden. Das in Namoroka endemische Brookesia bonsi dagegen konnte nur an einem einzigen Standort gefunden werden. Es handelt sich dabei um ein 87 m „hoch“ gelegenes Gebiet mit Bäumen zwischen 6 und 15 m Höhe und relativ offenem Blätterdach. Das Gebiet zeichnet sich durch dichtes, nahezu undurchdringbares Unterholz vor allem in feuchten, felsigen Schluchten zwischen den Tsingy aus.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Brandrodung und daraus resultierende, unkontrollierbare Buschfeuer nach wie vor ein großes Risiko für die Lebensräume der Tiere in Namoroka darstellt. Auch Holzschlag sowie das Ernten wilden Honigs, wilden Wurzelknollen und Heilpflanzen sorgt dafür, dass die Lebensräume des Nationalparks gestört werden. Auch Zebus werden zum Weiden in den Nationalpark getrieben. Der tatsächliche Schutz des Gebiets ist auf Grund der ablegenen Lage und der hohen Armut der Bevölkerung vor Ort sehr schwierig.

Aperçu des amphibiens et des reptiles du Parc National de Namoroka: Diversité biologique, intérêt biogéographique et représentativité en matière de conservation
Hajaniaina Rasoloarison, Bernard Ranriamahatantsoa, Nirhy Rabibisoa, Christopher J. Raxworthy
Malagasy Nature 2026, 20: 30-46.
DOI: nicht verfügbar
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Foto: Brookesia bonsi in Namoroka, aus der genannten Publikation

Chamaeleo africanus in Griechenland außerhalb Pylos nachgewiesen

Chamaeleo africanus in Griechenland außerhalb Pylos nachgewiesen

Verbreitung Wissenschaft

Dass Chamaeleo africanus in der Lagune von Gialova, Region Pylos (Griechenland) vorkommt, ist inzwischen lange bekannt. Es unterscheidet sich nicht nur optisch, sondern auch genetisch von den im südlichen Europa relativ weit verbreiteten Chamaeleo chameleon. Sporadische Berichte von weiteren Vorkommen von Chamaeleo africanus in Griechenland gibt es immer wieder, bisher fehlte jedoch ein wissenschaftlicher Nachweis der Art in anderen Gebieten als Pylos.

Wissenschaftler haben nun eine zweite Population der Art identifiziert. Sie konnten mindestens sieben Individuen der Art rund 130 km nördlich der Gialova-Laguna auf dem Peloponnes finden. Die Chamäleons leben in einem Natura 2000-Gebiet namens Limnothalassa Kalogrias /Dasos Strogylias Kai Elos Lamias. Ein Jungtier wurde per Backenabstrich beprobt, um genetisch die Art Chamaeleo africanus zu bestätigen.

Genetic evidence for the presence of Chamaeleo africanus in Greece outside the Pylos region
Erika Lego, Maria Koutsokali, Michael Valachas
Conservation Genetics Resourecs 18(5), 2026
DOI: 0.1007/s12686-026-01409-w
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Foto: Chamaeleo africanus, fotografiert von Benny Trapp, CC BY-SA 3.0

Vorkommen des Lappenchamäleons im Norden Mosambiks

Vorkommen des Lappenchamäleons im Norden Mosambiks

Verbreitung Wissenschaft

Wissenschaftler haben kürzlich nach Reptilien in der Gemeinde Mocuba im Norden Mosambiks gesucht, um die vorkommenden Arten zu inventarisieren. Sie untersuchten dabei einen sogenannten Miombo-Trockenwald (eine Art weitständige Waldsavanne mit kaum Unterholz) sowie einen nahe gelegenen Granitfelsen namens Mount Morué, der nur insgesamt 361 m hoch ist.

Während mehrerer Monate in der Regen- und Trockenzeit wurde für jeweils sieben Tage (insgesamt 42) beide Habitate durchsucht. Die Wissenschaftler nutzten Grubenfallen und suchten mit dem bloßen Auge tagsüber entlang festgelegter Transekte. Reptilien wurden an Hand vorhandener Field Guides und mit Hilfe von Experten identifiziert. Zusätzlich wurden einige Tiere getötet und der Sammlung der Universtität Zambezi zugeführt.

Insgesamt wurden 23 verschiedene Reptilienarten beobachtet. Chamaeleo dilepis wurde sechs Mal gefunden. Alle Chamäleons wurden im Miombo woodland gefunden und kein einziges Chamäleon auf dem Granitfelsen Mount Morué. Zwei Chamäleons befanden sich zwei gerade auf Beutesuche, zwei andere befanden sich noch in Schlafposition bei Fund am frühen Morgen. Ein weiteres Lappenchamäleon war in einer Grubenfalle gelandet. Die Art ist in Mosambik bereits von vielen Funden bekannt. Von Mocuba standen Funde bisher jedoch noch aus.

Beyond the asymptote: a near-complete reptile inventory in the Miombo woodland and on Mount Morué, Mocuba Municipality, with a major range extension for the lizard Nucras boulengeri Neumann, 1900
Avelino R. Miguel, Berta I. Sitole, Nando A.M. Calonga, Celso H. Duarte, Dolescêncio Armando, Célia J.A. Nanvonamuquitxo, Hinrich Kaiser
Herpetology Notes 18: 1051-1071.
DOI: unbekannt
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Foto: Chamaeleo dilepis an einer Fundstelle in den Miombo Woodlands, fotografiert von Miguel Avelino

[:de]Neue Verbreitungsdaten zu Rieppeleon brachyurus in Mosambik[:en]New distribution data of Rieppeleon brachyurus in Mozambique[:]

[:de]Neue Verbreitungsdaten zu Rieppeleon brachyurus in Mosambik[:en]New distribution data of Rieppeleon brachyurus in Mozambique[:]

Beobachtungen Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Rieppeleon brachyurus ist eine kleine Stummelschwanzchamäleon-Art, deren Erstbeschreibung vom Ende des 19. Jahhunderts von den Shire Highlands südlich des See Malawi berichtet. Die Art wurde seitdem in Malawi, Tansania und Mosambik gefunden. In Mosambik war sie bisher von Regen- und Galeriewäldern, sogenannten Miombo-Wäldern, bekannt. Bei Miombo-Wäldern handelt es sich um sehr offenenTrockenwälder, deren Boden nur spärlich von Gras bedeckt ist und daher einen eher savannenartigen Eindruck macht (daher auch der Begriff „Waldsavanne“). Der quer durch Mosambik verlaufende Fluss Sambesi galt bisher als natürliche Grenze für das Vorkommen von Rieppeleon brachyurus.

Herpetologen haben nun festgestellt, dass die Art auch südlich des Flusses vorkommt. Sie fanden zwei juvenile Individuen und zwei adulte Weibchen der Art in Coutada 11, einer 5000 km² großen Jagdkonzession im Herzen Mosambiks. Die Tiere wurden dort in einem Sandwald, einem seltenen tropischen Waldtyp auf Sanddünen, direkt neben einem flachen Feuchtgebiet. Diese Beobachtungen erweitern das bisher bekannte Verbreitungsgebiet der Art um rund 250 km weiter nach Süden.

Die Autoren berichten außerdem von zwei weiteren, neuen Fundorten von Rieppeleon brachyurus in Taratibu und Montepuez Rubi Mining Concession, wobei diese beiden Orte nördlich des Sambesi liegen. Bei beiden Beobachtungen wurden die Erdchamäleons in Miombo-Wald auf Höhen zwischen 250 und 400 m gefunden.

Rieppeleon brachyurus (Günther, 1893) Beardless Pygmy Chameleon First records south of the Zambezi River
W. Conradie, D. Botma, C. Nanvonnamuquitxo
African Herp News 88, 2025: 28-33
DOI: nicht verfügbar
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Foto: Juveniles Rieppeleon brachyurus in Mosambik, fotografiert von Delport Botma, aus der oben genannten Publikation[:en]

Rieppeleon brachyurus is a small stump-tailed chameleon species, first described at the end of the 19th century from the Shire Highlands south of Lake Malawi. The species has since been found in Malawi, Tanzania and Mozambique. In Mozambique, it was previously known from rainforests and gallery forests, known as miombo forests. Miombo forests are very open dry forests with sparse grass cover, giving them a savannah-like appearance (hence the term ‘forest savannah’). The Zambezi River, which runs across Mozambique, was previously considered the natural boundary for the occurrence of Rieppeleon brachyurus.

Herpetologists have now discovered that the species also occurs south of the river. They found two juvenile individuals and two adult females of the species in Coutada 11, a 5000 km² hunting concession in the heart of Mozambique. The animals were found there in a sand forest, a rare type of tropical forest on sand dunes, right next to a shallow wetland. These observations extend the previously known range of the species by about 250 km further south.

The authors also report two further new locations where Rieppeleon brachyurus has been found, in Taratibu and Montepuez Rubi Mining Concession, both of which are located north of the Zambezi River. In both observations, the ground chameleons were found in miombo forest at altitudes between 250 and 400 m.

Rieppeleon brachyurus (Günther, 1893) Beardless Pygmy Chameleon First records south of the Zambezi River
W. Conradie, D. Botma, C. Nanvonnamuquitxo
African Herp News 88, 2025: 28-33
DOI: not available
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Photo: Juvenile Rieppeleon brachyurus in Mozambique, photographed by Delport Botma, from the above-mentioned publication[:]

[:de]Neuer Fundort von Calumma vencesi (Madagaskar)[:en]New locality record of Calumma vencesi (Madagascar)[:]

[:de]Neuer Fundort von Calumma vencesi (Madagaskar)[:en]New locality record of Calumma vencesi (Madagascar)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Calumma vencesi kommt im Norden Madagaskars vor und ist dort bisher von den Fundorten Betaolana, Besariaka und Tsararano bekannt. Ein madagassisches Forscherteam hat die Art nun noch in einem weiteren Regenwald entdecken können: In Sorata. Sorata gehört zum sogenannten COMATSA-Korridor, der vor allem aus den Regenwäldern Marojejy, Anjanaharibe Sud und Tsaratanana besteht. Sorata dagegen liegt noch etwas nördlicher in Richtung Vohémar. Der Regenwald wird derzeit vom WWF zusammen mit dem örtlichen Verein Ambodimandresy Miaro ny Ala (AMA) verwaltet.

Die Wissenschaftler verteilten zufällig 14 Transekte im Regenwald, die aus je drei parallel verlaufenden Linien von 50 m bestanden. Dann suchten sie nachts mit Taschenlampen entlang der Transekte nach schlafenden Chamäleons. Die Häufigkeit der Art pro 100 m wurde berechnet, die genutzten Pflanzen dokumentiert und die Schlafhöhe gemessen.

Insgesamt konnten acht Calumma vencesi gefunden werden. Sie schliefen auf einer durchschnittlichen Asthöhe vvon 1,43 m meist auf Blättern, wenige Individuen auf Ästen. Fünf Chamäleons wurden vertikal schlafend angetroffen, drei eher horizontal. Sieben von acht Calumma vencesi schliefen mit dem Kopf nach oben, nur eines kopfüber.

Das Vorkommen von nur 0,38 Individuen pro 100 m ist erstaunlich gering und unterschreitet sogar das von als vom Aussterben bedroht eingestuften Chamäleonarten wie Calumma tarzan. Bisher war Calumma vencesi außerdem ausschließlich unter 1000 m gefunden worden, das Studiengebiet in Sorata lag jedoch durchschnittlich auf 1326 m. Calumma vencesi kommt damit in Sorata im gleichen Verbreitungsgebiet wie Brookesia nana vor, was die Schutzbedürftigkeit dieses Regenwaldes noch dringender macht. Der Wald Brandrodung und illegalem Holzschlag sowie weidendem Vieh und Vanilleplantagen bedroht.

 A new locality for the endangered Vence’s Chamaeleon, Calumma vencesi Andreone et al., 2001, from Sorata Forest, northeastern Madagascar
Jeanneney Rabearivony, Andriatsitohaina Ranaivojaona, Moussaïna Jao, Achille P. Raselimanana
Herpetology Notes 18, 2025: 817-820.
DOI: nicht vorhanden
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Foto: Calumma vencesi, fotografiert von Asméralie William, aus der genannten Publikation[:en]

Calumma vencesi occurs in northern Madagascar and has so far been found in Betaolana, Besariaka and Tsararano. A Madagascan research team has now discovered the species in another rainforest: Sorata. Sorata is part of the COMATSA corridor, which mainly consists of the Marojejy, Anjanaharibe Sud and Tsaratanana rainforests. Sorata, on the other hand, is located slightly further north towards Vohémar. The rainforest is currently managed by the WWF in collaboration with the local association Ambodimandresy Miaro ny Ala (AMA).

The scientists randomly distributed 14 transects in the rainforest, each consisting of three parallel lines of 50 m. Then, at night, they searched for sleeping chameleons along the transects with flashlights. The frequency of the species per 100 m was calculated, the plants used were documented and the sleeping height was measured.

A total of eight Calumma vencesi were found. They slept at an average branch height of 1.43 m, mostly on leaves, with a few individuals on branches. Five chameleons were found sleeping vertically, three more horizontally. Seven of the eight Calumma vencesi slept with their heads up, only one upside down.

The occurrence of only 0.38 individuals per 100 m is surprisingly low and even falls below that of chameleon species classified as critically endangered, such as Calumma tarzan. Until now, Calumma vencesi had only been found below 1000 m, but the study area in Sorata was at an average altitude of 1326 m. Calumma vencesi occurs in Sorata in the same distribution area as Brookesia nana, which makes the need to protect this rainforest even more urgent. The forest is threatened by slash-and-burn farming, illegal logging, grazing livestock and vanilla plantations.

 A new locality for the endangered Vence’s Chamaeleon, Calumma vencesi Andreone et al., 2001, from Sorata Forest, northeastern Madagascar
Jeanneney Rabearivony, Andriatsitohaina Ranaivojaona, Moussaïna Jao, Achille P. Raselimanana
Herpetology Notes 18, 2025: 817-820.
DOI: not available
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Photo: Calumma vencesi, photographed by Asméralie William, from the aforementioned publication[:]

[:de]Lappenchamäleons in Cabinda (Angola)[:en]Flap-necked chameleons in Cabinda (Angola)[:]

[:de]Lappenchamäleons in Cabinda (Angola)[:en]Flap-necked chameleons in Cabinda (Angola)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Die Provinz Cabinda, ein zu Angola gehörendes, 7064 km² großes Gebiet zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo, gehört zu den herpetologisch am wenigsten erforschten Gebieten Afrikas. Die Enklave liegt rund 50 km nördlich des übrigen Staatsgebietes Angola direkt an der Küste des Atlantiks. Sowohl ihr Enklavenstatus als auch die schwere Zugänglichkeit der vorhandenen Waldgebiete haben bisher dazu beigetragen, dass nur wenig Informationen über die hiesige Herpetofauna existieren. Der Nationalpark Mayombe macht rund ein Drittel des Gebiets von Cabinda aus. Mayombe teilt sich in einen höher gelegen Parkanteil mit Regenwald zwischen 500 und 900 m sowie einen niedrigen gelegenen Teil zwischen den Flüssen Inhuca und Chiloango. Daran an schließt sich eine Küstenebene mit Tälern und trockenere Vegetation direkt an der Küste.

Während zehn Expeditionen zwischen 2018 und 2024 wurden tageweise mittels Reptilien und Amphibien gesucht. Insgesamt wurden dabei 17 verschiedene Orte abgedeckt, wovon 10 innerhalb des Mayombe Nationalpark lagen. Fotos von allen Tieren wurden gemacht und Proben entnommen, um genetische Identifikationen zu ermöglichen.

Chamaeleo dilepis, das in Angola weit verbreitet ist, wurde in Mbongo Zimune im Mayombe Nationalpark in Flussnähe in einer Plantage von eingeschlepptem Bambus entdeckt. Die Bambusplantagen liegen auf rund 324 m ü.N.N. Außerdem wurde die Art in Nganzi auf 107 m in den Tälern gefunden, wo man die Art laut anderer Literatur häufiger antrifft. In den trockeneren Küstengebieten, wo Chamaeleo dilepis ebenfalls oft vorkommen soll, konnte in der vorliegenden Studie kein Chamäleon nachgewiesen werden.

Insgesamt konnten 76 verschiedene Arten nachgewiesen werden, davon 48 Amphibien- und 28 Reptilienarten. 33 in früherer Literatur erwähnte Amphibien- und Reptilienarten konnten nicht wiedergefunden werden.

Filling the gaps: herpetological checklist of Mayombe National Park and Cabinda Province (Angola) shed light on one of the most unexplored corners of tropical Central Africa
Javier Lobón-Rovira, Ninda L. Baptista, Tyron Clark, Luke Verburgt, Gregory F.M. Jongsma, Werner Conradie, Luis Verissimo, Pedro Vaz Pinto
African Journal of Herpetology 74(1): 1-59
DOI: 10.1080/21564574.2024.2421007[:en]

The province of Cabinda, a 7064 km² area belonging to Angola between the Democratic Republic of the Congo and the Republic of the Congo, is one of the least explored herpetological areas in Africa. The enclave is located around 50 kilometres north of the rest of Angola, directly on the Atlantic coast. Both its enclave status and the difficult accessibility of the existing forest areas have contributed to the fact that little information exists on the local herpetofauna. The Mayombe National Park makes up around a third of Cabinda’s territory. Mayombe is divided into a higher part of the park with rainforest between 500 and 900 metres and a lower part between the Inhuca and Chiloango rivers. This is followed by a coastal plain with valleys and drier vegetation directly on the coast.

During ten expeditions between 2018 and 2024, reptiles and amphibians were searched for on a daily basis. A total of 17 different locations were covered, 10 of which were within Mayombe National Park. Photos were taken of all animals and samples were taken to enable genetic identification.

Chamaeleo dilepis, which is widespread in Angola, was discovered in Mbongo Zimune in Mayombe National Park near the river in a plantation of introduced bamboo. The bamboo plantations are located at around 324 metres above sea level. The species was also found in Nganzi at 107 m in the valleys, where it is more common according to other literature. In the drier coastal areas, where Chamaeleo dilepis is also said to occur frequently, no chameleon could be detected in the present study.

A total of 76 different species were recorded, including 48 amphibian and 28 reptile species. 33 amphibian and reptile species mentioned in earlier literature could not be found again.

Filling the gaps: herpetological checklist of Mayombe National Park and Cabinda Province (Angola) shed light on one of the most unexplored corners of tropical Central Africa
Javier Lobón-Rovira, Ninda L. Baptista, Tyron Clark, Luke Verburgt, Gregory F.M. Jongsma, Werner Conradie, Luis Verissimo, Pedro Vaz Pinto
African Journal of Herpetology 74(1): 1-59
DOI: 10.1080/21564574.2024.2421007[:]

[:de]Chamäleons in Andrafiamena-Andavakoera (Madagaskar)[:en]Chameleons in Andrafiamena-Andavakoera (Madagascar)[:]

[:de]Chamäleons in Andrafiamena-Andavakoera (Madagaskar)[:en]Chameleons in Andrafiamena-Andavakoera (Madagascar)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Der Norden Madagaskars ist eine Schatztruhe der Artenvielfalt – das ist lange bekannt. Trotzdem sind auch noch im 21. Jahrhundert etliche Gebiete der Insel wenig erforscht. Eine Gruppe madagassischer und US-amerikanischer Biologen hat nun eine neue Übersichtsstudie vorgestellt, die sich mit einem solchen Gebiet befasst.

Das Schutzgebiet Andrafiamena-Andavakoera (Paysage Harmonieux Protége d’Andrafiamena-Andavakoera) liegt im Norden Madagaskars genau zwischen dem Nationalpark Ankarana und dem Schutzgebiet Analamerana. Es wird von der NGO Fanamby betreut und besteht unter anderem aus drei voneinander isolierten Trockenwäldern namens Binara, Antsahabe und Andrafiamena.

Während des Übergangs der der Trocken- zur Regenzeit wurden Beobachtungen tagsüber und nachts mit dem bloßen Auge entlang ausgewiesener Transekte unternommen und entlang dreier Transektlinien Eimerfallen in den Boden gegraben. Zusätzlich wurde unter möglichen Zufluchtsorten von Reptilien, beispielsweise unter Totholz, geschaut und Rufe von Fröschen aufgenommen.

Insgesamt konnten dadurch 13 Amphibien- und 39 Reptilienarten in den drei Wäldern nachgewiesen werden. Drei Arten von Chamäleons kamen häufig in allen drei Trockenwäldern vor: Brookesia stumpffi in der Laubschicht, Furcifer pardalis und Furcifer petteri auf Bäumen und Sträuchern. Erstaunlicherweise war ausgerechnet die häufigste Chamäleonart Madagaskars, Furcifer oustaleti, während des Studienzeitraums nur in Andrafiamena anzutreffen, in Binara und Antsahabe aber nicht. Brookesia stumpffi wurde stets auf dem Boden oder schlafend auf jungen Pflanzen unter 1 m Höhe gefunden. Furcifer petteri und Furcifer pardalis befanden sich eher im mittleren oder oberen Bereich der Bäume. Als mögliche Bedrohung des Schutzgebietes nennen die Autoren vor allem den Menschen und die damit verbundene Zerstörung von Lebensraum.

Herpetofaunal diversity in northern Madagascar: The Andrafiamena-Andavakoera protected area.
Fandresena Rakotoarimalala, Arianna Kuhn, Achille P. Raselimanana, Sara Ruane
Malagasy Nature 19, 2025: 160-174
DOI: nicht vorhanden

Foto: Männliches Furcifer petteri auf Madagaskar, fotografiert von Alex Negro[:en]

The north of Madagascar is a treasure trove of biodiversity – this has long been known. Nevertheless, even in the 21st century, many areas of the island are still little explored. A group of Malagasy and US biologists has now presented a new overview study that focuses on one such area.

The Andrafiamena-Andavakoera Protected Area (Paysage Harmonieux Protége d’Andrafiamena-Andavakoera) is located in the north of Madagascar, right between the Ankarana National Park and the Analamerana Protected Area. It is managed by the NGO Fanamby and consists of three isolated dry forests called Binara, Antsahabe and Andrafiamena.

During the transition from the dry to the wet season, observations were made by day and night with the naked eye along designated transects and pitfall traps were dug into the ground along three transect lines. In addition, possible reptile refuges, for example under dead wood, were examined and frog calls were recorded.

A total of 13 amphibian and 39 reptile species were recorded in the three forests. Three species of chameleons were frequently found in all three dry forests: Brookesia stumpffi in the deciduous layer, Furcifer pardalis and Furcifer petteri on trees and shrubs. Surprisingly, the most common chameleon species in Madagascar, Furcifer oustaleti, was only found in Andrafiamena during the study period, but not in Binara and Antsahabe. Brookesia stumpffi was always found on the ground or sleeping on young plants below 1 m height. Furcifer petteri and Furcifer pardalis tended to be found in the middle or upper part of the trees. The authors cite humans and the associated destruction of habitat as a possible threat to the protected area.

Herpetofaunal diversity in northern Madagascar: The Andrafiamena-Andavakoera protected area.
Fandresena Rakotoarimalala, Arianna Kuhn, Achille P. Raselimanana, Sara Ruane
Malagasy Nature 19, 2025: 160-174
DOI: not available

Photo: Male Furcifer petteri in Madagascar, photographed by Alex Negro[:]