Vortrag in Stuttgart über Namibia

Vortrag in Stuttgart über Namibia

Reiseberichte Vorträge

Am Samstag, den 23.05.2026, werden Tobias Machts und Philipp Zimmer einen reich bebilderten Vortrag über ihre Reise nach Namibia halten.

Der Vortrag wird einen Einblick in die parallelen Reiseerfahrungen zweier Familien geben, die das südwestafrikanische Land auf unterschiedliche Art und Weise erkundet haben. Beide Reisen fanden mit Kleinkindern statt und zeigen, wie sich auch anspruchsvolle Naturreisen familiengerecht gestalten lassen. Ein besonderer Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Herpetofauna Namibias mit Beobachtungen von Reptilien und Amphibien in verschiedenen Lebensräumen. Ergänzt wird dies durch die Eindrücke der vielfältigen Tierwelt des Landes, vor allem im Hinblick auf Spinnentiere und Großsäuger. Neben Naturbeobachtungen werden auch die praktischen Aspekte des Reisens mit Dachzelt und die unterschiedlichen Reiseansätze der beiden Familien beleuchtet. Bei einem Treffen in Namibia konnten sich die verschiedenen Schwerpunkte bei einer aufregenden „Familien-Herping-Tour“ vereinen.

Tobias Machts, Philipp Zimmer Familienurlaub in Namibia
DGHT Stadtgruppe Stuttgart
Restaurant „Zur alten Ziegelei“
Burgholzstraße 45
70376 Stuttgart-Hallschlag
Beginn des Vortrags um 19.00 Uhr

Foto: Collage, fotografiert von den beiden Vortragenden

Eingeschleppte Chamäleons in Subsahara-Afrika

Eingeschleppte Chamäleons in Subsahara-Afrika

Verbreitung Wissenschaft

Ein polnischer Biologe hat kürzlich ausgewertet, wie viele eingeschleppte Reptilien- und Amphibienarten es in Subsahara-Afrika gibt.

Unter den in andere Länder eingeschleppte Arten finden sich auch einige Chamäleons: Das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) wurde bereits vor 1830 in La Réunion eingeführt. Es kommt bis heute auf der Insel vor. Das Kap-Zwergchamäleon (Bradypodion pumilum) wurde in den 1990er Jahren in Namibia ausgesetzt und bildete kleine Populationen in Swakopmund, Walvis Bay, Lüderitz und Windhoek. Alle diese Populationen sind heute jedoch ausgestorben. Das Parsons Chamäleon (Calumma parsonii parsonii) wurde in den 1960er Jahren von Madagaskar nach Mauritius gebracht. Eine überlebensfähige Population wurde daraus jedoch nicht. Das Lappenchamäleon (Chamaeleo dilepis) wurde vor 1978 in die südafrikanische Provinz Freistaat verschleppt, scheint dort aber ebenfalls keine eigenständige Population gebildet zu haben. Und zuletzt wurden verschiedene Zwergchamäleon-Arten (Bradypodion ssp.) im Jahr 1939 in die Provinz Freistaat in Südafrika gebracht. Auch sie erzeugten keine bleibende Population.

Insgesamt sind vor allem Echsen in Subsahara-Afrika in fremde Länder eingeschleppt worden (23 Arten), direkt dahinter kommen Amphibien (21 Arten) und Schlangen (14 Arten). Die meisten eingeschleppten Arten werden in Südafrika beobachtet, außerdem aber auch in Madagaskar, den Maskarenen und umliegenden Inseln. Unklar ist, ob weiter nördlich gelegene afrikanische Länder eingeschleppte Arten geringer beobachten oder dort tatsächlich weniger vorhanden sind. Zwei Drittel der eingeschleppten Arten, die eigene Populationen etablierten konnten, kamen aus anderen Regionen Afrikas oder der umliegenden Inseln sowie dem Orient. Bei den Arten, die sich nach ihrer Verschleppung nicht vermehren konnten, sieht das deutlich anders aus.

Die frühesten Verschleppungen in Subsahara-Afrika sind aus dem 17. Jahrhundert bekannt, darunter der Vierkrallengecko (Gehyra mutilata) und der Maskarenenfrosch (Ptychadena mascareniensis). Mit dem Kolonialismus steigen die Zahlen verschleppter Arten stark an. Ein weiterer Peak liegt ab etwa 2000 mit steigendem internationalem Handel.

Die Gründe für die Verschleppungen sind vielfältig, zumeist aber passiert es unbeabsichtigt. Vor allem Geckos und Frösche werden häufig als blinde Passagiere mit Obsttransporten, Container auf Schiffen oder im Gepäck von Touristen verschleppt. Seltener werden Reptilien und Amphibien absichtlich ausgesetzt, wie im Fall des Kap-Zwerggecko (Lygodactylus capensis), der in einer Gärtnerei ausgesetzt wurde. Das Aussetzen von als Haustieren gehaltenen Reptilien und Amphibien führt meist nicht zur Etablierung von sich vermehrenden Populationen. Zwei Fälle von beabsichtigtem Aussetzen zur biologischen Kontrolle anderer Tierarten sind bekannt, ebenfalls drei beabsichtigte Freilassungen ohne Gründe.

Potenzielle Probleme der eingeschleppten Arten sind vor allem die Verdrängung anderer einheimischer Arten, aber auch das Fressen einheimischer Arten. Die Hybridisierung mit einheimischen Arten findet sehr selten statt. Die Verbreitung von Krankheiten, beispielsweise Parasitosen, ist ein häufiges Problem. Von verschleppten Chamäleons ist bisher keines dieser Probleme bekannt, allerdings gibt es auch vielerorts kaum Studien zum Thema.

Herping the African Continent: Alien Amphibians and Reptiles in Sub-Saharan Africa
Grzegorz Kopij
Biology 2026, 15: 639
DOI: 10.3390/biology15080639
Kostenloser Download des Artikels

Foto: Ein Furcifer pardalis auf La Réunion, fotografiert von Jason Berger, CC BY 4.0

[:de]Vortrag in Frankfurt über Madagaskar[:en]Presentation in Frankfurt about Madagascar[:]

[:de]Vortrag in Frankfurt über Madagaskar[:en]Presentation in Frankfurt about Madagascar[:]

Vorträge

[:de]

Am Dienstag, den 01. Oktober 2024, zeigt Rainer Dolch einen spannenden Vortrag im Frankfurter Zoo. Rainer Dolch arbeitet seit Jahren für die Association Mitsinjo im östlichen Hochland Madagaskars, er berichtet also aus erster Hand.

Als ein Überbleibsel des Urkontinents Gondwana liegt Madagaskar seit mehr als hundert Millionen Jahren isoliert im Indischen Ozean. Durch die lange Zeit der Isolation ist die Evolution hier eigene Wege gegangen und hat eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt hervorgebracht.

Hierzu gehören unter anderem die Lemuren, die mehr als hundert Arten umfassen, endemische Raubtiere wie die Mungo-ähnlichen Vontsiras und die Puma-ähnlichen Fossas, sowie die an Igel und Spitzmäuse erinnernden Vertreter der Tanreks – einer Säugetiergruppe, die in der Verwandtschaft der Elefanten und Erdferkel steht. Die ausgestorbene Megafauna Madagaskars umfasste zudem mehrere Arten von Flusspferden und Riesenlemuren sowie den Riesenlaufvogel Aepyornis. Auch die heute noch existierende Tierwelt der Insel ist durch den Einfluss des Menschen massiv vom Aussterben bedroht. In seinem Vortrag zeigt Rainer Dolch Ansätze zum dringend nötigen Schutz dieser einzigartigen Lebewelt auf.

Rainer Dolch Von Aye-Aye bis Fossa – Ein Labor der Evolution: Kann Madagaskars einzigartige Lebewelt noch gerettet werden?
Grzimekhaus
Zoo Frankfurt (Eingang Rhönstraße)
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
Vortragsbeginn 18.00 Uhr[:en]

On Tuesday, 01 October 2024, Rainer Dolch will give an exciting lecture at Frankfurt Zoo. Rainer Dolch has been working for the Mitsinjo Association in the eastern highlands of Madagascar for years, so he will be giving a first-hand report.

As a remnant of the ancient continent of Gondwana, Madagascar has been isolated in the Indian Ocean for more than a hundred million years. Due to the long period of isolation, evolution has gone its own way here and has produced a unique animal and plant world.

These include the lemurs, which comprise more than a hundred species, endemic predators such as the mongoose-like vontsiras and the puma-like fossas, as well as representatives of the tanreks – a group of mammals related to elephants and aardvarks – reminiscent of hedgehogs and shrews. Madagascar’s extinct megafauna also included several species of hippopotamus and giant lemurs as well as the giant ratite Aepyornis. The island’s animal world that still exists today is also massively threatened with extinction due to human influence. In his lecture, Rainer Dolch presents approaches for the urgently needed protection of this unique living world.

Rainer Dolch From Aye-Aye to Fossa – A laboratory of evolution: Can Madagascar’s unique living world still be saved? [German language]
Grzimek House
Zoo Frankfurt (Entry via Rhönstraße)
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
Presentation starts at 6.00 p.m.[:]

[:de]Vortrag in Dortmund über Namibia[:en]Presentation in Dortmund about Namibia[:]

[:de]Vortrag in Dortmund über Namibia[:en]Presentation in Dortmund about Namibia[:]

Reiseberichte Vorträge

[:de]

Regina Liebel zeigt am 05. Juli 2024 in Bergkamen bei Dortmund einen ausführlichen Vortrag über eine tolle Reise nach Namibia. Nach dem EM-Spiel, versteht sich ;) .

Regina Liebel Eine Rundreise über 3481 km durch Namibia
DGHT Stadtgruppe Dortmund
Restaurant Olympia
Im Alten Dorf 2
59192 Bergkamen
Treffen ab 17.30 Uhr
Vortragsbeginn 19.30 Uhr[:en]

Regina Liebel will give a detailed presentation about a great trip to Namibia on July 5, 2024 in Bergkamen near Dortmund. After the European Championship match, of course ;) .

Regina Liebel A round trip over 3481 km through Namibia [German]
DGHT City Group Dortmund
Restaurant Olympia
Im Alten Dorf 2
59192 Bergkamen
Meeting from 5.30 pm
Lecture starts at 7.30 pm[:]

[:de]Vortrag in Hamburg über Namibia[:en]Presentation in Hamburg about Namibia[:]

[:de]Vortrag in Hamburg über Namibia[:en]Presentation in Hamburg about Namibia[:]

Reiseberichte Vorträge

[:de]

Der erste Vorsitzende des DGHT Landesverbandes Hamburg zeigt am 31. März 2023 in Hamburg einen bilderreichen Vortrag über eine Reise nach Namibia und das westliche Südafrika. Es geht dabei von Kapstadt bis in den Etosha Nationalpark. Namibia, auch das „Land der roten Stille“ genannt, ist eines der faszinierendsten und facettenreichsten Länder der Erde. Stationen auf Rüdigers Reise waren unter anderem das Namaqualand, das ihn in herrlicher Blütenpracht empfing, mehrere namibische Gebirgsstöcke, die Namib um Swakopmund mit einer tollen Reptilientour und einer Fahrt durch das Welwitschia-Gebiet sowie die Dünengebiete bei Sossusvlei und der Fish River Canyon. Neben den Großsäugern des Etosha-Nationalparks galt Rüdigers Hauptaugenmerk auf dieser atemberaubenden Reise natürlich den Reptilien – und auch ein paar Chamäleons gab es zu sehen. Ein Feuerwerk für Naturliebhaber!

Rüdiger Schlepper Namibia – In 22 Tagen durch den Südwesten Afrikas
DGHT Landesverband Hamburg
Vereinsgaststätte „Am Sportplatzring“
Sportplatzring 47
22527 Hamburg
Vortragsbeginn 20 Uhr

Foto: Blütenteppich im Namaqualand, fotografiert von Rüdiger Schlepper[:en]

The first chairman of the DGHT Landesverband Hamburg will give a lecture full of pictures about a journey to Namibia and western South Africa on 31 March 2023 in Hamburg. The travel goes from Cape Town to the Etosha National Park. Namibia, also called the „Land of Red Silence“, is one of the most fascinating and multifaceted countries on earth. Stops on Rüdiger’s journey included Namaqualand, which welcomed him in glorious blossom, several Namibian mountain ranges, the Namib around Swakopmund with a great reptile tour and a drive through the Welwitschia area, as well as the dune areas near Sossusvlei and the Fish River Canyon. Besides the large mammals of Etosha National Park, Rüdiger’s main focus on this breathtaking trip was, of course, the reptiles – and there were also a few chameleons to see. A firework for nature lovers!

Rüdiger Schlepper Namibia – In 22 days through the Southwest of Africa
DGHT Landesverband Hamburg
Vereinsgaststätte „Am Sportplatzring“
Sportplatzring 47
22527 Hamburg
Presentation starts at 8 pm

Photo: Flower carpet in Namaqualand, photographed by Rüdiger Schlepper[:]