[:de]Neue Genome von sechs Chamäleonarten aus Äthiopien[:en]New genomes of six chameleon species from Ethiopia[:]

[:de]Neue Genome von sechs Chamäleonarten aus Äthiopien[:en]New genomes of six chameleon species from Ethiopia[:]

Wissenschaft

[:de]

Eine sehr kurz gefasste Veröffentlichung dreier Wissenschaftler beschäftigt sich mit den Genomsequenzen von Reptilien. Wildlebende Reptilien von insgesamt 101 verschiedenen Arten wurden in Äthiopien, Guyana, Mexiko und in den USA beprobt. Wie genau die Beprobung ablief und ob ganze Tiere oder nur Gewebeproben entnommen wurden, geben die Autoren leider nicht an. DNA wurde mittels Qiagen DNAeasy Kit extrahiert, zur Sequenzierung wurden Illumina TruSeq Kits genutzt.

Alle Genome wurden bei Genbank hinterlegt. Genome von jeweils einem Chamaeleo dilepis (JBHLFC000000000), einem Chamaeleo laevigatus (JBIELG000000000), einem Trioceros affinis (JBHUPM000000000), einem Trioceros balebicornutus (JBHZFU000000000), einem Trioceros harennae (JBHRFO000000000) sowie einem Chamaeleo gracilis (JBINKK000000000) wurde hinterlegt. Von diesen Arten existierten bereits zuvor mehrere Einträge bei GenBank.

The complete genome sequences of 101 species of reptiles
Timothy J. Colston, Stacy Pirro, R. Alexander Pyron
Biodiversity Genomes, 2025
DOI: 10.56179/001c.129597

Foto: Chamaeleo laevigatus, fotografiert von John Lyakurwa, Creative Commons Attribution 4.0 International[:en]

A very brief publication by three scientists deals with the genome sequences of reptiles. Wild reptiles from a total of 101 different species were sampled in Ethiopia, Guyana, Mexico and the USA. Unfortunately, the authors do not state exactly how the sampling was carried out and whether whole animals or only tissue samples were taken. DNA was extracted using the Qiagen DNAeasy Kit and Illumina TruSeq kits were used for sequencing.

All genomes were deposited at Genbank. Genomes of one Chamaeleo dilepis (JBHLFC00000000000), one Chamaeleo laevigatus (JBIELG00000000000), one Trioceros affinis (JBHUPM00000000000), one Trioceros balebicornutus (JBHZFU00000000000), one Trioceros harennae (JBHRFO00000000000) and one Chamaeleo gracilis (JBINKK00000000000) were deposited. Several entries of these species already existed in GenBank.

The complete genome sequences of 101 species of reptiles
Timothy J. Colston, Stacy Pirro, R. Alexander Pyron
Biodiversity Genomes, 2025
DOI: 10.56179/001c.129597

Picture: Chamaeleo laevigatus, photographed by John Lyakurwa, Creative Commons Attribution 4.0 International[:]

[:de]Chamäleons in Marsa El Brega (Libyen)[:en]Chameleons in Marsa El Brega (Lybia)[:]

[:de]Chamäleons in Marsa El Brega (Libyen)[:en]Chameleons in Marsa El Brega (Lybia)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Während andere Gebiete Afrikas regelmäßig Gegenstand von Publikationen und Expeditionen sind, ist die Herpetofauna Libyens nicht vollständig erforscht. Speziell über die Reptilien der Küstenregion Marsa El Brega ist kaum etwas bekannt. Marsa El Brega liegt im Norden Libyens direkt am Mittelmeer und verfügt dementsprechend über ein mediterranes Klima. Die Vegetation besteht vorwiegend aus wüstenartigen Landschaft mit niedrigen Sträuchern wie Nitraria retusa und kleinen Dattelpalm-Oasen dazwischen.

Ein ungarischer Herpetologe hat während zweier Expeditionen die Reptilienvorkommen in Marsa El Brega untersucht. Das genaue Vorgehen zum Auffinden von Tieren wird leider nicht im Artikel erwähnt. Alle aufgefundenen Tiere wurden fotografiert und Arten nach vorhandenen Field Guides phänotypisch bestimmt.

Insgesamt fand der Autor 25 Reptilienarten in der Region Marsa El Brega, darunter zwei Chamaeleo chameleon, je eines im Abstand von zwei Tagen. Die angegebenen Koordianten zum Fundort liegen im Außenbereich der Stadt Brega, direkt neben dem Garten eines Bed’n’Breakfast in Richtung Strand. Der Autor gibt vor allem streunende Hunde und Katzen als potenziell größte Gefahr für die lokale Herpetofauna an. Außerdem war der untersuchte Küstenbereich massiv vermüllt.

Some reptiles from Marsa El Brega, Libya (Reptilia: Chamaeleonidae, Gekkonidae, Phyllodactylidae, Lacertidae and Scincidae)
Attila Haris
Natura Somogyiensis 45: 17-26, 2025
DOI: 10.24394/NatSom.2025.45.17[:en]

While other areas of Africa are regularly the subject of publications and expeditions, the herpetofauna of Libya has not been fully researched. Little is known about the reptiles of the coastal region of Marsa El Brega in particular. Marsa El Brega is located in the north of Libya directly on the Mediterranean Sea and therefore has a Mediterranean climate. The vegetation consists mainly of a desert-like landscape with low shrubs such as Nitraria retusa and small date palm oases in between.

A Hungarian herpetologist has investigated the reptile populations in Marsa El Brega during two expeditions. Unfortunately, the exact procedure for finding animals is not mentioned in the article. All animals found were photographed and species phenotyped according to existing field guides.

The author found a total of 25 reptile species in the Marsa El Brega region, including two Chamaeleo chameleons, one each two days apart. The coordinates given for the find site are in the outskirts of the town of Brega, right next to the garden of a bed’n’breakfast facing the beach. The author cites stray dogs and cats as the greatest potential threat to the local herpetofauna. In addition, the coastal area investigated was heavily littered.

Some reptiles from Marsa El Brega, Libya (Reptilia: Chamaeleonidae, Gekkonidae, Phyllodactylidae, Lacertidae and Scincidae)
Attila Haris
Natura Somogyiensis 45: 17-26, 2025
DOI: 10.24394/NatSom.2025.45.17[:]

[:de]Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat kürzlich einen tollen, ausführlichen Artikel über AG-Mitglied Frank Glaw und seine Chamäleon-Forschung auf Madagaskar veröffentlicht. Es gibt auch etliche Videos von Timon Glaw, der ebenfalls auf der letzten Expedition dabei war, darunter einige unbeschriebene Chamäleon-Arten.

Hier geht’s zum Artikel.[:en]

The Frankfurter Allgemeine Zeitung recently published a great, detailed article about AG member Frank Glaw and his chameleon research in Madagascar. There are also several videos of Timon Glaw, who was also on the last expedition, including some undescribed chameleon species.

Click here for the article [German].

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[:de]Das Mikrobiom im Darm südafrikanischer Zwergchamäleons[:en]The microbiome in the gut of South African dwarf chameleons[:]

[:de]Das Mikrobiom im Darm südafrikanischer Zwergchamäleons[:en]The microbiome in the gut of South African dwarf chameleons[:]

Wissenschaft

[:de]

Schon seit einigen Jahren ist der Begriff Mikrobiom in aller Munde. Darunter versteht man im Darm die Gesamtheit aller Mikroorganismen, vor allem Bakterien, die die Schleimhaut des Darms besiedeln. Nun hat sich eine Forschergruppe in Südafrika erstmals mit dem Darm-Mikrobiom bei Chamäleons und mit der Veränderung desselben in unterschiedlichen Lebensräumen beschäftigt.

Drei Arten Zwergchamäleons wurden nachts in der Provinz KwaZulu Natal mit Hilfe von Taschenlampen gesucht: Bradypodion melanocephalum, Bradypodion thamnobates und Bradypodion setaroi. Alle Tiere wurden 24 h in Behältern untergebracht und dann wieder an der Fundstelle freigelassen. Pro Art wurden je 10 Backenabstriche und 10 Kotproben jeweils in einem natürlichen und einem städtischen Lebensraum gesammelt, so dass insgesamt 120 Proben zusammenkamen. Im Labor wurde aus den Proben DNA extrahiert, per PCR vervielfältigt und anschließend sequenziert. Phylogenetische Bäume wurden erstellt und statistische Vergleiche zwischen den Proben vorgenommen.

Die Proben wurden zusätzlich auf Zoonose-Erreger wie Salmonellen untersucht. Im humanpathogenen Bereich konnten aber lediglich Campylobacter, Escherichia und Serratia im Kot nachgewiesen werden. Die Autoren schlussfolgern daraus, dass das Zoonosepotenzial des Mikrobioms von Zwergchamäleons sehr gering ist.

Insgesamt konnten im Mikrobiom der Zwergchamäleons knapp 350 verschiedene Bakterienarten nachgewiesen werden, was anderen Reptilien wie Anolis und Schildkröten entspricht. Proteobakterien, Firmicutes und Bacteroidota waren in allen Proben am häufigsten vorhanden. Insgesamt war das Mikrobiom sich sowohl bei Backenabstrich als auch Kotproben sehr ähnlich mit nur wenigen Ausnahmen und nur artabhängig etwas unterschiedlich. Die Unterschiede im Mikrobiom zwischen natürlichen und städtischen Lebensräumen waren sehr viel geringer als gedacht. Das Mikrobiom des Backenabstrichs in städtischer Umgebung lebender Bradypodion melanocephalum wies mehr Caulobacteraceae und weniger Enterococcaceae auf als das in natürlichen Habitaten, und im Kot städtischer Tiere waren häufiger Desulfovibrionaceae. Das Mikrobiom von Bradypodion thamnobates wies in den Kotproben städtisch vorkommender Chamäleons mehr Ruminococcaceae und Akkermanisaceae auf. Auffällig ist bei den Zwergchamäleons der Unterschied zwischen den Mikrobiota im Mund und Enddarm, der so bei anderen Wirbeltieren bisher nicht festgestellt werden konnte. Es ist noch offen, ob Chamäleons im Tierreich ein besonderes Mikrobiom haben, das diese Unterschiede begründen könnten.

Anthropogenic reverberations on the gut microbiome of dwarf chameleons (Bradypodion)
Matthew G. Adair, Krystal A. Tolley, Bettine Jansen van Vuuren, Jessica Marie da Silva
PeerJ 13, 2025
DOI: 10.7717/peerj.18811

Foto: Bradypodion melanocephalum, fotografiert von Marius Burger[:en]

The term microbiome has been on everyone’s lips for some years now. In the intestine, this refers to the entirety of all microorganisms, especially bacteria, that colonise the mucous membrane. Now a group of researchers in South Africa has for the first time studied the gut microbiome in chameleons and how it changes in different habitats.

Three species of dwarf chameleons were searched for at night in the province of KwaZulu Natal with the help of torches: Bradypodion melanocephalum, Bradypodion thamnobates and Bradypodion setaroi. All animals were kept in containers for 24 hours and then released at the site. For each species, 10 buccal swabs and 10 faecal samples were collected in a natural and an urban habitat, resulting in a total of 120 samples. In the laboratory, DNA was extracted from the samples, amplified by PCR and then sequenced. Phylogenetic trees were created and statistical comparisons were made between the samples.

The samples were also analysed for zoonotic pathogens such as salmonella. However, only Campylobacter, Escherichia and Serratia were detected in human pathogens in the faeces. The authors conclude that the zoonotic potential of the microbiome of dwarf chameleons is very low.

In total, almost 350 different bacterial species were detected in the microbiome of the dwarf chameleons, which corresponds to other reptiles such as anoles and turtles. Proteobacteria, Firmicutes and Bacteroidota were most abundant in all samples. Overall, the microbiome was very similar in both buccal swab and faecal samples with only a few exceptions and slightly different depending on the species. The differences in the microbiome between natural and urban habitats were much smaller than expected. The microbiome of the buccal swab of Bradypodion melanocephalum living in urban environments showed more Caulobacteraceae and less Enterococcaceae than that in natural habitats, and Desulfovibrionaceae were more common in the faeces of urban animals. The microbiome of Bradypodion thamnobates showed more Ruminococcaceae and Akkermanisaceae in the faecal samples of urban chameleons. A striking feature of dwarf chameleons is the difference between the microbiota in the mouth and rectum, which has not yet been observed in other vertebrates. It remains to be seen whether chameleons in the animal kingdom have a specialized microbiome that could explain these differences.

Anthropogenic reverberations on the gut microbiome of dwarf chameleons (Bradypodion)
Matthew G. Adair, Krystal A. Tolley, Bettine Jansen van Vuuren, Jessica Marie da Silva
PeerJ 13, 2025
DOI: 10.7717/peerj.18811

Photo: Bradypodion melanocephalum, photographed by Marius Burger[:]

[:de]Namaqua-Chamäleons in Namibe (Angola) entdeckt[:en]Namaqua chameleons discovered in Namibe (Angola)[:]

[:de]Namaqua-Chamäleons in Namibe (Angola) entdeckt[:en]Namaqua chameleons discovered in Namibe (Angola)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Der Westen Angolas ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus von Herpetologen gerückt. Der Reptilienbestand des Nationalparks Iona an der Grenze zu Namibia wirft jedoch noch einige Fragen auf. Auf der Suche nach der Zwergpuffotter Bitis peringueyi hat ein internationales Forschungsteam auch Chamaeleo namaquensis gefunden. Die Übersichtsstudie zu Reptilienvorkommen wurde im Küstenbereich, im Sandmeer und in den Wanderdünen der Schotterebenen durchgeführt.

Insgesamt konnten dabei 27 Reptilienarten entdeckt werden – die eigentlich gesuchte Zwergpuffotter war allerdings nicht darunter. Chamaeleo namaquensis konnte entlang der Straße EN100 etwa 50 km südlich von Moçamedes gefunden werden. Ein zweiter Fundort lag rund 10 km nördlich von Salondjmba, dem Eingang zum Nationalpark Iona in Ponta Albina.

Noteworthy herpetological notes from Naimbe Province, Angola
Javier Lobón-Rovira, Pablo Sierra, Rubén Portas, Pedro Vaz Pinto, Fernando Martínez-Freiría
Herpetology Notes Vol 18: 99-105
DOI: nicht vorhanden

Foto: Daniel S. Katz, Creative Commons Attribution 4.0 International[:en]

Western Angola has increasingly become the focus of herpetologists in recent years. However, the reptile population of the Iona National Park on the border with Namibia still raises some questions. Whilst searching for the dwarf puff adder Bitis peringueyi, an international research team also found Chamaeleo namaquensis. The survey of reptile populations was carried out in the coastal area, in the sand sea and in the shifting sand dunes of the gravel plains.

A total of 27 reptile species were discovered – although the dwarf puff adder was not among them. Chamaeleo namaquensis was found along the EN100 road about 50 kilometres south of Moçamedes. A second site was found around 10 km north of Salondjmba, the entrance to the Iona National Park in Ponta Albina.

Noteworthy herpetological notes from Naimbe Province, Angola
Javier Lobón-Rovira, Pablo Sierra, Rubén Portas, Pedro Vaz Pinto, Fernando Martínez-Freiría
Herpetology Notes Vol 18: 99-105
DOI: nicht vorhanden

Picture: Daniel S. Katz, Creative Commons Attribution 4.0 International[:]

[:de]Nutzung von Lappenchamäleons auf städtischen Heiler-Märkten in Südafrika[:en]Utilisation of flap-necked chameleons at urban markets in South Africa[:]

[:de]Nutzung von Lappenchamäleons auf städtischen Heiler-Märkten in Südafrika[:en]Utilisation of flap-necked chameleons at urban markets in South Africa[:]

Wissenschaft

[:de]

Wissenschaftler der African Amphibian Conservation Research Group haben die existente Literatur zum Thema ausgewertet. Fortunate M. Phaka besuchte außerdem sechs städtische Märkte in Durban, Johannesburg, Petermaritzburg, Polokwane und Pretoria. Auf den Märkten suchte er nach für medizinische Zwecke verkaufte Amphibien und Reptilien und deren Benennung durch die Verkäufer. 11 traditionelle Gesundheitspraktiker in Limpopo, Gauteng und KwaZulu-Natal konnte er ausführlich befragen, von neun davon durfte er Proben der verkauften Amphibien und Reptilien zur Artidentifikation mitnehmen.

Insgesamt konnten 33 Arten Reptilien und eine Amphibienart in der Nutzung für traditionelle Medizin identifiziert werden. Bei den Marktbesuchen wurden neun davon vor Ort gefunden und identifiziert. Die befragten traditionellen Heiler gaben an, die genutzten Tierteile entweder selbst gejagt, Jägern abgekauft oder aus überfahrenen Tieren entnommen zu haben. Fett und innere Organe werden entfernt, die Karkassen mit Asche oder Salz eingerieben und in der Sonne getrocknet. Gewöhnlich werden keine vollständigen Karkassen von den Kunden der Heiler gekauft, sondern nur kleine Teile der angebotenen Reptilien. Von den 111 entnommenen Tierproben konnte bei 90 noch genügend DNA zur Identifikation der Art gewonnen werden. 23% der getesteten Proben waren falsch benannt worden.

Chamaeleo dilepis war unter den genutzten Reptilienarten. Es konnte zwar kein vollständiges Chamäleon auf den besuchten Märkten gefunden werden. Auf dem Warwick Muthi Market in KwaZulu-Natal wurden aber mehrere Reptilienteile beprobt, die laut DNA-Vergleich von Lappenchamäleons stammten. Chamäleons generell wurden von den Heilern nicht auf Artebene bestimmt. Das IsiZulu Wort unwabu steht für jedes Chamäleon.

Barcoding and traditional health practitioner perspectives are informative to monitor and conserve frogs and reptiles traded for traditional medicine in urban South Africa
Fortunate M. Phaka, Edward C. Netherlands, Maarten Van Steenberge, Erik Verheyen, Gontran Sonet, Jean Hugé, Louis H. du Preez, Maarten P.M. Vanhove

Molecular Ecology Resources Vol 25(2), 2025
DOI: 10.1111/1755-0998.13873[:en]

Scientists from the African Amphibian Conservation Research Group have analysed the existing literature on the subject. Fortunate M. Phaka also visited six municipal markets in Durban, Johannesburg, Petermaritzburg, Polokwane and Pretoria. At the markets, he searched for amphibians and reptiles sold for medicinal purposes and the names given to them by the vendors. He was able to interview 11 traditional health practitioners in Limpopo, Gauteng and KwaZulu-Natal in detail, from nine of whom he was allowed to take samples of the amphibians and reptiles sold for species identification.

In total, 33 species of reptiles and one species of amphibian used for traditional medicine were identified. Nine of these were found and identified on site during the market visits. The traditional healers interviewed stated that they had either hunted the animal parts themselves, bought them from hunters or taken them from roadkill. Fat and internal organs are removed, the carcasses are rubbed with ash or salt and dried in the sun. Usually, the healers‘ customers do not buy complete carcasses, but only small parts of the reptiles on offer. Of the 111 animal samples taken, sufficient DNA to identify the species was obtained from 90 of them. 23% of the samples tested were incorrectly named by the healers.

Chamaeleo dilepis was among the reptile species utilised. No complete chameleon could be found at the markets visited. At the Warwick Muthi Market in KwaZulu-Natal, however, several reptile parts were sampled which, according to DNA comparisons, came from lobed chameleons. Chameleons in general were not identified to species level by the healers. The IsiZulu word unwabu stands for any chameleon.

Barcoding and traditional health practitioner perspectives are informative to monitor and conserve frogs and reptiles traded for traditional medicine in urban South Africa
Fortunate M. Phaka, Edward C. Netherlands, Maarten Van Steenberge, Erik Verheyen, Gontran Sonet, Jean Hugé, Louis H. du Preez, Maarten P.M. Vanhove
Molecular Ecology Resources Vol 25(2), 2025
DOI: 10.1111/1755-0998.13873

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[:de]Chamaeleo gracilis in Nechisar (Äthiopien)[:en]Chamaeleo gracilis in Nechisar (Ethiopia)[:]

[:de]Chamaeleo gracilis in Nechisar (Äthiopien)[:en]Chamaeleo gracilis in Nechisar (Ethiopia)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Innerhalb der letzten hundert Jahre hat der Mensch den Wald Äthiopiens von etwa 40% der Fläche auf nur noch 2,36% reduziert. Trotzdem ist über die herpetologische Fauna des Landes immer noch stellenweise wenig bekannt. Wissenschaftler aus Ägypten, den USA und Äthiopien haben kürzlich eine Übersichsstudie in einem Nationalpark durchgeführt.

Der Nationalpark Nechisar liegt im Südwesten Äthiopiens auf der Linie des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, über 500 km südlich der Hauptstadt Addis Abeba. Necisar verfügt über eine Fläche von 514 km², die im Norden und Süden von zwei Seen, im Osten vom Amaraogebirge und im Westen von der Stadt Arbaminch begrenzt wird. In Nechisar ist es das ganze Jahr über sehr heiß mit nur wenig Niederschlag.

Insgesamt zwei Expeditionen während der Regen- und zwei während der Trockenzeit wurden durchgeführt. Dabei wurden Transekte mit einer Gesamtlänge von 290 km bei neun Metern Breite abgelaufen, 230 km davon in Graslandschaft und steinigem Gelände, 60 km im Wald und entlang der Seeufer. Neben manueller Suche mit dem bloßen Auge wurden kleine Fallgruben und Abdeckbleche genutzt.

Insgesamt konnten 34 Arten von Reptilien gefunden werden, darunter auch Chamaeleo gracilis. Die Art wurde zwei Mal entdeckt. Beide Chamäleons befanden sich bei Fund in der Nähe verschiedener Flüsse, eines im Buschland und eines im Wald.

Survey of reptiles in Nechisar National Park, Southern Ethiopia
Samy A. Saber, Fikirte Gebresenbet, Afework Bekele, Eman N. Salama
Russian Journal of Herpetology 31(5): 291-301
DOI: 10.30906/1026-2296-2024-31-5-293-301[:en]

Over the last hundred years, humans have reduced Ethiopia’s forest cover from around 40% to just 2.36%. Despite this, little is still known about the country’s herpetological fauna in some places. Scientists from Egypt, the USA and Ethiopia recently carried out a survey study in a national park.

Necisar National Park is located in south-west Ethiopia on the line of the Great Rift Valley, more than 500 kilometres south of the capital Addis Ababa. Necisar covers an area of 514 square kilometres, bordered to the north and south by two lakes, to the east by the Amarao Mountains and to the west by the town of Arbaminch. Nechisar is very hot all year round with very little rainfall.

A total of two expeditions were carried out during the rainy season and two during the dry season. Transects with a total length of 290 km and a width of nine metres were covered, 230 km of which were in grassland and stony terrain, 60 km in the forest and along the lakeshore. In addition to manual searches with the naked eye, small pitfall traps and cover plates were used.

A total of 34 species of reptiles were found, including Chamaeleo gracilis. The species was discovered twice. Both chameleons were found near different rivers, one in the scrubland and one in the forest.

Survey of reptiles in Nechisar National Park, Southern Ethiopia
Samy A. Saber, Fikirte Gebresenbet, Afework Bekele, Eman N. Salama
Russian Journal of Herpetology 31(5): 291-301
DOI: 10.30906/1026-2296-2024-31-5-293-301[:]

[:de]Woran sterben Chamäleons in Zoos?[:en]What kills chameleons in zoos?[:]

[:de]Woran sterben Chamäleons in Zoos?[:en]What kills chameleons in zoos?[:]

Tiermedizin Wissenschaft

[:de]

Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität Montréal (Frankreich) haben kürzlich die Todesursachen bei in Zoos gehaltenen Chamäleons zwischen 2011 und 2022 untersucht. Über das Zoological Information Management System (ZIMS) wurden Zoos gesucht, die aktuell Chamäleons halten oder seit 2011 hielten. Fragebögen wurden an insgesamt 245 Zoos verschickt. In den Fragebögen wurde die Zahl, Art und Geschlecht gehaltener Chamäleons abgefragt, außerdem ausgesuchte Haltungsbedingungen (kühlste und wärmste Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Fütterung) und Sektionsergebnisse.

Rund 1000 Chamäleons 36 verschiedener Arten werden derzeit in Zoos weltweit gehalten. 65 der befragten Zoos nahmen an der Studie teil, wovon immerhin 48 regelmäßig Sektionen an Chamäleons durchführten. Jedoch konnten nur 29 der teilnehmenden Zoos Sektionsergebnisse vorlegen. Insgesamt wurden 412 Pathologiebefunde von 14 verschiedenen Chamäleonarten ausgewertet. Unter den gehaltenen Arten waren Brookesia stumpffi, Brookesia superciliaris, Chamäleons des Genus Brookesia ohne Artangabe, Calumma parsonii, Chamaeleo calyptratus, Chamaeleo chamaeleon, Furcifer lateralis, Furcifer oustaleti, Furcifer pardalis, Rieppeleon brevicaudatus, Trioceros melleri, Trioceros montium und Trioceros quadricornis. Am häufigsten wurden Pantherchamäleons gehalten (226 Tiere).

Die statistische Auswertung ergab, dass mit 46,8% die meisten Chamäleons in den teilnehmenden Zoos an infektiösen Erkrankungen starben. Zu den infektiösen Erkrankungen wurden dabei Septikämien, aber auch Entzündungen von Maulhöhle, Lunge, Leber und Nieren sowie Darm gezählt. Fast 20% der infektiösen Erkrankungen fielen auf den Bereich der Maulhöhle. Bei den Bakterien kamen Enterococcus und Pseudomonas am häufigsten vor. Bei den Pilzen waren Nannizziopsis einschließlich CANV, Fusarium und Metarhizium vertreten. Gut ein Drittel der Sektionsberichte gab zusätzlich Parasitosen an, wobei diese sowohl als Todesursache als auch als Zufallsbefund vorkamen. Kokzidien und Trematoden sowie diverse Nematoden waren hier oft vorhanden. Als zweithäufigste Todesursache in den teilnehmenden Zoos wurden mit 11,4% nichtinfektiöse Nierenerkrankungen angegeben. Nur knapp dahinter rangierten mit 10,7% der Fälle Erkrankungen des Reproduktionstraktes, darunter Legenot und Eidottercoelomitis.

Entgegen der ersten Annahme der Autoren zeigte sich kein Zusammenhang zwischen den abgefragten Haltungsparametern im Terrarium und dem Vorkommen von Nierenerkrankungen. Grundlegend gab es eine Tendenz zu vermehrten Nierenerkrankungen in Ländern, in denen die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit generell niedriger lag.

Evaluation of mortality causes and prevalence of renal lesions in zoo-housed chameleons: 2011-2022
Amélie Aduriz, Isabelle Lanthier, Stéphane Lair, Claire Vergnau-Grosset
Journal of Zoo and Wildlife Medicine 55(2), 2024
DOI: 10.1638/2023-0023

Foto: Pantherchamäleon auf Madagaskar, fotografiert von Alex Negro[:en]

Scientists at the University of Veterinary Medicine Montréal (France) recently analysed the causes of death in chameleons kept in zoos between 2011 and 2022. The Zoological Information Management System (ZIMS) was used to search for zoos that currently keep chameleons or have kept them since 2011. Questionnaires were sent to a total of 245 zoos. The questionnaires asked about the number, species and sex of chameleons kept, as well as selected husbandry conditions (coolest and warmest temperatures, humidity, feeding) and dissection results.

Around 1000 chameleons of 36 different species are currently kept in zoos worldwide. 65 of the zoos surveyed took part in the study, 48 of which regularly carried out dissections on chameleons. However, only 29 of the participating zoos were able to provide dissection results. A total of 412 pathological findings from 14 different chameleon species were analysed. Among the species kept were Brookesia stumpffi, Brookesia superciliaris, chameleons of the genus Brookesia without species identification, Calumma parsonii, Chamaeleo calyptratus, Chamaeleo chamaeleon, Furcifer lateralis, Furcifer oustaleti, Furcifer pardalis, Rieppeleon brevicaudatus, Trioceros melleri, Trioceros montium and Trioceros quadricornis. Panther chameleons were kept most frequently (226 specimens).

The statistical analysis showed that most of the chameleons in the participating zoos died of infectious diseases (46.8%). Infectious diseases included septicaemia, but also inflammation of the oral cavity, lungs, liver, kidneys and intestines. Almost 20% of the infectious diseases were in the area of the oral cavity. The most common bacteria were Enterococcus and Pseudomonas. Among the fungi, Nannizziopsis including CANV, Fusarium and Metarhizium were represented. A good third of the necropsy reports also indicated parasitoses, with these occurring both as a cause of death and as an incidental finding. Coccidia and trematodes as well as various nematodes were often present. The second most common cause of death in the participating zoos was non-infectious kidney diseases (11.4%). This was closely followed by diseases of the reproductive tract, including egg loss and egg yolk coelomitis, which accounted for 10.7% of cases.

Contrary to the authors‘ initial assumption, there was no correlation between the surveyed husbandry parameters in the cages and the incidence of kidney disease. Basically, there was a tendency towards an increased incidence of kidney disease in countries where the average humidity was generally lower.

Evaluation of mortality causes and prevalence of renal lesions in zoo-housed chameleons: 2011-2022
Amélie Aduriz, Isabelle Lanthier, Stéphane Lair, Claire Vergnau-Grosset
Journal of Zoo and Wildlife Medicine 55(2), 2024
DOI: 10.1638/2023-0023

Photo: Panther chameleon in Madagascar, photographed by Alex Negro[:]

[:de]Das Europäische Chamäleon in Belezma (Algerien)[:en]The Common Chameleon in Belezma (Algeria)[:]

[:de]Das Europäische Chamäleon in Belezma (Algerien)[:en]The Common Chameleon in Belezma (Algeria)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Das Belezma Biosphärenreservat wurde erst 2015 gegründet und liegt in der Provinz Batna im Norden Algeriens. Es überspannt eine Fläche von 262 km² in den Belezmabergen und liegt auf Höhen zwischen 915 und 2136 m üNN. Das Gelände besteht aus mediterranen Zedern-, Pinien- und Eichenwäldern, typischen Buschlandschaften (sogenannter Macchia), Klippen und nur saisonal vorhandenen Wasserläufen (sogennanten Oueds); etwa 53 km² bestehen aus Zedernwald. Bisher gab es von dort nur vereinzelte Veröffentlichungen zur Herpetofauna.  Eine aktuelle Übersichtsstudie zu dort vorkommenden Amphibien und Reptilien wurde nun von Biologen der Universität Batna erarbeitet.

Macchia im Belezma Biosphärenreservat

Die Tiere wurden ausschließlich mit dem bloßen Auge gesucht. Dabei liefen verschiedene Personen sowohl tagsüber als auch nachts unsystematisch Transekte ab, insgesamt 500 Stunden lang an 28 Orten innerhalb des Reservats. Die gefundenen Tiere wurden entweder direkt identifiziert oder fotografiert und wieder freigelassen.

Insgesamt konnten 23 Amphibien- und Reptilienarten gefunden und identifiziert werden. Chamaeleo chamaeleon wurde erstmals in Belezma nachgewiesen. Die Chamäleons wurden auf rund 1040 m in der charakteristischen Macchia sowie auf 1280 m in offenem Gelände gefunden. Die Macchia in Belezma besteht vorwiegend aus Eichen- und Olivenbäumen sowie Mastixsträuchern und phönizischem Wacholder.

Herpetofauna of Belezma Biosphere Reserve, province of Batna, northeastern Algeria
Messaoud Saoudi, Mohamed Bensaci, Abdeldjabar Necer, Houria Baazi, Zohra Nemili, Farouk Khelfaoui
African Journal of Biological Sciences 6 (15), 2024
DOI: 10.48047/AFJBS.6.15.2024.10672-10700[:en]

The Belezma Biosphere Reserve was only established in 2015 and is located in the province of Batna in northern Algeria. It covers an area of 262 km² in the Belezma Mountains and lies at altitudes between 915 and 2136 metres above sea level. The terrain consists of Mediterranean cedar, pine and oak forests, typical scrubland (so-called maquis), cliffs and only seasonal watercourses (so-called oueds); around 53 km² consist of cedar forest. So far, there have only been a few publications on the herpetofauna there. A recent overview study of the amphibians and reptiles found there has now been compiled by biologists from the University of Batna.

Maquis in Belezma Biosphere Reserve

The animals were searched for visually only. Various people walked transects unsystematically both during the day and at night, for a total of 500 hours at 28 locations within the reserve. The animals found were either identified directly or photographed and released.

A total of 23 amphibian and reptile species were found and identified. Chamaeleo chamaeleon was identified for the first time in Belezma. The chameleons were found at around 1040 metres in the characteristic shrublands and at 1280 metres in open terrain. The maquis in Belezma consists mainly of oak and olive trees as well as mastic bushes and Phoenician juniper.

Herpetofauna of Belezma Biosphere Reserve, province of Batna, northeastern Algeria
Messaoud Saoudi, Mohamed Bensaci, Abdeldjabar Necer, Houria Baazi, Zohra Nemili, Farouk Khelfaoui
African Journal of Biological Sciences 6 (15), 2024
DOI: 10.48047/AFJBS.6.15.2024.10672-10700

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[:de]Zwergchamäleons in Südafrika in städtischer Umgebung größer als in der Natur[:en]Dwarf chameleons in South Africa larger in urban environments than in the wild[:]

[:de]Zwergchamäleons in Südafrika in städtischer Umgebung größer als in der Natur[:en]Dwarf chameleons in South Africa larger in urban environments than in the wild[:]

Wissenschaft

[:de]

Zwergchamäleons der Gattung Bradypodion aus Südafrika sind seit Längerem dafür bekannt, sich sehr gut auch an städtische Lebensräume anzupassen. Zwei Wissenschaftler Aus Kapstadt und Johannesburg haben nun untersucht, wie sich verschiedene Populationen in Körpergröße, -gewicht und Body Condition Score voneinander innerhalb städtischer und natürlicher Umgebungen unterscheiden.

Untersucht wurden innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren insgesamt 1107 Individuen von fünf verschiedenen Zwergchamäleon-Arten. Dazu wurden Bradypodion damaranum in George (Westkap), Bradypodion melanocephalum in Durban (KwaZulu-Natal), Bradypodion setaroi in St. Lucia (KwaZulu-Natal), Bradypodion thamnobates in Howick (KwaZulu-Natal) und Bradypodion ventrale in Jeffrey’s Bay (Ostkap) and jeweils drei bis acht Standorten nachts gesucht. Als “natürlicher Standort” wurden Waldfragmente, Grassavannen oder Küstenbuschland in weniger als 15 km Entfernung vom Zentrum der nächsten Stadt eingestuft. Als „städtisch“ wurde alle Standorte eingestuft, die innerhalb einer Stadt lagen und aus sowohl eingeschleppter als auch einheimischer, von Menschenhand regelmäßig zurückgeschnittener Flora bestanden (Gärten, öffentliche Parks und Grünflächen, Straßenränder). Die gefundenen Zwergchamäleons wurden vermessen, gewogen, geschlechtsbestimmt und mit einem Filzstift markiert, um doppelte Messungen an gleichen Tieren zu vermeiden. Offensichtich trächtige Weibchen wurden nicht vermessen.

Bei der statistischen Auswertung und Vergleichen fiel auf, dass die Chamäleons an natürlichen Standorten im Durchschnitt stets kleiner und leichter waren als die Populationen der gleichen Arten an städtischen Standorten. Signifikant größer und schwerer in der Stadt waren bei Bradypodion damaranum beide Geschlechter, bei Bradypodion melanocephalum, ventrale und setaroi die Männchen und bei Bradypodion thamnobates die Weibchen. Der Body Condition Score war in Stadtgebieten bei beiden Geschlechtern von Bradypodion damaranum und setaroi sowie Männchen von Bradypodion melanocephalum höher als bei den Chamäleons an Naturstandorten. Bei Bradypodion ventrale und thamnobates zeigten sich keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Populationen im Body Condition Score.

Forschung, wie es genau zu diesen spannenden Unterschieden kommt, steht noch aus.

Big cities, big bodies: urbanisation correlates with large body sizes and enhanced body condition in African dwarf chameleons (Genus: Bradypodion)
Jody M. Barends, Krystal A. Tolley
African Zoology 2024, 59(3)
DOI: 10.1080/15627020.2024.2402256

Foto: Bradypodion melanocephalum, fotografiert von suncana, Lizenz Creative Commons Attribution 4.0 International

 [:en]

Dwarf chameleons of the genus Bradypodion from South Africa have long been known to adapt very well to urban habitats. Two scientists from Cape Town and Johannesburg have now investigated how different populations differ in body size, body weight and body condition score within urban and natural environments.

A total of 1107 individuals of five different dwarf chameleon species were studied over a period of four years. Bradypodion damaranum in George (Western Cape), Bradypodion melanocephalum in Durban (KwaZulu-Natal), Bradypodion setaroi in St Lucia (KwaZulu-Natal), Bradypodion thamnobates in Howick (KwaZulu-Natal) and Bradypodion ventrale in Jeffrey’s Bay (Eastern Cape) were each searched at night at three to eight locations. Forest fragments, grass savannahs or coastal bushland less than 15 km from the centre of the nearest town were classified as ‘natural sites’. All sites located within a city and consisting of both introduced and native flora regularly cut back by humans (gardens, public parks and green spaces, roadsides) were categorised as ‘urban’. The dwarf chameleons found were measured, weighed, sexed and marked with a felt-tip pen to avoid duplicate measurements on the same animals. Obviously pregnant females were not measured.

Statistical analyses and comparisons revealed that the chameleons at natural sites were always smaller and lighter on average than the populations of the same species at urban sites. Significantly larger and heavier in the city were both sexes in Bradypodion damaranum, the males in Bradypodion melanocephalum, ventrale and setaroi and the females in Bradypodion thamnobates. The body condition score was higher in urban areas for both sexes of Bradypodion damaranum and setaroi and males of Bradypodion melanocephalum than for the chameleons in natural habitats. In Bradypodion ventrale and thamnobates, there were no differences in body condition score between the different populations.

Research into exactly how these exciting differences come about is still pending.

Big cities, big bodies: urbanisation correlates with large body sizes and enhanced body condition in African dwarf chameleons (Genus: Bradypodion)
Jody M. Barends, Krystal A. Tolley
African Zoology 2024, 59(3)
DOI: 10.1080/15627020.2024.2402256

Photo: Bradypodion melanocephalum, photographed by suncana, licence Creative Commons Attribution 4.0 International[:]