[:de]Online Vortrag über Parasiten bei Reptilien[:en]Online lecture about parasites in reptiles[:]

[:de]Online Vortrag über Parasiten bei Reptilien[:en]Online lecture about parasites in reptiles[:]

Tiermedizin Webinare

[:de]

Mit dem digitalen Stammtisch hat die DGHT dieses Jahr ein Novum geschaffen. Jeden letzten Donnerstag im Monat treffen sich Reptilienhalter aus ganz Deutschland, um sich über ein vorgegebenes Thema und einen dazugehörigen Vortrag auszutauschen. Dabei muss niemand weite Wege in Kauf nehmen, denn die Vortragenden und die Teilnehmer kommen bequem per Onlineschaltung ins eigene Wohnzimmer.

Den Start macht am 25. Januar 2024 Paula Sapion Miranda. Die Tierärztin forscht an der Justus-Liebig-Universität in Gießen an Parasiten von Reptilien und Amphibien und arbeitet außerdem bei Exomed, dem bekannten Veterinärlabor für Exoten. Sie erzählt von häufigen und selteneren unerwünschten Untermietern. Die Anmeldung folgt per E-Mail bis zum Vortag an bonsels@dght.de, am Tag des Stammtisches wird der Teilnahmelink verschickt.

Paula Sapion Miranda Parasiten bei Reptilien und Amphibien
1. Online-Stammtisch der DGHT
Beginn 20.00 Uhr[:en]

The DGHT has created a novelty this year with the digital regulars‘ table. Every last Thursday of the month, reptile keepers from all over Germany meet to discuss a given topic and a corresponding lecture. No-one has to travel far to attend, as the speakers and participants come to their living room via an online connection.

Paula Sapion Miranda will kick things off on 25 January 2024. The vet researches parasites in reptiles and amphibians at Justus Liebig University in Giessen and also works at Exomed, the well-known veterinary laboratory for exotic animals. She will talk about common and less common unwanted lodgers. Please register by e-mail to bonsels@dght.de by the day before, and the participation link will be sent out on the day of the regulars‘ table.

Paula Sapion Miranda Parasites in reptiles and amphibians
1st online regulars‘ table of the DGHT
Start 20.00 hrs[:]

[:de]Vortrag in Ulm über Spanien[:en]Lecture in Ulm about Spain[:]

[:de]Vortrag in Ulm über Spanien[:en]Lecture in Ulm about Spain[:]

Reiseberichte Vorträge

[:de]

Heiko Werning, bekannt als Redakteur der Reptilia und Kolumnenautor der taz, eigt am 18. November 2023 in Neu-Ulm (Bayern) einen bilderreichen Vortrag über nicht nur, aber auch Chamäleons.

Auf einer spannenden Reise quer durch Spanien zeigt er, wie viele Reptilien und Amphibien das europäische Land zu bieten hat. Und die Vielfalt ist beeindruckend! Heikos Reise beginnt im Baskenland und führt dann durch Galizien bis nach Nordkastilien mit seinen wunderschönen Salamandern. In den mittelspanischen Gebirgszügen begegnet der Herpetologe den urigen Gebirgseidechsen. Ein paar Autostunden westlich von Madrid, in der Extremadura, findet sich Heiko im wahrsten Sinne des Wortes unter Geiern wieder. Und an der südspanischen Atlantikküste trifft er dann endlich auch auf das Europäische Chamäleon und seinen Lebensraum. Zuletzt nimmt Heiko seine Zuschauer mit in den Südosten Spaniens, wo er unter anderem Maurische Landschildkröten und den Europäischen Fransenfinger in der einzigen Wüste Europas gefunden hat. Insgesamt ein buntes Feuerwerk an Bildern und unterhaltsamen Anekdoten – hier sollte jeder Reptilienfreund auf seine Kosten kommen!

Heiko Werning Das spanische Festland – Ein Reiseziel (auch) für herpetologische Feinschmecker
DGHT Stadtgruppe Ulm
Il Mio Ristorante
Europastraße 15
89231 Neu-Ulm
Treffen ab 18.30 Uhr[:en]

Heiko Werning, known as the editor of Reptilia and columnist for the taz, will be giving an illustrated lecture on 18 November 2023 in Neu-Ulm (Bavaria) about not only, but also chameleons in Spain.

On an exciting journey across Spain, he will show how many reptiles and amphibians the European country has to offer. And the diversity is impressive! Heiko’s journey begins in the Basque Country and then leads through Galicia to northern Castile with its beautiful salamanders. In the central Spanish mountain ranges, the herpetologist encounters the quaint mountain lizards. A few hours‘ drive west of Madrid, in Extremadura, Heiko finds himself among vultures in the truest sense of the word. And on the southern Spanish Atlantic coast, he finally encounters the European chameleon and its habitat. Finally, Heiko takes his viewers to south-east Spain, where he has found, among other things, Moorish tortoises and the European fringed finger in the only desert in Europe. All in all, a colourful firework display of images and entertaining anecdotes – every reptile lover should get their money’s worth here!

Heiko Werning The Spanish mainland – A destination (also) for herpetological gourmets
DGHT City Group Ulm
Il Mio Ristorante
Europastraße 15
89231 Neu-Ulm
Meeting from 6.30 pm

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[:de]Vortrag in Bern über Samos (Griechenland)[:en]Presentation in Bern about Samos (Greece)[:]

[:de]Vortrag in Bern über Samos (Griechenland)[:en]Presentation in Bern about Samos (Greece)[:]

Vorträge

[:de]

Markus Grimm, langjähriges Mitglied der AG Chamäleons und seit vielen Jahren in der Schweiz mit der Durchführung von Sachkunde-Kursen für die Chamäleonhaltung betraut, zeigt am 08. November 2023 in Bern (Schweiz) einen ausführlichen Vortrag über die Insel Samos (Griechenland).

Die giechische Insel Samos liegt in der Östlichen Ägäis und ist nur 1,2 km vom türkischen Festland entfernt. Genau diese geografische Lage macht das Eiland mit seiner Tier- und Pflanzenwelt extrem vielfältig und spannend. Eine Prise Kultur, eingebunden in die Natur der Pflanzen, mit einem Strauß Orchideen, umgeben von unzähligen Tieren wie Vögeln, Insekten, Spinnen, Skorpionen, Amphibien und Reptilien ergeben das Rezept für diesen Vortrag. Seit über 25 Jahren bereits Markus Grimm die Insel Samos und entdeckt dabei immer wieder Neues. Sein erster Besuch auf Samos galt dem Europäischen Chamäleon. Dabei blieb es jedoch nicht und so wurde die Fauna und Flora dieser einzigartigen Insel zu einem Teil seines Lebens.

Markus Grimm Samos – Die griechische Natur hautnah
SIGS Sektion Bern
Restaurant Kreuz
Jegenstorf (Schweiz)
Vortragsbeginn 20.00 Uhr

Foto: Markus Grimm[:en]

Markus Grimm, long-time member of AG Chamäleons and entrusted for many years in Switzerland with conducting expert courses for chameleon keeping, will show a detailed lecture on the island of Samos (Greece) on 08 November 2023 in Bern (Switzerland).

The Greek island of Samos is located in the Eastern Aegean Sea and is only 1.2 km away from the Turkish mainland. It is precisely this geographical location that makes the island with its flora and fauna extremely diverse and exciting. A pinch of culture, integrated into the nature of the plants, with a bouquet of orchids, surrounded by countless animals such as birds, insects, spiders, scorpions, amphibians and reptiles make up the recipe for this lecture. Markus Grimm has been visiting the island of Samos for more than 25 years, always discovering something new. His first visit to Samos was to see the European Chameleon. But it didn’t stop there and so the fauna and flora of this unique island became a part of his life.

Markus Grimm Samos – Die griechische Natur hautnah
SIGS Sektion Bern
Restaurant Kreuz
Jegenstorf (Schweiz)
Vortragsbeginn 20.00 Uhr

Foto: Markus Grimm[:]

[:de]Vortrag in Basel über das Europäische Chamäleon[:en]Presentation in Basel about the European Chameleon[:]

[:de]Vortrag in Basel über das Europäische Chamäleon[:en]Presentation in Basel about the European Chameleon[:]

Haltungsberichte Vorträge

[:de]

Markus Grimm, langjähriges Mitglied der AG Chamäleons und seit vielen Jahren in der Schweiz mit der Durchführung von Sachkunde-Kursen für die Chamäleonhaltung betraut, zeigt am 01. November 2023 in Basel (Schweiz) einen ausführlichen Vortrag über das europäische Chamäleon.

Das Europäische Chamäleon (Chamaeleo chamaeleon) beschreibt gewissermaßen den Urtyp des Chamäleons als solches und hat dadurch Statuscharakter für die menschliche Vorstellung von Chamäleons. Die eher selten gehaltene Chamäleonart stellt einige Ansprüche an Haltung und Zucht, die Markus sowohl bei Reisen ins Habitat als auch bei der Haltung im Terrarium ergründen konnte. Nach einer kurzen Einführung, zu der auch die Systematik gehört, gibt Markus Einblicke in den Lebensraum dieses Chamäleons in der Natur. Außerdem erfahren die Zuhörer die wichtigsten Parameter für eine erfolgreiche Haltung und Zucht im Terrarium. Es wird also auf jeden Fall sehr spannend – wer sich für Chamäleons interessiert, sollte sich diesen Vortrag unbedingt anschauen!

Markus Grimm Das Europäische Chamäleon – Habitat, Haltung und Zucht
DGHT Stadtgruppe Basel
Restaurant Schiff
4102 Binningen (Schweiz)
Vortragsbeginn 20.00 Uhr

Foto: Markus Grimm[:en]

Markus Grimm, long-time member of the AG Chameleons and for many years entrusted in Switzerland with the implementation of expert courses for chameleon keeping, will give a detailed lecture on the European chameleon on 01 November 2023 in Basel (Switzerland).

The European chameleon (Chamaeleo chamaeleon) describes the archetype of the chameleon as such and thus has status character for the human conception of chameleons. The rather seldom kept chameleon species makes some demands on keeping and breeding, which Markus was able to fathom during trips to the habitat as well as during keeping in the terrarium. After a short introduction, which includes systematics, Markus gives insights into the habitat of this chameleon in nature. In addition, the audience will learn the most important parameters for successful keeping and breeding in the terrarium. So it will definitely be very exciting – anyone interested in chameleons should definitely watch this lecture!

Markus Grimm The European Chameleon – Habitat, husbandry and breeding
The presentation will be held in German language!
DGHT City group Basel
Restaurant Schiff
4102 Binningen (Schweiz)
Presentation starts at 8 p.m.

Picture: Markus Grimm[:]

[:de]Chamäleons in der Mythologie[:en]Chameleons in mythology[:]

[:de]Chamäleons in der Mythologie[:en]Chameleons in mythology[:]

Allgemeines Zeitungsartikel

[:de]

Mit seinen unabhängig voneinander beweglichen Augen, der schießenden Zunge und der Fähigkeit zum Farbwechsel war das Chamäleon schon in der Antike Gegenstand von Aberglaube und Mythen – und ist es bis heute vielerorts geblieben. Ein jetzt erschienener Artikel von Prof. Dr. Wolfgang Böhme und Naturhistoriker Thore Koppetsch beschäftigt sich mit genau diesem Thema.

Der Inhalt reicht vom sogenannten Brooklyn-Papyrus, das ein nach wie vor ungeklärtes „Farben wechselndes“ Wesen der Antike beschrieb, bis zu skurrilen Ereignissen mit Muttermilch und Chamäleons im Gambia unserer Zeit. Der wohl älteste schriftliche Nachweis eines Chamäleons stammt aus Griechenland, von Aristoteles persönlich, der von 384 bis 322 vor Christus lebte. Auf das Griechische, geht vermutlich auch der Begriff Chamäleon selbst zurück: chamai und leon wurden zusammengesetzt zum „Erdlöwen“. Ganz unumstritten ist diese Deutung für die Herkunft des Wortes jedoch nicht. Der Artikel beschäftigt sich des Weiteren mit Aberglauben auf der Insel Samos, in Marokko, Tunesien, Togo, Benin, Kamerun sowie auf Madagaskar und der Nutzung von Chamäleons für Pseudomedizin und Okkultismus.

Chamäleons in der Mythologie der Völker
Wolfgang Böhme, Thore Koppetsch
Koenigiana 17, 2023, pp. 39-50
DOI: nicht vorhanden[:en]

With its independently moving eyes, shooting tongue and ability to change colour, the chameleon was already the subject of superstition and myths in ancient times – and has remained so in many places to this day. An article now published by Prof. Dr. Wolfgang Böhme and natural historian Thore Koppetsch deals with precisely this topic.

The content ranges from the so-called Brooklyn Papyrus, which described a still unexplained „colour-changing“ creature of antiquity, to bizarre events involving mother’s milk and chameleons in the Gambia of our time. Probably the oldest written record of a chameleon comes from Greece, from Aristotle himself, who lived from 384 to 322 BC. The term chameleon itself probably goes back to the Greek: chamai and leon were put together to form „earth lion“. However, this interpretation of the origin of the word is not entirely undisputed. The article also deals with superstitions on the island of Samos, in Morocco, Tunisia, Togo, Benin, Cameroon and Madagascar, and the use of chameleons for pseudo-medicine and occultism.

Chamäleons in der Mythologie der Völker
Wolfgang Böhme, Thore Koppetsch
Koenigiana 17, 2023, pp. 39-50
DOI: nicht vorhanden[:]

[:de]Kurioses: Nutzung von Chamäleonpulver in Algerien[:en]Oddity: Use of chameleon powder in Algeria[:]

[:de]Kurioses: Nutzung von Chamäleonpulver in Algerien[:en]Oddity: Use of chameleon powder in Algeria[:]

Allgemeines

[:de]

Getrocknete Körper von Chamaeleo chamaeleon werden in der traditionellen Medizin in Algerien seit jeher verwendet. In der Region El Oued werden auch heute noch regelmäßig Extrakte und Pulver aus gewöhnlichen Chamäleons zur Therapie verschiedener Erkrankungen und diversen Aberglauben eingesetzt. Ein algerischer Biochemiker hat nun auf etwas kuriose Weise versucht, den Nutzen von Chamäleonpulver nachzuweisen.

Angebliche exakt 1000 Anwender des Pulvers sowie 100 Jäger und Verkäufer wurden mittels Fragebogen oder Interview maximal 10 bis 15 Minuten lang befragt. Die Auswertung selbiger wurde nicht veröffentlicht. Der Autor gibt jedoch an, Chamäleons würden den Befragungen nach ausschließlich von „erfahrenen Personen“ gezielt gejagt. Die Fortpflanzungssaison lasse man dabei aber aus, deshalb sei kein Schaden für die Chamäleon-Population zu befürchten. 

Zusätzlich wurde eine nicht näher angegebene Anzahl wilder Chamaeleo chamaeleon in Algerien gefangen und getötet. Die Organe wurden entnommen, die Chamäleons gewaschen, eingesalzen und über eine Woche lang bei 35 bis 40°C getrocknet. Die getrockneten Körper wurden anschließend erneut gewaschen und im Ofen bei 45°C nachgetrocknet. Dann wurden die Chamäleons mittels Mörser gemahlen, um Pulver zu erhalten. Trockenmasse, ph-Werte, Protein-, Kohlenhydrat-, Fett-, Kalzium-, Magnesium, Natrium-, Kalium- und Aschegehalt des Pulvers wurden untersucht. Ein relativ hoher Phosphorgehalt von 14,01% fiel auf, außerdem konnten Spuren von Eisen, Zink und Kupfer nachgewiesen werden. Eine relativ hohe Konzentration von Vitamin E (19,23 mg/100 g Pulver) fiel auf, ebenso bei Vitamin B1 (21 mg/100 g Pulver). Unter Laborbedingungen zeigte das Pulver sich fähig zum Abfangen von Radikalen. Ebenfalls im Labor erwies sich das Pulver als Extrakt mit 100 mg/ml eine gewisse Wirksamkeit gegenüber verschiedenen Bakterien. In einem Chicken Chorioallantoic Membran (CAM)-Assay wurde die Angiogenese rund um eine in ein befruchtetes Hühnerei eingebrachte Pulver-Scheibe getestet.

Mehrere Gruppen Laborratten wurden mit Carbimazol im Trinkwasser behandelt. Danach wurde einer Gruppe eine Lösung mit Chamäleonpulver frei in den Bauchraum injiziert, eine Gruppe bekam Chamäleonpulver in verschiedenen Mischungen zu fressen, eine andere erhielt Levothyroxin ins Trinkwasser, eine weitere gar nichts und einer letzten Gruppe wurde Wasser in den Bauchraum injiziert. Nach der Versuchsperiode wurden Blut entnommen, danach wurden alle Ratten getötet und seziert. Die Ratten zeigten keinerlei Reaktion auf das Chamäleonpulver, während die Behandlung mit Levothyroxin, nicht verwunderlich, diverse Veränderungen in Blutbild und Blutchemie ergab.

Der Autor schlussfolgert aus all diesen Versuchen interessanterweise, dass die Nutzung von getrocknetem Chamäleonpulver sicher in der Anwendung am Menschen sei und Tonsillitis, Husten, Hauterkrankungen wie Vitiligo, Skorpionstiche, Harntraktinfektonen, Leukämie (!) sowie Schilddrüsenerkrankungen behandeln könne. Einen Beweis dafür liefert jedoch keine seiner Untersuchungen und so bleibt diese „Studie“ wohl eher ein absurdes Kuriosum.

Physicochemical composition and evaluation of biological activities of Chamaeleo chamaeleon
Ouafa Boudebia
Thesis TD571/007/01 der Universität von Eloued, 2023
DOI:  nicht vorhanden[:en]

Dried bodies of Chamaeleo chamaeleon have always been used in traditional medicine in Algeria. In the El Oued region, extracts and powders from common chameleons are still regularly used today for the therapy of various diseases and various superstitions. An Algerian biochemist has now tried to prove the benefits of chameleon powder in a somewhat curious way.

Allegedly exactly 1000 users of the powder as well as 100 hunters and sellers were questioned for a maximum of 10 to 15 minutes by means of questionnaires or interviews. The evaluation of these was not published. However, the author states that according to the interviews, chameleons are only hunted by „experienced persons“. However, the breeding season is left out, so no damage to the chameleon population is to be feared.

In addition, an unspecified number of wild Chamaeleo chamaeleon were captured and killed in Algeria. The organs were removed, the chameleons washed, salted and dried at 35 to 40°C for over a week. The dried bodies were then washed again and re-dried in an oven at 45°C. The chameleons were then killed using mice. Then the chameleons were ground using a mortar to obtain powder. Dry matter, ph values, protein, carbohydrate, fat, calcium, magnesium, sodium, potassium and ash contents of the powder were examined. A relatively high phosphorus content of 14.01% stood out, and traces of iron, zinc and copper were also detected. A relatively high concentration of vitamin E (19.23 mg/100 g powder) was noticed, as well as vitamin B1 (21 mg/100 g powder). Under laboratory conditions, the powder proved capable of scavenging radicals. Also in the laboratory, the powder as an extract at 100 mg/ml showed some efficacy against various bacteria. In a chicken chorioallantoic membrane (CAM) assay, angiogenesis was tested around a powder disc inserted into a fertilised chicken egg.

Several groups of laboratory rats were treated with carbimazole in the drinking water. Afterwards, one group was freely injected into the abdomen with a solution containing chameleon powder, one group was fed chameleon powder in various mixtures, another was given levothyroxine in the drinking water, another nothing at all and a final group was injected with water in the abdomen. After the experimental period, blood was taken and then all the rats were killed and dissected. The rats showed no reaction to the chameleon powder, while treatment with levothyroxine, not surprisingly, resulted in various changes in blood count and blood chemistry.

The author interestingly concludes from all these experiments that the use of dried chameleon powder is safe for use in humans and can treat tonsillitis, coughs, skin diseases such as vitiligo, scorpion stings, urinary tract infections, leukaemia (!) as well as thyroid diseases. However, none of his studies provides any proof of this and so this „study“ remains more of an absurd curiosity.

Physicochemical composition and evaluation of biological activities of Chamaeleo chamaeleon
Ouafa Boudebia
Thesis TD571/007/01 der Universität von Eloued, 2023
DOI:  none[:]

[:de]Vortrag in Winterthur über das Europäische Chamäleon[:en]Presentation in Winterthur about the European Chameleon[:]

[:de]Vortrag in Winterthur über das Europäische Chamäleon[:en]Presentation in Winterthur about the European Chameleon[:]

Vorträge

[:de]

Markus Grimm, langjähriges Mitglied der AG Chamäleons und seit vielen Jahren in der Schweiz mit der Durchführung von Sachkunde-Kursen für die Chamäleonhaltung betraut, zeigt am 14. April 2023 in Winterthur (Schweiz) einen ausführlichen Vortrag über das europäische Chamäleon.

Das Europäische Chamäleon (Chamaeleo chamaeleon) beschreibt gewissermaßen den Urtyp des Chamäleons als solches und hat dadurch Statuscharakter für die menschliche Vorstellung von Chamäleons. Die eher selten gehaltene Chamäleonart stellt einige Ansprüche an Haltung und Zucht, die Markus sowohl bei Reisen ins Habitat als auch bei der Haltung im Terrarium ergründen konnte. Nach einer kurzen Einführung, zu der auch die Systematik gehört, gibt Markus Einblicke in den Lebensraum dieses Chamäleons in der Natur. Außerdem erfahren die Zuhörer die wichtigsten Parameter für eine erfolgreiche Haltung und Zucht im Terrarium. Es wird also auf jeden Fall sehr spannend – wer sich für Chamäleons interessiert, sollte sich diesen Vortrag unbedingt anschauen!

Markus Grimm Das Europäische Chamäleon – Habitat, Haltung und Zucht
DGHT Stadtgruppe Winterthur
Restaurant „Rössli“
8405 Winterthur (Schweiz)
Vortragsbeginn 20.00 Uhr

Foto: Markus Grimm[:en]

Markus Grimm, a long-time member of the AG Chamäleons and entrusted for many years in Switzerland with conducting expert courses for chameleon keeping, will give a detailed lecture on the European Chameleon on 14 April 2023 in Winterthur (Switzerland).

The European Chameleon (Chamaeleo chamaeleon) in a way describes the archetype of the chameleon as such and thus has status character for the human conception of chameleons. The rather seldom-kept chameleon species makes some demands on keeping and breeding, which Markus was able to fathom during trips to the habitat as well as in captivity. After a short introduction, which includes systematics, Markus gives insights into the habitat of this chameleon in nature. In addition, the audience will learn the most important parameters for successful keeping and breeding in the terrarium. So it will definitely be very exciting – anyone interested in chameleons should definitely watch this lecture!

Markus Grimm The European Chameleon – Habitat, Keeping and breeding in captivity
DGHT City Group Winterthur
Restaurant „Rössli“
8405 Winterthur (Switzerland)
The presentation starts at 8:00 p.m.
[:]

[:de]Unser Tagungsprogramm für Mai 2023[:en]Our conference programme for May 2023[:]

[:de]Unser Tagungsprogramm für Mai 2023[:en]Our conference programme for May 2023[:]

AG Interna

[:de]

Nachdem wir im Dezember letzten Jahres bereits eine Vorschau auf das Tagungsprogramm veröffentlichen konnten, gibt es jetzt das finale Tagungsprogramm. Unsere diesjährige Tagung findet vom 05. bis 07. Mai 2023 im beschaulichen Boppard am Rhein statt. Da erfahrungsgemäß die Wochenenden in Boppard schnell ausgebucht sind, empfehlen wir, sich bald um Hotel oder Pension zu kümmern. Unser Programm ist eine schöne Mischung aus Haltungsberichten, allgemeiner Terraristik und Reiseberichten geworden. Am Freitag ist traditionell die Anreise und ein gemütliches Abendessen in den lokalen Gaststätten geplant.

Der Samstag beginnt mit einem klassischen Haltungs- und Nachzuchtbericht. Jean-Dominique Dufraine hält seit einigen Jahren Rieppeleon brevicaudatus und Archais tigris. Er spricht über Erfahrungen in der Zucht, aber auch bei der alltäglichen Haltung der beiden Arten. Anschließend nimmt uns Thorsten Negro mit auf die Suche nach Parsons Chamäleons in ihrem natürlichen Lebensraum auf Madagaskar.

Am Nachmittag wird uns Oliver Witte einen spannenden Einblick in Recht, Gesetz und Terraristik geben – keine Angst, es wird nicht so trocken, wie es klingt, sondern sehr interessant für Chamäleonhalter. Als Highlight hat uns außerdem die Physikerin Sarina Wunderlich von www.lichtimterrarium.de zugesagt. LEDs finden zunehmend Zuspruch in der Terraristik, nicht zuletzt, weil sich mit ihnen viel Strom sparen lässt. Sarina zeigt uns die Vorteile und Risiken von LEDs auf und geht auf die neueste Entwicklung, UV-LEDs, ein. Nach diesen beiden Vorträgen haben wir reichlich Zeit für Diskussion und Fragen eingeplant, denn es gibt sicherlich viel Gesprächsstoff. Zum Abschluss des Samstages stellt uns Rayana Vuillemain die Association Caméléon Centre Conservation (Schweiz) vor – dies ist der einzige Vortrag auf Englisch.

Am Sonntag wird es noch einmal bunt: Lars Dwinger berichtet über eine Madagaskarreise ins südliche Hochland und den zentralen Osten der Insel. Zwischen Teppichchamäleons und Reisfeldern war er genauso unterwegs wie im Regenwald von Ranomafana, wo er auf eine Vielfalt kleiner und großer Chamäleons traf. Den Abschluss macht Markus Grimm, der uns eine Übersicht zu Chamaeleo chamaeleon in seinem natürlichen Lebensraum in Europa sowie der Haltung und Nachzucht im Terrarium gibt.

Wir freuen uns sehr auf ein schönes Treffen und viele Chamäleonfreunde!

[:en]

After we were able to publish a preview of the conference programme in December last year, we now have the final conference programme. This year’s conference will take place from 05 to 07 May 2023 in the tranquil town of Boppard am Rhein. As experience shows that the weekends in Boppard are booked up quickly, we recommend that you look for a hotel or guesthouse soon. Our programme has become a nice mixture of keeping reports, general terraristics and travel reports. Friday is the traditional day for arrival and a pleasant dinner in the local restaurants.

Saturday starts with a classic husbandry and breeding report. Jean-Dominique Dufraine has been keeping Rieppeleon brevicaudatus and Archaius tigris for several years. He talks about his experiences in breeding, but also in the everyday keeping of the two species. Afterwards, Thorsten Negro will take us on a search for Parson’s Chameleons in their natural habitat in Madagascar.

In the afternoon, Oliver Witte will give us an exciting insight into law, legislation and terrarium keeping – don’t worry, it won’t be as dry as it sounds, but very interesting for chameleon keepers. As a highlight, the physicist Sarina Wunderlich from www.lichtimterrarium.de has also agreed to join us. LEDs are becoming increasingly popular in terrarium keeping, not least because they can save a lot of electricity. Sarina will show us the advantages and risks of LEDs and discuss the latest development, UV LEDs. After these two presentations, we have planned plenty of time for discussion and questions, because there will certainly be plenty to talk about. At the end of Saturday, Rayana Vuillemain will introduce us to the Association Caméléon Centre Conservation (Switzerland) – this is the only presentation in English.

Sunday will be another colourful day: Lars Dwinger will report on a Madagascar trip to the southern highlands and the central east of the island. He travelled between carpet chameleons and rice fields as well as in the rainforest of Ranomafana, where he met a variety of small and large chameleons. Markus Grimm will conclude with an overview of Chamaeleo chamaeleon in its natural habitat in Europe as well as keeping and breeding them in terrariums.

We are very much looking forward to a nice meeting and many chameleon friends!

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[:de]Genetik: Karyotyp beim Jemenchamäleon[:en]Genetics: Karyotype in the Veiled Chameleon[:]

[:de]Genetik: Karyotyp beim Jemenchamäleon[:en]Genetics: Karyotype in the Veiled Chameleon[:]

Wissenschaft

[:de]

Dass das Geschlecht beim Jemenchamäleon (Chamaeleo calyptratus) genetisch festgelegt wird, ist schon länger bekannt. Die Art verfügt über ein XX-/XY-System. Wissenschaftler aus Russland, Großbritannien, Italien und Thailand haben sich nun mit dem Karyotyp der Art beschäftigt, also den Eigenschaften der Chromosomen.

Der wahrscheinlich ursprünglichste Karyotyp aller Chamäleons ist 2n= 36. Dabei hatte dieses „Urchamäleon“ sechs Paare metazentrischer Makrochromosomen und zwölf Paare Mikrochromosomen, besonders kleine Chromosomen. Das Jemenchamäleon dagegen hat eine geringere Chromosomenzahl, nämlich nur 2n=24. Mittels verschiedener genetischer Untersuchungsmethoden fanden die Forscher in der vorliegenden Studie heraus, dass dieser Karyotyp wahrscheinlich durch Fusionen entstand. Dabei verschmolzen offenbar zwei Mal Mikrochromosomen miteinander, und gleich vier Mal fusionierten Mikro- und Makrochromosomen. Letzteres, die sogenannte heterogene Fusion zwischen unterschiedlich großen Chromosomen, ist ungewöhnlich für Wirbeltiere. Normalerweise liegen Makro- und Mikrochromosomen an verschiedenen Plätzen im Zellkern und werden unterschiedlich schnell transkribiert und repliziert. Das Phänomen ist aber schon von Alligatoren und Schildkröten bekannt – für Chamäleons ist es neu.

Unklar war bisher auch, welches Chromosomenpaar beim Jemenchamäleon eigentlich für das Geschlecht zuständig ist. Bei Chamaeleo chamaeleon codiert das zweitgrößte Chromosomenpaar für das Geschlecht. Erste Mutmaßungen legen jedoch nahe, dass beim Jemenchamäleon stattdessen das fünfte Chromosomenpaar (CCA5) das Geschlechtschromosomenpaar sein könnte. Die Vermutung muss durch weitere Forschung noch validiert werden. Es steht außerdem noch zur Diskussion, welches Gen eigentlich vorwiegend für die Entwicklung der Geschlechtsorgane im Embryo verantwortlich ist – die Forschere identifizierten mindestens drei in Frage kommende Gene auf CCA5.

Identification of Iguania ancestral syntenic blocks and putative sex chromosomes in the Veiled Chameleon (Chamaeleo calyptratus, Chamaeleonidae, Iguania)
Katerina V. Tishakova, Dmitry Yu. Prokopov, Guzel I. Davletshina, Alexander V. Rumyantsev, Patricia C. M. O’Brien, Malcolm A. Ferguson-Smith, Massimo Giovannotti, Artem P. Lisachov, Vladimir A. Trifonov
International Journal of Molecular Sciences 23, Dezember 2022
DOI: 10.3390/ijms232415838

 [:en]

It has been known for some time that the sex of the Veiled chameleon (Chamaeleo calyptratus) is genetically determined. The species has an XX/XY system. Scientists from Russia, Great Britain, Italy, and Thailand have now studied the karyotype of the species, i.e. the characteristics of the chromosomes.

The probably most original karyotype of all chameleons is 2n= 36. This „primal chameleon“ had six pairs of metacentric macrochromosomes and twelve pairs of microchromosomes, particularly small chromosomes. The Veiled chameleon, on the other hand, has a smaller number of chromosomes, namely only 2n=24. Using various genetic investigation methods, the researchers in the present study found that this karyotype probably arose through fusions. Microchromosomes apparently fused with each other twice, and micro- and macrochromosomes fused no less than four times. The latter, the so-called heterogeneous fusion between chromosomes of different sizes, is unusual for vertebrates. Normally, macro- and microchromosomes are located at different locations in the cell nucleus and are transcribed and replicated at different rates. However, this phenomenon is already known from alligators and turtles – for chameleons it is new.

Until now, it was also unclear which pair of chromosomes in the Veiled chameleon is actually responsible for the sex. In Chamaeleo chamaeleon, the second largest chromosome pair codes for sex. However, initial speculation suggests that in the Veiled chameleon the fifth chromosome pair (CCA5) may instead be the sex chromosome pair. The conjecture still needs to be validated by further research. It is also still up for discussion which gene is actually predominantly responsible for the development of the sex organs in the embryo – the researchers identified at least three possible genes on CCA5.

Identification of Iguania ancestral syntenic blocks and putative sex chromosomes in the Veiled Chameleon (Chamaeleo calyptratus, Chamaeleonidae, Iguania)
Katerina V. Tishakova, Dmitry Yu. Prokopov, Guzel I. Davletshina, Alexander V. Rumyantsev, Patricia C. M. O’Brien, Malcolm A. Ferguson-Smith, Massimo Giovannotti, Artem P. Lisachov, Vladimir A. Trifonov
International Journal of Molecular Sciences 23, December 2022
DOI: 10.3390/ijms232415838[:]

[:de]Fossile Funde von Chamaeleo chamaeleon in Marokko[:en]Fossil finds of Chamaeleo chamaeleon in Morocco[:]

[:de]Fossile Funde von Chamaeleo chamaeleon in Marokko[:en]Fossil finds of Chamaeleo chamaeleon in Morocco[:]

Wissenschaft

[:de]

Aus Marokko gibt es bisher nur wenige fossile Funde von Reptilien, insbesondere Agama bibronii und Chamaeleo chamaeleon. Ärchologen des Nationalen Instituts für Archäologie und kulturelles Erbe (Institut National des Sciences de l’Archéologie et du Patrimoine, INSAP) in Rabat, Marokko, haben nun eine Übersicht über marrokanische Funde veröffentlicht.

Die Felshöhle von Ifri n’Ammar gehört zum Gebirgszug Rif, der etwa 50 km entfernt von der Nordostküste Marroko verläuft und Teil des Atlasgebirges ist. Ifri n’Ammar liegt in einem Tal südlich der Stadt Afso, an der Grenze zweier Wadis. Seit 1997 werden dort von INSAP und der Deutschen Kommission für Archäologie außereuropäischer Kulturen (KAAK) Ausgrabungen geleitet. Zwei Os präfrontale, zwei Os postorbitofrontale, drei Os maxillare (Oberkiefer), sechs Knochenstücke mit akrodonten Zähnen und drei Wirbel konnten bisher der Familie Chamaeleonidae zugeordnet werden. Die Unterscheidung zu fossilen Überresten von Agamen war dabei recht eindeutig: Agamen haben pleurodonte Zähne im vorderen Bereich des Oberiefers, Chamäleons jedoch akrodonte. Zudem unterscheiden sich Form und Lage der Nasenlöcher. Agamen verfügen außerdem nicht über die für Chamäleons typischen knöcherne Höcker und „Kämme“ auf den Schädelteilen. Da im Maghreb heute ausschießlich Chamaeleo chamaeleo als Vertreter der Chamäleons vorkommt, wurden die Fossilien dieser Art zugeschrieben.

Die Fossilien wurden allesamt in einer Schicht in drei Meter Tiefe gefunden, die der mittleren Steinzeit zugeordnet wird. Die fossilen Überreste sind also zwischen 83.000 und 171.000 Jahre alt, was wesentlich älter ist als die bisher von Chamäleons entdeckten Überreste in Marokko (Tarofalt, Guenfouda) und Algerien (Gueldaman). Die Archäologen gehen davon aus, dass zu dieser Zeit die Umgebung der Fundstelle noch baumbestandenes Gebiet gewesen sein muss.

Fraglich ist zum Teil, wie die Knochenstücke von Ifri n’Ammar an die jetzigen Fundorte gelangt sind. An einigen Knochen wurden Spuren gefunden, die auf Verdauungsvorgänge und damit darauf hindeuten, dass die dazugehörigen Chamäleons als Beutetier verzehrt wurden. Es starben also nicht alle der dort gefundenen Chamäleons eines natürlichen Todes. Als Beutegreifer kämen den Spuren nach Raubvögel und kleine Fleischfresser wie der Gundi (ein nordafrikanisches Nagetier) oder schlicht Ratten in Frage.

Agama bibronii (Sauria: Agamidae) et Chamaeleo chamaeleon (Sauria: Chamaeleonidae) d’Ifri n’Ammar (Rif oriental, Maroc)
Touria Moushine, Fethi Amani, Abdeslam Mikdad
Quaternaire 33 (03), 2022
DOI: 10.4000/quaternaire.16948[:en]

There have only been a few fossil finds of reptiles from Morocco so far, especially concerning Agama bibronii and Chamaeleo chamaeleon. Archaeologists from the National Institute of Archaeology and Cultural Heritage (Institut National des Sciences de l’Archéologie et du Patrimoine, INSAP) in Rabat, Morocco, have now published an overview of Moroccan finds.

The rock cave of Ifri n’Ammar belongs to the Rif mountain range, which runs about 50 km away from the northeast coast of Morocco and is part of the Atlas Mountains. Ifri n’Ammar is located in a valley south of the town of Afso, on the border of two wadis. Since 1997, excavations have been led there by INSAP and the German Commission for Archaeology of Non-European Cultures (KAAK). Two Os prefrontale, two Os postorbitofrontale, three Os maxillare (upper jaw), six pieces of bone with acrodont teeth, and three vertebrae could be assigned to the family Chamaeleonidae so far. The distinction from fossil remains of agamas was quite clear: agamas have pleurodont teeth in the anterior region of the maxilla, whereas chameleons have only acrodont teeth. In addition, the shape and position of the nostrils differ. Agamas also do not have the bony tubercles and „crests“ typical of chameleons. Since Chamaeleo chamaeleo is the only representative of the chameleons found in the Maghreb today, the fossils were attributed to this species.

The fossils were all found in a layer at a depth of three meters, which is assigned to the Middle Stone Age. The fossil remains are therefore between 83,000 and 171,000 years old, which is considerably older than the remains discovered so far for chameleons in Morocco (Tarofalt, Guenfouda) and Algeria (Gueldaman). The archaeologists assume that at that time the area around the site must have still been tree-covered.

It is partly questionable how the pieces of bone from Ifri n’Ammar arrived at the finding sites. Traces on some bones indicate digestion processes and thus that the associated chameleons were consumed as prey. So not all of the chameleons found there died a natural death. According to the traces, birds of prey and small carnivores such as the gundi (a North African rodent) or simply rats could be possible predators.

Agama bibronii (Sauria: Agamidae) et Chamaeleo chamaeleon (Sauria: Chamaeleonidae) d’Ifri n’Ammar (Rif oriental, Maroc)
Touria Moushine, Fethi Amani, Abdeslam Mikdad
Quaternaire 33 (03), 2022
DOI: 10.4000/quaternaire.16948[:]