[:de]Neue Verbreitungsdaten zu Rieppeleon brachyurus in Mosambik[:en]New distribution data of Rieppeleon brachyurus in Mozambique[:]

[:de]Neue Verbreitungsdaten zu Rieppeleon brachyurus in Mosambik[:en]New distribution data of Rieppeleon brachyurus in Mozambique[:]

Beobachtungen Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Rieppeleon brachyurus ist eine kleine Stummelschwanzchamäleon-Art, deren Erstbeschreibung vom Ende des 19. Jahhunderts von den Shire Highlands südlich des See Malawi berichtet. Die Art wurde seitdem in Malawi, Tansania und Mosambik gefunden. In Mosambik war sie bisher von Regen- und Galeriewäldern, sogenannten Miombo-Wäldern, bekannt. Bei Miombo-Wäldern handelt es sich um sehr offenenTrockenwälder, deren Boden nur spärlich von Gras bedeckt ist und daher einen eher savannenartigen Eindruck macht (daher auch der Begriff „Waldsavanne“). Der quer durch Mosambik verlaufende Fluss Sambesi galt bisher als natürliche Grenze für das Vorkommen von Rieppeleon brachyurus.

Herpetologen haben nun festgestellt, dass die Art auch südlich des Flusses vorkommt. Sie fanden zwei juvenile Individuen und zwei adulte Weibchen der Art in Coutada 11, einer 5000 km² großen Jagdkonzession im Herzen Mosambiks. Die Tiere wurden dort in einem Sandwald, einem seltenen tropischen Waldtyp auf Sanddünen, direkt neben einem flachen Feuchtgebiet. Diese Beobachtungen erweitern das bisher bekannte Verbreitungsgebiet der Art um rund 250 km weiter nach Süden.

Die Autoren berichten außerdem von zwei weiteren, neuen Fundorten von Rieppeleon brachyurus in Taratibu und Montepuez Rubi Mining Concession, wobei diese beiden Orte nördlich des Sambesi liegen. Bei beiden Beobachtungen wurden die Erdchamäleons in Miombo-Wald auf Höhen zwischen 250 und 400 m gefunden.

Rieppeleon brachyurus (Günther, 1893) Beardless Pygmy Chameleon First records south of the Zambezi River
W. Conradie, D. Botma, C. Nanvonnamuquitxo
African Herp News 88, 2025: 28-33
DOI: nicht verfügbar
Kostenloser Download des Artikels

Foto: Juveniles Rieppeleon brachyurus in Mosambik, fotografiert von Delport Botma, aus der oben genannten Publikation[:en]

Rieppeleon brachyurus is a small stump-tailed chameleon species, first described at the end of the 19th century from the Shire Highlands south of Lake Malawi. The species has since been found in Malawi, Tanzania and Mozambique. In Mozambique, it was previously known from rainforests and gallery forests, known as miombo forests. Miombo forests are very open dry forests with sparse grass cover, giving them a savannah-like appearance (hence the term ‘forest savannah’). The Zambezi River, which runs across Mozambique, was previously considered the natural boundary for the occurrence of Rieppeleon brachyurus.

Herpetologists have now discovered that the species also occurs south of the river. They found two juvenile individuals and two adult females of the species in Coutada 11, a 5000 km² hunting concession in the heart of Mozambique. The animals were found there in a sand forest, a rare type of tropical forest on sand dunes, right next to a shallow wetland. These observations extend the previously known range of the species by about 250 km further south.

The authors also report two further new locations where Rieppeleon brachyurus has been found, in Taratibu and Montepuez Rubi Mining Concession, both of which are located north of the Zambezi River. In both observations, the ground chameleons were found in miombo forest at altitudes between 250 and 400 m.

Rieppeleon brachyurus (Günther, 1893) Beardless Pygmy Chameleon First records south of the Zambezi River
W. Conradie, D. Botma, C. Nanvonnamuquitxo
African Herp News 88, 2025: 28-33
DOI: not available
Free download of the article

Photo: Juvenile Rieppeleon brachyurus in Mozambique, photographed by Delport Botma, from the above-mentioned publication[:]

[:de]Zwei „neue alte“ Chamäleonarten aus Madagaskar[:en]Two „new old“ chameleon species from Madagascar[:]

[:de]Zwei „neue alte“ Chamäleonarten aus Madagaskar[:en]Two „new old“ chameleon species from Madagascar[:]

Neubeschreibungen Wissenschaft

[:de]

Schon länger weiß man, dass es sich bei Calumma gallus aus dem Osten Madagaskars eher nicht nur um eine Art handelt, sondern um einen ganzen Art-Komplex. Wissenschaftler haben sich nun näher mit dem Komplex beschäftigt und neue genetische Untersuchungen veranlasst – und dabei einige Arten völlig über den Haufen geworfen.

Die Kurzfassung:

Das, was man bisher für Calumma nasutum aus Andasibe, Anosibe An’Ala und Tarzanville hielt, heißt jetzt Calumma hofreiteri. Die Weibchen sind nach wie vor nicht sicher von Calumma emelinae zu unterscheiden. Das „echte“ Calumma nasutum kommt in Regenwäldern nahe Ranomafana und Mananjary vor. Die Männchen von Calumma nasutum tragen einen deutlich größeren Nasenfortsatz, der häufig gelb gefärbt ist während die Weibchen nur eine rote Stupsnase haben. Calumma nasutum gehört übrigens zum gallus-Komplex.

Das, was man bisher für Calumma gallus hielt und im Schutzgebiet Vohimana und Umgebung vorkommt, heißt nun Calumma pinocchio. Das „echte“ Calumma gallus kommt in einem Waldfragment nahe Tarzanville, in Tsinjoarivo und mehreren kleinen Gebieten nahe Toamasina an der Ostküste Madagaskars vor. Sein Nasenfortsatz ist oben gezahnt, während der Nasenfortsatz von Calumma pinocchio glatt ist.

Towards a revision of the Malagasy chameleons of the Calumma gallus complex: Redefinition of Calumma nasutum based on a museomics approach and descriptions of two new species
Frank Glaw, Stefanie Agne, David Prötzel, Philip-Sebastian Gehring, Jörn Köhler, Michaela Preick, Fanomezana M. Ratsoavina, Nicolas Straube, Katharina Wollenberg Valero, Angelica Crottini, Miguel Vences
Salamandra 61(4): 442-466, 2025.
DOI: nicht verfügbar
Kostenloser Download des Artikels

Foto: aus der oben genannten Veröffentlichung, Calumma nasutum [:en]

It has long been known that Calumma gallus from eastern Madagascar is not just one species, but rather an entire species complex. Scientists have now taken a closer look at the complex and conducted new genetic studies – completely overturning some species classifications in the process.

The short version:

What was previously thought to be Calumma nasutum from Andasibe, Anosibe An’Ala and Tarzanville is now called Calumma hofreiteri. The females still cannot be reliably distinguished from Calumma emelinae. The ‘real’ Calumma nasutum occurs in rainforests near Ranomafana and Mananjary. The males of Calumma nasutum have a significantly larger rostral appendage, which is often yellow in colour, while the females only have a red snub nose. Calumma nasutum belongs to the gallus complex.

What was previously thought to be Calumma gallus and occurs in the Vohimana reserve and surrounding area is now called Calumma pinocchio. The ‘real’ Calumma gallus occurs in a forest fragment near Tarzanville, in Tsinjoarivo and several small areas near Toamasina on the east coast of Madagascar. Its rostral appendage is serrated at the top, while the rostral appendage of Calumma pinocchio is smooth.

Towards a revision of the Malagasy chameleons of the Calumma gallus complex: Redefinition of Calumma nasutum based on a museomics approach and descriptions of two new species
Frank Glaw, Stefanie Agne, David Prötzel, Philip-Sebastian Gehring, Jörn Köhler, Michaela Preick, Fanomezana M. Ratsoavina, Nicolas Straube, Katharina Wollenberg Valero, Angelica Crottini, Miguel Vences
Salamandra 61(4): 442-466, 2025.
DOI: not available
Free download of the article

Photo: from the above publication, Calumma nasutum [:]

[:de]Bradypodion pumilum: Doch ein Lauerjäger[:en]Cape dwarf chameleons are ambush predators[:]

[:de]Bradypodion pumilum: Doch ein Lauerjäger[:en]Cape dwarf chameleons are ambush predators[:]

Beobachtungen Wissenschaft

[:de]

Klassisch wurde lange nur zwischen zwei Varianten der Nahrungssuche unterschieden: Verfolgungsjäger (active forage) und Lauerjäger (sit and wait oder ambush foragers). Vor vielen Jahren stuften zwei Veröffentlichungen Chamäleons dann als „cruise forager“, also sich langsam durch das Gebüsch bewegende Jäger, ein. Eine Studie aus Südafrika beschäftigt sich nun damit, ob das stimmt und ob nicht weitere Faktoren zur Bewegung beitragen. Denn um den Modus der Nahrungssuche bewerten zu können, müsste man eigentlich auch Bewegung zur Regulation der Körpertemperatur, dem Ausweichen vor Fressfeinden oder Kontrahenten, der Suche nach Weibchen oder für Mate Guarding „herausrechnen“.

Dazu wurden 38 markierte (12 davon besenderte) Bradypodion pumilum über 10 Tage im April und 10 Tage im Februar begleitet. Die Chamäleons leben im Brümmer Park in Stellenbosch in der Provinz Westkap. Sie teilten sich auf in 17 männliche, 19 weibliche und 2 unbestimmte Bradypodion pumilum. Die Tiere wurden jeden Abend und jeden Morgen an den genannten Tagen mittels Telemetrie und bloßem Auge lokalisiert. Jedes Chamäleon wurde für 60 bis 180 Minuten am Stück beobachtet, wobei je zwei bis vier Beobachter sich dabei mit einem Fernglas zwischen 5 und 10 m vom zu beobachtenden Chamäleon weg befanden. Die Forscher zeichneten Bewegungen und stillsitzendes Verhalten auf und ordneten den Bewegungen jeweils die dazugehörige Motivation zu, nahmen Futteraufnahme und Schusszahlen auf.

Insgesamt kamen 171 Stunden Beobachtungszeit zusammen. Die überwiegende Zeit des Tages (über 75%) verbrachten die Bradypodion pumilum im Brümmer Park unbeweglich auf ihrem Ast. Am Morgen saßen sie sogar zu über 80% herum, wobei fast die Hälfte dieser Zeit gesonnt wurde, vermutlich um sich aufzuwärmen, und die andere Hälfte in schattiger Vegetation verbracht wurde. 26 Bradypodion pumilum fraßen im Beobachtungszeitraum insgesamt 110 Mal. Dabei fraßen sie signifikant häufiger (über 80%), wenn sie sich gerade nicht bewegten. Ein starker Faktor für Bewegung war die Interaktion mit Artgenossen – während den Beobachtungen wurde ein Männchen sogar von einem Weibchen so vertrieben, das es vom Baum fiel.

Die Autoren schließen aus ihrer Studie, dass es sich bei Bradypodion pumilum wohl doch eher um einen Lauerjäger handelt.

 A multi-index approach to assessing foraging mode: a case study using chameleons
Wade K. Stanton-Jones, Krystal A. Tolley, Jody M. Barends, Graham J. Alexander
Current Zoology, 2025, zoaf065
DOI: 10.1093/cz/zoaf065
Kostenloser Download des Artikels

Foto: Besendertes Bradypodion pumilum aus der genannten Studie[:en]

For a long time, only two types of foraging behaviour were distinguished: active foragers and sit-and-wait or ambush foragers. Many years ago, two publications classified chameleons as ‘cruise foragers’, i.e. hunters that move slowly through the bushes, stop to feed and then move on. A study from South Africa is now investigating whether this is true and whether other factors contribute to movement. In order to evaluate the mode of foraging, one would actually have to ‘factor out’ movement for regulating body temperature, evading predators or opponents, searching for females or mate guarding.

To this end, 38 tagged (12 of them radio-tagged) Bradypodion pumilum were tracked over 10 days in April and 10 days in February. The chameleons live in Brümmer Park in Stellenbosch in the Western Cape province. They were divided into 17 male, 19 female and 2 indeterminate Bradypodion pumilum. The animals were located every evening and every morning on the specified days using telemetry and the naked eye. Each chameleon was observed for 60 to 180 minutes at a time, with two to four observers using binoculars from a distance of 5 to 10 metres from the chameleon being observed. The researchers recorded movements and stationary behaviour and assigned the corresponding motivation to each movement, noting food intake and number of shots.

A total of 171 hours of observation time was accumulated. Bradypodion pumilum spent most of the day (over 75%) stationary on their branches in Brümmer Park. In the morning, over 80% of them were sitting around, with almost half of this time spent sunbathing, presumably to warm up, and the other half spent stationary in shady vegetation. During the observation period, 26 Bradypodion pumilum fed a total of 110 times. They ate significantly more often (over 80%) when they were not moving. A strong factor for movement was interaction with conspecifics – during the observations, one male was even chased away by a female, causing it to fall from the tree.

The authors conclude from their study that Bradypodion pumilum is more likely to be a ambush hunter.

A multi-index approach to assessing foraging mode: a case study using chameleons
Wade K. Stanton-Jones, Krystal A. Tolley, Jody M. Barends, Graham J. Alexander
Current Zoology, 2025, zoaf065
DOI: 10.1093/cz/zoaf065
Free article download

Photo: Bradypodion pumilum tagged with a transmitter from the study mentioned above[:]

[:de]Vortrag in Frankfurt über Äthiopien[:en]Presentation in Frankfurt about Ethiopia[:]

[:de]Vortrag in Frankfurt über Äthiopien[:en]Presentation in Frankfurt about Ethiopia[:]

Reiseberichte Vorträge Wissenschaft

[:de]

Der Herpetologe Dr. Arthur Tiutenko von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hält am Freitag, den 26. September 2025 einen bilderreichen Vortrag über einen sehr speziellen Wald in  Äthiopien.

Der Harenna-Wald, der sich entlang des Südhangs des Bale-Gebirges im Süden Äthiopiens erstreckt, ist eines der letzten Waldgebiete am Horn von Afrika und der größte noch verbliebene Regenwald des afrikanischen Festlandes. Er ist nicht nur die Heimat des Arabica-Kaffees, sondern beherbergt auch zahlreiche andere endemische Pflanzen- und Tierarten, von denen viele noch nicht wissenschaftlich entdeckt und beschrieben sind. Die Herpetofauna des Harenna-Waldes umfasst mehr als 40 Arten, darunter die beiden großen äthiopischen Vipern – Bitis harenna und Bitis parviocula. Die Lebensräume dieser Tiere und das gesamte Ökosystem werden durch Überbevölkerung und zunehmende wirtschaftliche Nutzung zerstört. Sogar die Zukunft der offiziell geschützten Teile des Waldes sieht schwarz aus. Umso wichtiger ist es, Wissen über die Arten zu erlangen, die im Wald noch leben, bevor es zu spät ist. Arthur Tiutenko hat den Harenna Wald in zehn Expeditionen erkundet, über deren Ergebnisse er in diesem Vortrag berichtet.

Dr. Arthur Tiutenko Harenna Forest, Äthiopien – 12 Jahre Expeditionen in den letzten Regenwald am Horn von Afrika
DGHT Stadtgruppe Frankfurt
Zooschule des Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
Vortragsbeginn 19.00 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr über das Ausgangstor am Haupteingang Alfred-Brehm-Platz (Tor zwischen Zoo-Shop und Zoogesellschaftshaus)

Foto: Trioceros balebicornutus, fotografiert von Arthur Tiutenko auf einer seiner Reisen[:en]

On Friday, 26 September 2025, herpetologist Dr Arthur Tiutenko from Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg will give a lecture accompanied by numerous images about a very special forest in Ethiopia.

The Harenna Forest, which stretches along the southern slopes of the Bale Mountains in southern Ethiopia, is one of the last remaining forest areas in the Horn of Africa and the largest remaining rainforest on the African mainland. It is not only home to Arabica coffee, but also to numerous other endemic plant and animal species, many of which have not yet been scientifically discovered and described. The herpetofauna of the Harenna Forest includes more than 40 species, including the two large Ethiopian vipers – Bitis harenna and Bitis parviocula. The habitats of these animals and the entire ecosystem are being destroyed by overpopulation and increasing economic exploitation. Even the future of the officially protected parts of the forest looks bleak. This makes it all the more important to gain knowledge about the species that still live in the forest before it is too late. Arthur Tiutenko has explored the Harenna Forest in ten expeditions, the results of which he reports on in this lecture.

Dr. Arthur Tiutenko Harenna Forest, Ethiopia – 12 years of expeditions into the last rainforest in the Horn of Africa [German]
DGHT Stadtgruppe Frankfurt
Zoo school of Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
Lecture begins at 7 p.m., doors open at 6:30 p.m. via the exit gate at the main entrance on Alfred-Brehm-Platz (gate between the zoo shop and the zoo society building).

Photo: Trioceros balebicornutus, photographed by Arthur Tiutenko on one of his travels[:]

Chamäleon-Literatur abzugeben

Chamäleon-Literatur abzugeben

Abzugeben AG Interna

Ein langjähriges AG-Mitglied hat uns dankenswerterweise eine ganze Reihe Chamäleon- und Reptilienbücher und -paper zur Verfügung gestellt, die zu Gunsten der AG Chamäleons nun abgegeben werden. Darunter sind einige sehr alte Schätze und viele vergriffene Ausgaben von Büchern sowie alte Publikationen, teils im Original. Alle Bücher und Paper können ggf. per Post verschickt werden, Versand kommt auf den Preis obendrauf. Bitte bei Interesse eine E-Mail an info@agchamaeleons.de schreiben. Im Folgenden eine Liste der vorhandenen Literatur mit Informationen zum Erhaltungszustand. Fotos zu allen Stücken anbei gibt es gerne auf Anfrage oder hier.

1 Philippe Philippe de Vosjoli: Essential Care of Chameleons
Paperback, 72 Seiten, 3. Auflage von 2004, vergriffen
Preis: 10 €
Zustand: Sehr gut, innen einwandfrei, außen dezent bestoßene Ecken und Kanten

2 Wolfgang Schmidt, Klaus Tamm, Erich Wallikewitz: Chamäleons Drachen unserer Zeit
Paperback, 160 Seiten, 2. Auflage von 1996
Preis: 10 €
Zustand: Sehr gut, innen einwandfrei, außen dezent bestoßene Ecken und Kanten

3 Rolf Müller, Nicolá Lutzmann, Ulrike Walbröl: Furcifer pardalis, Das Pantherchamäleon
Paperback, 127 Seiten, 1. Auflage von 2004, vergriffen
Preis: 5 €
Zustand: fast wie neu, außen minimal bestoßene Ecken

4 Dr. Wolfgang Uthmöller: Schlangen wie ich sie sah
Hardcover, 127 Seiten, vermutlich von 1948
Preis: 20 €
Zustand: für sein Alter sehr gut, Seiten natürlich vergilbt, Schnitt und Einband stellenweise fleckig, innen im Einband Reste alter Aufkleber, Seiten selbst innen einwandfrei.

5 Joseph Nicolai Laurenti: Austriaci Viennensis Specimen medicum exhibens Synopsin Reptilium emendatam cum experimentis circa venena et antidota reptilium austriacorum
Paperback, 248 Seiten, Reprint mit englischer Übersetzung von 2005
Preis: 25 €
Zustand: wie neu

6 James B. Murphy: Chameleons: Johann von Fischer and other perspectives
Paperback, 123 Seiten, 1. Auflage von 2005
Preis: 15 €
Zustand: sehr, außen minimal bestoßene Ecken und sehr dezente Knicke, innen einwandfrei

7 Vincent A. Wagner: The life of the chameleon
Paperback, 32 Seiten, 2. Auflage von 1987
Zustand: gut bis sehr gut, Einband auf den Flächen und an den Ecken etwas bestoßen (siehe Foto), innen einwandfrei

8 Philippe de Vosjoli: True chameleons Part II, Notes on popular species, diseases and disorders
Paperback, 28 Seiten, 1. Auflage 1990, vergriffen
Preis: 15 €
Zustand: gut, Einband mit Lagerungsflecken und minimalen Knicke, innen einwandfrei

9 Philippe de Vosjoli: True Chameleons Part I Husbandry
Paperback, 36 Seiten, 1. Auflage von 1990, vergriffen
Preis: 15 €
Zustand: gut, Einband mit kleineren Flecken, Buchrücken etwas angestoßen, innen einwandfrei

10 Frank Glaw, Miguel Vences: A fieldguide to the amphibians and reptiles of Madagascar
Paperback, 480 Seiten, 2. Auflage von 1994
Preis: 5 €
Zustand: sehr gut, Kanten und Ecken bestoßen, innen einwandfrei

11 Krystal Tolley, Marius Burger: Chameleons of Southern Africa
Paperback, 100 Seiten, 1. Auflage von 2007
Preis: 15 €
Zustand: fast wie neu, Ecken und Kanten minimal bestoßen

12 Michaela Jötzlaff: Das Helmchamäleon Chamaeleo (Trioceros) hoehnelli
Paperback, 63 Seiten, 1. Auflage von 2008
Preis: 5 €
Zustand: wie neu, innen mit Widmung mit Namen versehen

13 Rudolf Malkmus: Die Amphibien und Reptilien Portugals, Madeiras und der Azoren
Paperback, 98 Seiten, 1. Auflage von 1995
Preis: 15 €
Zustand: sehr gut, kleinere Flecke auf dem Einband und Schnitt, innen einwandfrei

14 Francois LeBerre, R.D. Bartlett, Patricia Bartlett: The Chameleon Handbook
Paperback, 128 Seiten, 2. Auflage von 2000
Preis: 15 €
Zustand: wie neu, Preisaufkleber auf der Rückseite des Einbands

15 R.D. Bartlett, Patricia Bartlett: Chameleons, a complete pet owner’s manual
Paperback, 103 Seiten, 1. Auflage von 1995
Preis: 10 €
Zustand: sehr gut, Ecken und Kanten etwas bestoßen, Buchrücken ausgeblichen

16 Günther Masurat: Vermehrung von Chamäleons
Hardcover, 143 Seiten, 1. Auflage von 2005
Preis: 15 €
Zustand; sehr gut, Ecken minimal bestoßen, innen wie neu

17 Gaston-Francois de Witte: Les Caméléons de l’Afrique Centrale
Paperback, > 200 Seiten, vermutlich 1. Auflage von 1965, vergriffen
Preis: 50 €
Zustand: sehr gut, Buchrücken ausgeblichen, Kanten minimal bestoßen, auf erster Seite innen mit Bleistift Notizen, innen einwandfrei

18 E.-R. Brygoo: Faune de Madagascar, XXXIII Reptiles Sauriens Chamaeleonidae Genre Chamaeleo
Paperback, 318 Seiten, 1. Auflage von 1971
Preis: 40 €
Zustand: Gut, Einband vergilbt, Kanten des Buchrückens deutlich bestoßen, der Rückseite des Einbands fehlen beide Ecken; innen völllig einwandfrei

19 Philippe de Vosjoli, Gary Ferguson: Care and Breeding of Chameleons
Paperback, 128 Seiten, 12. Auflage von 1995, vergriffen
Preis: 15 €
Zustand: gut bis sehr gut, Einband v.a. an Ecken und Kanten bestoßen und mit kleinen Rissen und Knicken, Buchrücken verblichen, innen einwandfrei

20 Rolf Müller, Wolfgang Schmidt: Stummelschwanzchamäleons der Gattung Rieppeleon
Paperback, 95 Seiten, 1. Auflage von 2008
Preis: 10 €
Zustand: sehr gut, Kanten stellenweise bestoßen, auf der ersten Seite eine Widmung der Autoren, sonst innen einwandfrei

21 Fitzinger’s Systema Reptilium
Paperback, 115 Seiten, Reprint von 1973, vergriffen
Preis: 30 €
Zustand: auf erster Seite innen kleine Notiz mit Bleistift, sonst einwandfrei; Buchrücken etwas ausgeblichen, Ecken und Kanten leicht bestoßen

22 Henkel, Schmidt: Amphibien und Reptilien Madagaskars, der Maskarenen, Seychellen und Komoren
Hardcover, 312 Seiten, 1. Auflage von 1995
Preis: 10 €
Zustand: gut bis sehr gut, Ecken etwas bestoßen, Einband ausgeblichen, innen einwandfrei

23 J.E. Gray’s The Zoological Miscellany
Paperback, 90 Seiten 1. Auflage von 1971
Preis: 10 €
Zustand: gut bis sehr gut, Buchrücken und Teile des Einbands verfärbt/verblichen, sonst einwandfrei

24 William R. Branch, Aaron M. Bauer: The herpetological contributions of Sir Andrew Smith
Paperback, 85 Seiten, 1. Auflage von 2005
Preis: 15 €
Zustand: wie neu

25 Charles Klaver, Wolfgang Böhme: Phylogeny and classification of the Chamaeleonidae (Sauria) with special reference to hemipenis morphology
Paperback, 64 Seiten, 1. Auflage von 1986
Zustand: kleine Beschädigung am Buchrücken, Buchrücken verblichen, sonst sehr gut

26 Robert Mertens, Willi Henning, Heinz Wermuth: Das Tierreich, eine Zusammenstellung und Kennzeichnung der rezenten Tierformen
Paperback, 38 Seiten, 1. Auflage von 1966
Zustand: sehr gut, Ecken und Kanten bestoßen, Bleistiftnotiz auf der ersten Seite, sonst innen einwandfrei

27 A. E. Gunther: The miscellaneous autobiographical manuscripts of John Edward Gray (1800-1875)
Paperback, 245 Seiten, 1. Auflage von 1980
Preis: 10 €
Zustand: gut bis sehr gut, Bleistiftnotiz auf Einband, Einband mit kleineren Knicken und Flecken, innen einwandfrei

28 A.S. Rand: Notes on the Chamaeleo bitaeniatus complex
Paperback, 30 Seiten, 1. Auflage von 1963
Preis: 10 €
Zustand: sehr gut, kleinere Flecken unten auf Einband, Rücken verblichen, Ränder dito, innen einwandfrei

29 Robert Mertens: Das Chamäleon der Insel Pemba
2 Seiten von 1964
Preis: 10 €
Zustand: sehr gut, minimale Knicke am oberen Rand

30 Separate of a paper published by The international Trust for Zoological nomenclature on behalf of the international commission on zoological nomenclature
3 Seiten geklammert, von 1971
Preis: 10 €
Zustand: sehr gut, Einband mit Knick in oberer Ecke und sehr kleinen Flecken

31 Prof. Dr. Robert Mertens: Lebendgebärende Dreihorn-Chamäleons
Heft 7/8 Natur und Volk von 1949, 5 Seiten
Preis:
Zustand: sehr gut, dezente Knicke, innen einwandfrei

32 Thomas Barbour: Two new species of chameleons
Proceedings of the biological society of Washington, Vol. XVI, 1903, 1 Seite
Preis: 15 €
Zustand: sehr gut

33 Zoologischer Anzeiger vom 10. April 1893
Preis: 25 €
Zustand: sehr gut, Titelseite mit Stempel und handschriftlicher Notiz, sonst einwandfrei für das Alter

34 A. Stanley Rand: A new subspecies of Chamaeleo jacksonii Boulenger and a key to the species of three-horned chameleons
Breviora, Museum of Comparative Zoology Nr. 99, 4 Seiten von 1958
Preis: 15 €
Zustand: sehr gut, Notiz auf Titelseite rechts oben, dezente Knicke

35 Claudia Schnieper, Max Meier: Das Chamäleon, Meisterschütze und Verwandlungskünstler
Hardcover, 40 Seiten, 2. Auflage 1988
Preis: 5 €
Zustand: sehr gut, minimale Flecke am Einband, dezente Verfärbungen der Seitenränder innen

36 Friedrich Wilhelm Henkel, Wolfgang Schmidt: Agamen im Terrarium
Hardcover, 151 Seiten, 1. Auflage von 1997
Preis: 10 €
Zustand: sehr gut, zwei Ecken des Einbands deutlich angestoßen, winziger Riss im Buchrücken, sonst einwandfrei

37 Martin Eisentraut: Im Schatten des Mongo-ma-loba
Hardcover, 240 Seiten, 1. Auflage 1982
Preis: 5 €
Zustand: gut bis sehr gut, Einband ausgeblichen mit kleineren Knicken, Ecken etwas bestoßen, kleine Bleistiftnotiz auf erster Seite, innen einwandfrei

38 Gunther Köhler: Inkubation von Reptilieneiern
Hardcover, 205 Seiten, 1. Auflage von 1997
Preis: 10 €
Zustand: gut bis sehr gut, Einband deutlich verblichen, sonst einwandfrei

39 Kameleon Vereniging Nederland: Kameleons, een fascinerende hobby
Paperback, 96 Seiten, Lacerta 64-5/6 von 2006
Preis: 5 €
Zustand: sehr gut, Ecken und Kanten minimal bestoßen

40 Martin Eisentraut: Die Wirbeltierfauna von Fernando Poo und Westkamerun
Bonner Zoologische Monographien Nr. 3, 1973
Preis: 20 €
Zustand: gut bis sehr gut, Einband stellenweise verblichen, Kanten und Ecken bestoßen

41 Annals of the South African Museum Cape Town, Vol. 61, 1973
Paperback, 160 Seiten
Preis: 40 €
Zustand: gut, Einband mit diversen Knicken und Flecken, innen einwandfrei

42 Herpetozoa 18(3/4) von 2005
Paperback, Seite 97-208
Preis: 20 €
Zustand: wie neu

44 E.-R. Brygoo: Faune de Madagacar 47, Reptiles Sauriens Chamaeleonidae: Genre Brookesia et complement pour le genre Chamaeleo
Paperback, 174 Seiten, von 1978
Preis: 35 €
Zustand: sehr gut, Knick und kleiner Riss im Buchrücken, innen einwandfrei

45 Linda J. Davison: Chameleons, their care and breeding
Paperback, 112 Seiten, Auflage von 1997
Preis: 25 €
Zustand: sehr gut, Widmung der Autorin auf der ersten Seite (ohne Namensnennung), dezenter Knick rechts oben, Einband mit diversen sehr kleinen Flecken

46 Draco Terraristik-Themenheft Madagaskar
Nr. 19, Jahrgang 5, 3-2004; Paperback, 96 Seiten
Preis: 15 €
Zustand: wie neu

47 Draco Terraristik-Themenheft Chamäleons
Nr. 1/2000, Jahrgang 1(1), 96 Seiten
Preis: 20 €
Zustand: wie neu

49 Verenigingsblad van de Kameleonvereniging Nederland Nr. 1, 2004
28 Seiten
Preis: 5 €
Zustand; gut bis sehr gut, gelocht und Umschlag etwas vergilbt, innen einwandfrei

50 Abhandlungen der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, Nr. 442
Robert Mertens: Herpetologische Ergebnisse einer Reise nach Kamerun
Paperback, 60 Seiten, 1938
Preis: 35 €
Zustand: sehr gut für das Alter, Einband mit sehr kleinem Riss oben, Rücken bestoßen, unten fehlt ein kleines Stück, darüber ist der Rücken eingerissen, Einband und Seiten mit Vergilbungen an den Rändern, erste Seite innen mit kleinen Flecken, alles übrige innen einwandfrei

51 Edourd R. Brygoo, Charles P. Blanc, Charles A. Domergue: Notes sur les Brookesia de Madagascar, III. Brookesia karchei n. sp. du massif de Marojezy
Paperback, 3 Seiten, von 1970
Preis: 20 €
Zustand: kleine Flecken auf erster und letzter Seite, alle Seiten mit Falte mittig, Ecken und Kanten dezent bestoßen

52カメレオンの本―図鑑&飼育・繁殖マニュアル (The Book of the Chameleon: Photographs and Breeding manual, auf Japanisch)
Paperback, 160 Seiten, von 1998
Preis: 25 €
Zustand: Ecken und Kanten minimal bestoßen, Rückseite dezent vergilbt

[:de]Einfluss von Straßen auf das Europäische Chamäleon[:en]Impact of roads on the European chameleon[:]

[:de]Einfluss von Straßen auf das Europäische Chamäleon[:en]Impact of roads on the European chameleon[:]

Wissenschaft

[:de]

Auf der iberischen Halbinsel ist das Europäische Chamäleon (Chamaeleo chamaeleon) zwar lokal verbreitet, sein Lebensraum wird jedoch im Bereich der dicht besiedelten Küste vielfach von Straßen durchschnitten. Biologen der Universität von Málaga (Spanien) haben kürzlich untersucht, ob und wie sich stark frequentierte Straßen auf das Verhalten und die Populationsdichte des Europäischen Chamäleons auswirkt.

Sie untersuchten ein Studiengebiet in Privatbesitz in der Provinz Málaga im Süden Spanien, das sich am Rand der Autobahn A7 befindet. Die A7 hat ein hohes Verkehrsaufkommen mit täglich rund 43.121 Autos. Das Studiengebiet bestand aus aufgegebenen Oliven- und Mandelhainen, aber vor allem großen Gebieten mit Buschland aus gelbem Ginster und ginsterähnlichen Gewächsen wie Lavendel, Fenchel und grünen Zwergpalmen.

Die Biologen teilten das Studiengebiet in fünf je 225 m breite Felder ein, die unterschiedlich weit von der A7 entfernt waren. Nachts wurde dann mit Taschenlampen nach Chamäleons gesucht. Geschlecht, Saison, Gewichte und Position gefundener Chamaeleo chamaeleon wurden aufgenommen und ihr Vorkommen statistisch ausgewertet. Zusätzlich wurde notiert, in welcher Vegetation die Tiere sich befanden und ob Nahrung verfügbar war. Um die Verfügbarkeit von Arthropoden besser einschätzen zu können, wurden diese mit Fallen gefangen und gezählt.

Insgesamt konnten 148 adulte und 92 juvenile Chamaeleo chamaeleo gefunden werden, wobei 592 Kontrollpunkte ohne Chamäleonbeobachtungen blieben. Es fiel auf, dass die Populationsdichte von Chamaeleo chamaeleon in den Feldern, die am weitesten von der A7 entfernt lagen, am höchsten war. Nur 24,3% der adulten Chamäleons wurde in direkter Nähe zur Autobahn entdeckt, 62,2% dagegen befanden sich in den am weitesten von der Autobahn entfernten Bereichen. In den beiden Feldern direkt an der Autobahn fanden sich dazu passend auch die wenigstens Jungtiere. Die Chamäleons scheinen also von der Autobahn gestört zu sein und ziehen sich aus deren Nähe zurück. Das Angebot an Arthropoden, also potenziellem Futter), war in allen fünf Bereichen jedoch vergleichbar groß. Interessanterweise stellte sich außerdem heraus, dass mehr Chamäleons in Bereichen mit weniger Sträuchern vorkamen. Das spricht dafür, dass Chamaeleo chamaeleo Lebensräume mit sehr dichtem Gestrüpp eher meidet.

Die Ergebnisse der Studie passen zu denen bei anderen Reptilien, die unter anderem die sogenannte Road-effect zone beschreiben. Dabei handelt es sich um das Phänomen, das gerade und über weite Strecken verlaufende Straßen auch dann zu sehr viel ungeeignetem Lebensraum führen, wenn sie „nur“ schmale Säume haben, die von den Tieren vermieden werden. Die Länge der Straße und die Vielzahl der Straßen kann dann trotzdem den Lebensraum einer Art extrem stark beschneiden oder verkleinern. Diese Erkenntnis ist für das Europäische Chamäleon neu und für den Artenschutz wichtig.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Gebiete mit hoch frequentierten Straßen in weniger als 500 bis 675 m Entfernung für Chamaeleo chamaeleon ungeeignete Lebensräume darstellen.

Effects of habitat characteristics in an anthropized landscape on the spatial behavior and abundance of a common chameleon (Chamaeleo chameleon) population
M.A. Farfán, J. Duarte, D. Romero, L. Colorado-Pedrero, P. García-Quevedo, R. Arroyo-Morales, F. Dìaz-Ruiz
Conservation Science and Practice 2025: e70070.
DOI: 10.1111/csp2.70070
Kostenloser Download des Artikels[:en]

Although the European chameleon (Chamaeleo chamaeleon) is locally widespread on the Iberian Peninsula, its habitat is often cut through by roads in densely populated coastal areas. Biologists at the University of Málaga (Spain) recently investigated whether and how busy roads affect the behaviour and population density of the European chameleon.

They studied a privately owned study area in the province of Málaga in southern Spain, located on the edge of the A7 motorway. The A7 has a high volume of traffic, with 43,121 cars passing through every day. The study area consisted of abandoned olive and almond groves, but mainly large areas of scrubland with yellow broom and broom-like plants such as lavender, fennel and green dwarf palms.

The biologists divided the study area into five 225-metre-wide fields, each at different distances from the A7 motorway. At night, they searched for chameleons using torches. The sex, season, weight and position of any Chamaeleo chamaeleon found were recorded and their occurrence statistically evaluated. In addition, they noted the type of vegetation in which the animals were found and whether food was available. In order to better assess the availability of arthropods, these were caught in traps, identified and counted.

A total of 148 adult and 92 juvenile Chamaeleo chamaeleo were found, with 592 control points remaining without chameleon observations. It was noticeable that the population density of Chamaeleo chamaeleon was highest in the fields furthest away from the A7 motorway. Only 24.3% of adult chameleons were discovered in the immediate vicinity of the motorway, while 62.2% were found in the areas furthest from the motorway. Accordingly, the two fields directly adjacent to the motorway also had the fewest juveniles. The chameleons therefore appear to be disturbed by the motorway and retreat from its vicinity. However, the availability of arthropods (i.e. potential food) was comparable in all five areas. Interestingly, it was also found that more chameleons were present in areas with fewer shrubs. This suggests that Chamaeleo chamaeleo tends to avoid habitats with very dense undergrowth.

The results of the study are consistent with those for other reptiles, which describe, among other things, the so-called road effect zone. This is the phenomenon whereby straight roads running over long distances lead to a large amount of unsuitable habitat, even if they ‘only’ have narrow verges that are avoided by the animals. The length of the road and the number of roads can still severely restrict or reduce the habitat of a species. This finding is new for the European chameleon and important for species conservation. The authors conclude that areas with highly frequented roads less than 500 to 675 metres away are unsuitable habitats for Chamaeleo chamaeleon.

Effects of habitat characteristics in an anthropized landscape on the spatial behavior and abundance of a common chameleon (Chamaeleo chameleon) population
M.A. Farfán, J. Duarte, D. Romero, L. Colorado-Pedrero, P. García-Quevedo, R. Arroyo-Morales, F. Dìaz-Ruiz
Conservation Science and Practice 2025: e70070.
DOI: 10.1111/csp2.70070
Free download of the article[:]

[:de]Vortrag in Dingolfing über Chamäleons[:en]Presentation in Bavaria about chameleons[:]

[:de]Vortrag in Dingolfing über Chamäleons[:en]Presentation in Bavaria about chameleons[:]

Haltungsberichte Reiseberichte Vorträge

[:de]

Das langjährige AG-Mitglied Nicolá Lutzmann aus Heidelberg hält am Samstag, den 20. September 2025 einen interessanten Vortrag über Chamäleons.

Er berichtet bei diesem Vortrag über abenteuerliche Chamäleon-Beobachtungen im Freiland, sowie über die artgerechte Haltung der hochspezialisierten Echsen im Terrarium. Die faszinierenden Reptilien sind bekannt für ihre einzigartige Fähigkeit des Farbwechsels, ihre unabhängig voneinander beweglichen Augen und ihre blitzschnelle Schleuderzunge, mit der sie Insekten fangen.

Dr. Nicolá Lutzmann Chamäleons: Freilandbeobachtungen und die Haltung im Terrarium
DGHT Regionalgruppe Niederbayern
Restaurant Aurora
Klausenweg 15
84152 Mengkofen
Vortragsbeginn 20.00 Uhr, gemeinsames Essen ab 18.30 Uhr[:en]

Long-standing AG member Nicolá Lutzmann from Heidelberg will give an interesting lecture on chameleons on Saturday, 20 September 2025. In this lecture, he will report on adventurous chameleon observations in the wild, as well as on the species-appropriate keeping of these highly specialised lizards in terrariums. These fascinating reptiles are known for their unique ability to change colour, their independently movable eyes and their lightning-fast forked tongue, which they use to catch insects.

Dr. Nicolá Lutzmann Chameleons: Outdoor observations and keeping them in a terrarium [German]
DGHT regional group lower Bavaria
Restaurant Aurora
Klausenweg 15
84152 Mengkofen
Lecture begins at 8 p.m., dinner together from 6.30 p.m.[:]

[:de]Neue Daten zu Furcifer campani in Ankaratra (Madagaskar)[:en]New data about Furcifer campani in Ankaratra (Madagascar)[:]

[:de]Neue Daten zu Furcifer campani in Ankaratra (Madagaskar)[:en]New data about Furcifer campani in Ankaratra (Madagascar)[:]

Wissenschaft

[:de]

Zwei madagassische Biologen haben sich kürzlich mit der aktuellen Lage des Chamäleons Furcifer campani im Schutzgebiet Ankaratra beschäftigt. Ankaratra liegt rund 80 km südlich der Hauptstadt Antananarivo im zentralen Hochland, unweit der Kleinstadt Ambatolampy. Das Schutzgebiet erstreckt sich über Höhen von 1601 bis 2656 m und deckt dichten Regenwald, Pinienforst und Savannen mit Gebieten ähnlich einer Heidelandschaft ab. Die Durchschnittstemperaturen liegen in der Trockenzeit (Juli) bei 11,9°C, in der Regenzeit (Januar) bei 17,9°C.

Die Studie wurde mittels sogenanntem Distance sampling durchgeführt. Dabei werden an unterschiedlichen Orten innerhalb des Studiengebiets je drei Linien von 50 m Länge gezogen, die jeweils 25 m entfernt voneinander liegen. Nach einer Wartezeit von 24 h gingen die beiden Biologen die Transekte in der Nacht mit Taschenlampen ab und suchten nach Chamäleons. Die Fundhöhe sowie das Geschlecht der aufgefundenen Chamäleons wurde notiert. Außerdem wurde beurteilt, ob sich das Tier in einem stark zerstörten Habitat befand oder nicht (Brandrodung in den letzten 4-5 Jahren).

Die Ergebnisse der Studie ergeben eine Populationsdichte von Furcifer campani in Ankaratravon 19,06 Individuen pro ha in wenig zerstörten Lebensräumen sowie 12,62 Individuen pro ha in stark zerstörten Habitaten. Ungefähr die Hälfte der Transekte befanden sich dabei in stark durch Brandrodung zerstörten Lebensräumen. Furcifer campani war nachts auf Höhen zwischen 4 cm und 3 m über dem Boden zu finden. Im Durchschnitt befanden sich die Chamäleons mit 47 cm gegenüber 40 cm in unzerstörten Lebensräumen etwas weiter oben in der Vegetation schlafend.

Die beiden Autoren machten in Ankaratra zwei große Gefahren für Furcifer campani aus: Zum einen Brandrodung, die allerdings in zweifacher Hinsicht ein Problem darstellt. Nicht nur zerstört Brandrodung durch den Menschen geeigneten Lebensraum unwiderbringlich, die Autoren fanden auch an Brandverletzungen verstorbene Furcifer campani während ihrer Studie. Als zweite große Bedrohung machten die Autoren die Pinienforste innerhalb des Schutzgebietes aus. Pinien wurden dort an vielen Stellen zur späteren Abholzung angepflanzt. Sie breiten sich aber auch außerhalb des ursprünglich dafür angedachten Gebietes aus und greifen auf andere Lebensräume über. Furcifer campani bevorzugt jedoch den Aufenthalt in Savannen, die in Ankaratra vor allem aus Philippia und Helichrysum-Gräsern besteht, und kann mit den Pinienforsten nichts anfangen. Eine nennenswerte Entnahme von Tieren für den internationalen Handel findet in den letzten Jahren nicht mehr statt und wird daher nicht als akute Bedrohung gesehen.

Habitat quality and roost preference of jewelled chameleon (Furcifer campani) in Ankaratra highlands, central Madagascar
Rodlis Raphali Andriantsimanarilafy, Joseph Christian Randrianantoandro
Scientific Reports in Life Sciences 6(3), 2025: 33-40.
DOI:  10.5281/zenodo.16895177
Kostenloser Download des Artikels

Foto: Furcifer campani auf Madagaskar, fotografiert von Thorsten Negro[:en]

Two Madagascan biologists recently studied the current situation of the jewelled chameleon (Furcifer campani) in the Ankaratra reserve. Ankaratra is located around 80 km south of the capital Antananarivo in the central highlands, not far from the small town of Ambatolampy. The reserve extends over altitudes of 1601 to 2656 m and covers dense rainforest, pine forest and savannahs with areas similar to heathland. Average temperatures are 11.9°C in the dry season (July) and 17.9°C in the rainy season (January).

The study was conducted using a method known as distance sampling. This involves drawing three lines, each 50 metres long and 25 metres apart, at different locations within the study area. After a waiting period of 24 hours, the two biologists walked the transects at night with torches and searched for chameleons. The perch height and sex of the chameleons found were noted. In addition, an assessment was made as to whether or not the animal was in a severely destroyed habitat (= slash-and-burn in the last 4-5 years).

The results of the study show a population density of Furcifer campani in Ankaratra of 19.06 individuals per hectare in habitats with little destruction and 12.62 individuals per hectare in habitats with severe destruction. Approximately half of the transects were located in habitats severely destroyed by slash-and-burn practices. Furcifer campani was found at night at heights between 4 cm and 3 m above the ground. On average, the chameleons slept slightly higher up in the vegetation at 47 cm compared to 40 cm in undisturbed habitats.

The two authors identified two major threats to Furcifer campani in Ankaratra: firstly, slash-and-burn farming, which poses a double problem. Not only does slash-and-burn irretrievably destroy suitable habitat, but the authors also found Furcifer campani that had died from burn injuries during their study. The authors identified the pine forests within the protected area as the second major threat. Pine trees were planted there in many places for later logging. However, they are also spreading outside the area originally intended for them and encroaching on other habitats. Furcifer campani prefers to live in savannahs, which in Ankaratra consist mainly of Philippia and Helichrysum grasses, and cannot thrive in pine forests. There has been no significant removal of animals for international trade in recent years and this is therefore not considered an acute threat.

Habitat quality and roost preference of jewelled chameleon (Furcifer campani) in Ankaratra highlands, central Madagascar
Rodlis Raphali Andriantsimanarilafy, Joseph Christian Randrianantoandro
Scientific Reports in Life Sciences 6(3), 2025: 33-40.
DOI:  10.5281/zenodo.16895177
Free article download

Picture: Furcifer campani in Madagascar, photographed by Thorsten Negro[:]

[:de]Vortrag in Leipzig über Madagaskar[:en]Presentation in Leipzig about Madagascar[:]

[:de]Vortrag in Leipzig über Madagaskar[:en]Presentation in Leipzig about Madagascar[:]

Reiseberichte Vorträge

[:de]

Thomas Hofmann zeigt am Mittwoch, 03. September 2025 in Leipzig (Sachsen) einen bilderreichen Vortrag über Madagaskar. Die Insel im Indischen Ozean ist das Mekka für herpetologisch interessierte Reisende. Über 90% der hier vorkommenden Reptilien und Amphibien ist endemisch – es gibt sie nirgendwo sonst auf der Welt. Unter den Endemiten sind nicht nur sehr viele Chamäleons, sondern auch viele andere herpetologische Highlights.

Thomas Hofmann Streifzüge durch den Nordwesten, Westen und „Mittleren Osten“ Madagaskars
DGHT Stadtgruppe Leipzig
Gaststätte Neumann
Strelitzer Straße 1
04157 Leipzig
Veranstaltungsbeginn 19.00 Uhr[:en]

On Wednesday, 3 September 2025, Thomas Hofmann will give a lecture rich in images about Madagascar in Leipzig (Saxony). The island in the Indian Ocean is a mecca for travellers interested in herpetology. Over 90% of the reptiles and amphibians found here are endemic – they exist nowhere else in the world. Among the endemic species are not only a large number of chameleons, but also many other herpetological highlights.

Thomas Hofmann Excursions through the north-west, west and ‘Middle East’ of Madagascar [German]
DGHT Stadtgruppe Leipzig
Restaurant Neumann
Strelitzer Straße 1
04157 Leipzig
Start of the event 7 p.m.[:]

[:de]Vortrag in Bargteheide über Madagaskar[:en]Presentation in Hamburg about Madagascar’s chameleons[:]

[:de]Vortrag in Bargteheide über Madagaskar[:en]Presentation in Hamburg about Madagascar’s chameleons[:]

Reiseberichte Vorträge

[:de]

Lars Dwinger Mitglied der AG Chamäleons, zeigt am Samstag, den 06. September 2025 einen ausführlichen Vortrag über seine diesjährige Reise nach Madagaskar.

Gemeinsam mit dem Team von Tanalahorizon und dem Herpetologen Dr. Frank Glaw machte er sich auf in den Nordosten Madagaskars. Eine ganze Woche verbrachte das Team im Gebirgsregenwald von Marojejy, um dort unbeschriebene Chamäleonarten zu finden, zu dokumentieren und – dank permits- auch zu sammeln. Eine fantastische Erfahrung mit zahlreichen unerwarteten Highlights! Im Anschluss an diese Schweiß treibende, aber was Chamäleons angeht sehr erfolgreiche Expedition ging es in den Tieflandregenwald von Bobangira direkt am Indischen Ozean. Dieser Teil der Insel ist dank seiner schlechten Erreichbarkeit – was der Vortrag bestens darstellt – praktisch unerforscht und beherbergt neben einer Vielzahl an Schlangen weitere unbeschriebene Chamäleons. Aber nicht nur Chamäleonfreunde werden bei diesem Vortrag auf ihre Kosten kommen, auch andere Reptilien und Amphibien werden zahlreich in tollen Fotos gezeigt.



Lars Dwinger Der Gipfel von Marojejy und der Galeriewald von Bobangira – zwei nahezu unerforschte Herping-Paradiese
50. Jubiläum und VDA Bezirkstag
Ganztagszentrum
Am Markt 2
22941 Bargteheide
Vortragsbeginn 14.00 Uhr

Foto: Palleon lolontany, fotografiert von Markus Bartels auf ebendieser Reise[:en]

Lars Dwinger, member of the Chameleon Working Group, will give a detailed presentation on his trip to Madagascar this year on Saturday, 6 September 2025.

Together with the Tanalahorizon team and herpetologist Dr. Frank Glaw, he set off for north-eastern Madagascar. The team spent a whole week in the mountain rainforest of Marojejy to find, document and – thanks to permits – also collect undescribed chameleon species. A fantastic experience with numerous unexpected highlights! Following this sweat-inducing but, as far as chameleons are concerned, very successful expedition, the team headed to the lowland rainforest of Bobangira, right on the Indian Ocean. This part of the island is practically unexplored due to its poor accessibility – as the lecture clearly illustrates – and is home to a large number of snakes and other undescribed chameleons. But it’s not just chameleon lovers who will get their money’s worth at this lecture; other reptiles and amphibians are also shown in numerous fantastic photos.

Lars Dwinger The summit of Marojejy and the gallery forest of Bobangira – two virtually unexplored herping paradises [German]
50th Jubilee and VDA regional day
Ganztagszentrum
Am Markt 2
22941 Bargteheide
Presentation begins at 2 p.m.

Picture: Palleon lolontany, photographed by Markus Bartels on this very trip[:]