[:de]Pantherchamäleon auf Wertstoffhof entsorgt[:en]Panther chameleon disposed of at recycling centre[:]

[:de]Pantherchamäleon auf Wertstoffhof entsorgt[:en]Panther chameleon disposed of at recycling centre[:]

Abzugeben Allgemeines

[:de]

Einem glücklichen Zufall hat ein Pantherchamäleon in Bayern sein Leben zu verdanken. Ein verantwortungsloser Halter setzte das wechselwarme Tier in einer kalten Styroporbox auf dem Wertstoffhof Eichenau aus. Ein aufmerksamer Passant, der gerade selbst Kartons zum Wertstoffhof brachte, hörte Kratzgeräusche und öffnete die Box. Sofort wurde die Auffangstation für Reptilien in München verständigt, die das unterkühlte Chamäleon aufnahm und nun weiter versorgt. Das Tier wurde offenbar in letzter Zeit nicht medizinisch versorgt.

Es steht zu hoffen, dass der ursprüngliche Halter ermittelt werden kann und einer entsprechenden Strafe entgegensieht. In einigen Fällen erfüllt das Aussetzen von Tieren sogar einen Straftatbestand – in diesem Fall war mit dem Tod des Reptils zu rechnen. „Lucifer“, wie das Pantherchamäleon getauft wurde, hatte einfach Glück – und hofft demnächst auf ein tolles neues Zuhause mit mehr Verantwortungsbewusstsein. Interessenten können sich bei der Auffangstation melden.

Nachtrag 03.03.2025: Tatsächlich hat sich der Fall wohl etwas anders abgespielt. Der angebliche Finder des ausgesetzten Pantherchamäleons entpuppte sich inzwischen als der ursprüngliche Besitzer des Tieres, der es loswerden wollte. Es wurde Anzeige erstattet.

Fotos: Das aufgefundene Tier, fotografiert von und in der Auffangstation für Reptilien, München[:en]

A panther chameleon in Bavaria owes its life to a lucky coincidence. An irresponsible owner abandoned the animal in a cold polystyrene box at the Eichenau recycling centre. An attentive passer-by, who was taking cardboxes to the recycling centre himself, heard scratching noises and opened the lonesome box. The reptile rescue centre in Munich was informed immediately, which took in the hypothermic chameleon and is now looking after it. The animal had obviously not received any medical care recently.

It is to be hoped that the original owner can be identified and faces an appropriate penalty. In some cases, the abandonment of animals even constitutes a criminal offence – in this case, the reptile was likely to die. ‘Lucifer’, as the panther chameleon was named, was simply lucky – and will soon be hoping for a great new home with a greater sense of responsibility. Anyone interested can contact the rescue centre.

Addendum 03.03.2025: The case actually played out a little differently. The alleged finder of the abandoned panther chameleon has since turned out to be the original owner of the animal. A report has been filed.

Photos: The animal found, photographed by and at the reptile rescue centre, Munich

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[:de]Vortrag in Neunkirchen über Futtertiere[:en]Presentation in Frankfurt about feeders[:]

[:de]Vortrag in Neunkirchen über Futtertiere[:en]Presentation in Frankfurt about feeders[:]

Bucherscheinungen Vorträge

[:de]

Als zweites in ihrer Vortragsreihe 2025 hat die Regionalgruppe Saar-Pfalz gleich zwei Vortragende für Freitag, den 07. Februar 2025 eingeladen. Quasi noch druckfrisch, da erst zum Ende des letzten Jahres im Natur und Tier-Verlag erschienen, wollen uns die beiden erfolgreichen Terrarianer Walter Wiest und Stefan Greff von ihren Buchprojekt und ihren effizienten Futtertierzuchten berichten. Hochwertige Futtertiere sind das A und O für die erfolgreiche Haltung und Nachzucht räuberischer Süßwasserfische, Amphibien, Reptilien, Wirbelloser, Kleinsäuger sowie insektenfressender Vögel. Abwechslung ist dabei für eine gesunde Ernährung essenziell. Sicherstellen lässt sich eine solche vielseitige Versorgung der gepflegten Tiere am besten, indem man wirbellose Futtertiere selbst vermehrt. Wie das ohne viel Aufwand gelingt und auch Spaß macht, beschreiben die langjährig erfahrenen Züchter in ihrem Praxis Ratgeber, welchen sie uns an diesem Abend vorstellen werden.

Stefan Greff & Walter Wiest Lebendfutterzucht für Hobbyisten at home
DGHT Regionalgruppe Saar-Pfalz
Zooschule des Zoo Neunkirchen
Zoostraße 25
66538 Neunkirche

Vortragsbeginn 19.00 Uhr

Bild: Das neu erschienene Buch der beiden Autoren, NTV-Verlag[:en]

To kick off its 2025 lecture series, the regional group Saar-Pfalz has invited two speakers for Friday, 07 February 2025. The two successful terrarium keepers Walter Wiest and Stefan Greff will be talking about their book project and their efficient feeders breeding programme, which was only published by Natur und Tier-Verlag at the end of last year. High-quality feeders are essential for the successful keeping and breeding of predatory freshwater fish, amphibians, reptiles, invertebrates, small mammals and insectivorous birds. Variety is essential for a healthy diet. The best way to ensure such a varied diet for the animals you keep is to breed invertebrates yourself. In their practical guidebook, which they will present to us this evening, the experienced breeders describe how this can be done without much effort and is also fun.

Stefan Greff & Walter Wiest Breeding feeders at home [German]
DGHT Regional group Saar-Pfalz
Zoo school of Zoo Neunkirchen
Zoostraße 25
66538 Neunkirche
Lecture starts at 7.00 pm

Picture: The newly published book by the two authors, NTV-Verlag[:]

[:de]Chamaeleo gracilis in Nechisar (Äthiopien)[:en]Chamaeleo gracilis in Nechisar (Ethiopia)[:]

[:de]Chamaeleo gracilis in Nechisar (Äthiopien)[:en]Chamaeleo gracilis in Nechisar (Ethiopia)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Innerhalb der letzten hundert Jahre hat der Mensch den Wald Äthiopiens von etwa 40% der Fläche auf nur noch 2,36% reduziert. Trotzdem ist über die herpetologische Fauna des Landes immer noch stellenweise wenig bekannt. Wissenschaftler aus Ägypten, den USA und Äthiopien haben kürzlich eine Übersichsstudie in einem Nationalpark durchgeführt.

Der Nationalpark Nechisar liegt im Südwesten Äthiopiens auf der Linie des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, über 500 km südlich der Hauptstadt Addis Abeba. Necisar verfügt über eine Fläche von 514 km², die im Norden und Süden von zwei Seen, im Osten vom Amaraogebirge und im Westen von der Stadt Arbaminch begrenzt wird. In Nechisar ist es das ganze Jahr über sehr heiß mit nur wenig Niederschlag.

Insgesamt zwei Expeditionen während der Regen- und zwei während der Trockenzeit wurden durchgeführt. Dabei wurden Transekte mit einer Gesamtlänge von 290 km bei neun Metern Breite abgelaufen, 230 km davon in Graslandschaft und steinigem Gelände, 60 km im Wald und entlang der Seeufer. Neben manueller Suche mit dem bloßen Auge wurden kleine Fallgruben und Abdeckbleche genutzt.

Insgesamt konnten 34 Arten von Reptilien gefunden werden, darunter auch Chamaeleo gracilis. Die Art wurde zwei Mal entdeckt. Beide Chamäleons befanden sich bei Fund in der Nähe verschiedener Flüsse, eines im Buschland und eines im Wald.

Survey of reptiles in Nechisar National Park, Southern Ethiopia
Samy A. Saber, Fikirte Gebresenbet, Afework Bekele, Eman N. Salama
Russian Journal of Herpetology 31(5): 291-301
DOI: 10.30906/1026-2296-2024-31-5-293-301[:en]

Over the last hundred years, humans have reduced Ethiopia’s forest cover from around 40% to just 2.36%. Despite this, little is still known about the country’s herpetological fauna in some places. Scientists from Egypt, the USA and Ethiopia recently carried out a survey study in a national park.

Necisar National Park is located in south-west Ethiopia on the line of the Great Rift Valley, more than 500 kilometres south of the capital Addis Ababa. Necisar covers an area of 514 square kilometres, bordered to the north and south by two lakes, to the east by the Amarao Mountains and to the west by the town of Arbaminch. Nechisar is very hot all year round with very little rainfall.

A total of two expeditions were carried out during the rainy season and two during the dry season. Transects with a total length of 290 km and a width of nine metres were covered, 230 km of which were in grassland and stony terrain, 60 km in the forest and along the lakeshore. In addition to manual searches with the naked eye, small pitfall traps and cover plates were used.

A total of 34 species of reptiles were found, including Chamaeleo gracilis. The species was discovered twice. Both chameleons were found near different rivers, one in the scrubland and one in the forest.

Survey of reptiles in Nechisar National Park, Southern Ethiopia
Samy A. Saber, Fikirte Gebresenbet, Afework Bekele, Eman N. Salama
Russian Journal of Herpetology 31(5): 291-301
DOI: 10.30906/1026-2296-2024-31-5-293-301[:]

[:de]Vortrag in Frankfurt über Futtertiere[:en]Presentation in Frankfurt about feeders[:]

[:de]Vortrag in Frankfurt über Futtertiere[:en]Presentation in Frankfurt about feeders[:]

Bucherscheinungen Vorträge

[:de]

Zum Start ihrer Vortragsreihe 2025 hat die DGHT Stadtgruppe Frankfurt gleich zwei Vortragende für Freitag, den 17. Januar 2025 eingeladen. Quasi noch druckfrisch, da erst zum Ende des letzten Jahres im Natur und Tier-Verlag erschienen, wollen uns die beiden erfolgreichen Terrarianer Walter Wiest und Stefan Greff von ihren Buchprojekt und ihren effizienten Futtertierzuchten berichten. Hochwertige Futtertiere sind das A und O für die erfolgreiche Haltung und Nachzucht räuberischer Süßwasserfische, Amphibien, Reptilien, Wirbelloser, Kleinsäuger sowie insektenfressender Vögel. Abwechslung ist dabei für eine gesunde Ernährung essenziell. Sicherstellen lässt sich eine solche vielseitige Versorgung der gepflegten Tiere am besten, indem man wirbellose Futtertiere selbst vermehrt. Wie das ohne viel Aufwand gelingt und auch Spaß macht, beschreiben die langjährig erfahrenen Züchter in ihrem Praxis Ratgeber, welchen sie uns an diesem Abend vorstellen werden.

Stefan Greff & Walter Wiest Lebendfutter selber züchten
DGHT Stadtgruppe Frankfurt
Zooschule des Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
Vortragsbeginn 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr

Bild: Das neu erschienene Buch der beiden Autoren, NTV-Verlag[:en]

To kick off its 2025 lecture series, the DGHT Frankfurt city group has invited two speakers for Friday, 17 January 2025. The two successful terrarium keepers Walter Wiest and Stefan Greff will be talking about their book project and their efficient feeders breeding programme, which was only published by Natur und Tier-Verlag at the end of last year. High-quality feeders are essential for the successful keeping and breeding of predatory freshwater fish, amphibians, reptiles, invertebrates, small mammals and insectivorous birds. Variety is essential for a healthy diet. The best way to ensure such a varied diet for the animals you keep is to breed invertebrates yourself. In their practical guidebook, which they will present to us this evening, the experienced breeders describe how this can be done without much effort and is also fun.

Stefan Greff & Walter Wiest Breeding feeders on your own [German]
DGHT City group Frankfurt
Zoo school of Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
Lecture starts at 7.00 pm, admission from 6.30 pm

Picture: The newly published book by the two authors, NTV-Verlag[:]

[:de]Vortrag in Hamburg über Madagaskars Chamäleons[:en]Presentation in Hamburg about Madagascar’s chameleons[:]

[:de]Vortrag in Hamburg über Madagaskars Chamäleons[:en]Presentation in Hamburg about Madagascar’s chameleons[:]

Reiseberichte Vorträge

[:de]

Wenn das kein spannender und hochinteressanter Auftakt für das neue Vortragsjahr ist ist! Falk Eckhardt, langjähriges Mitglied der AG Chamäleons, zeigt am Freitag, den 10. Januar 2025 einen ausführlichen Vortrag über die Chamäleons Madagaskars.

Wohl kaum eine andere Echsenfamilie dürfte so bekannt sein wie die Chamäleons. Das liegt vor allem an ihren vielen Besonderheiten, wie den voneinander unabhängig beweglichen Augen, dem schnellen Farbwechsel, der Schleuderzunge, den zangenähnlich umgeformten Füßen und dem Greifschwanz. Madagaskar gilt als das Zentrum der Artenvielfalt dieser Familie. Beinahe die Hälfte aller Chamäleonarten, darunter auch die weltweit kleinste und größte Art, leben auf dieser Insel. Aktuell gibt es ca. 100 Arten auf Madagaskar, die sich auf vier Gattungen aufteilen. Vertreter der beiden ursprünglichen Gattungen Brookesia und Palleon sind überwiegend klein, bräunlich und halten sich meist in Bodennähe auf. Ihre Fähigkeit zum Farbwechsel ist begrenzt und ihr Schwanz eher kurz. Die beiden weiteren Gattungen Calumma und Furcifer hingegen zeigen alle klassischen Merkmale des „typischen“ Chamäleons.

In seinem Vortrag wird Falk auf die Verbreitung und Lebensweise der madagassischen Chamäleons eingehen. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Kurzlebigkeit einiger Arten gerichtet, mit der sich Falk auch beruflich längerfristig beschäftigt hat. Aber auch die Bedeutung der Chamäleons in der madagassischen Kultur wird thematisiert. Das klingt wahrlich nach einem wunderbaren Chamäleon-Abend!

Falk Eckhardt Chamäleons Madagaskars
DGHT Landesverband Hamburg
Vereinsstätte „Am Sportplatzring“
Sportplatzring 47
22527 Hamburg
Vortragsbeginn 20.00 Uhr

Foto: Furcifer labordi Weibchen, fotografiert vom Referenten[:en]

If that’s not an exciting and highly interesting start to the new lecture year! On Friday 10 January 2025, Falk Eckhardt, a long-standing member of the Chameleons Working Group, will be giving a detailed talk on the chameleons of Madagascar.

Hardly any other lizard family is as well known as the chameleons. This is mainly due to their many special features, such as their independently movable eyes, rapid colour change, sling tongue, pincer-like feet and prehensile tail. Madagascar is considered the centre of species diversity in this family. Almost half of all chameleon species, including the world’s smallest and largest species, live on this island. There are currently around 100 species on Madagascar, divided into four genera. Representatives of the two original genera Brookesia and Palleon are predominantly small, brownish in colour and usually stay close to the ground. Their ability to change colour is limited and their tail is rather short. The two other genera Calumma and Furcifer, on the other hand, show all the classic characteristics of the ‘typical’ chameleon.

In his lecture, Falk will discuss the distribution and lifestyle of Madagascan chameleons. Special attention will also be paid to the short lifespan of some species, which Falk has also worked with professionally over a longer period of time. The importance of chameleons in Malagasy culture will also be discussed. That really sounds like a wonderful chameleon evening!

Falk Eckhardt Madagascar’s chameleons [German]
DGHT regional group Hamburg
Clubhouse „Am Sportplatzring“
Sportplatzring 47
22527 Hamburg
Presentation starts at 8.00 p.m.

Picture: Furcifer labordi female, photographed by the presenter[:]

[:de]Woran sterben Chamäleons in Zoos?[:en]What kills chameleons in zoos?[:]

[:de]Woran sterben Chamäleons in Zoos?[:en]What kills chameleons in zoos?[:]

Tiermedizin Wissenschaft

[:de]

Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität Montréal (Frankreich) haben kürzlich die Todesursachen bei in Zoos gehaltenen Chamäleons zwischen 2011 und 2022 untersucht. Über das Zoological Information Management System (ZIMS) wurden Zoos gesucht, die aktuell Chamäleons halten oder seit 2011 hielten. Fragebögen wurden an insgesamt 245 Zoos verschickt. In den Fragebögen wurde die Zahl, Art und Geschlecht gehaltener Chamäleons abgefragt, außerdem ausgesuchte Haltungsbedingungen (kühlste und wärmste Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Fütterung) und Sektionsergebnisse.

Rund 1000 Chamäleons 36 verschiedener Arten werden derzeit in Zoos weltweit gehalten. 65 der befragten Zoos nahmen an der Studie teil, wovon immerhin 48 regelmäßig Sektionen an Chamäleons durchführten. Jedoch konnten nur 29 der teilnehmenden Zoos Sektionsergebnisse vorlegen. Insgesamt wurden 412 Pathologiebefunde von 14 verschiedenen Chamäleonarten ausgewertet. Unter den gehaltenen Arten waren Brookesia stumpffi, Brookesia superciliaris, Chamäleons des Genus Brookesia ohne Artangabe, Calumma parsonii, Chamaeleo calyptratus, Chamaeleo chamaeleon, Furcifer lateralis, Furcifer oustaleti, Furcifer pardalis, Rieppeleon brevicaudatus, Trioceros melleri, Trioceros montium und Trioceros quadricornis. Am häufigsten wurden Pantherchamäleons gehalten (226 Tiere).

Die statistische Auswertung ergab, dass mit 46,8% die meisten Chamäleons in den teilnehmenden Zoos an infektiösen Erkrankungen starben. Zu den infektiösen Erkrankungen wurden dabei Septikämien, aber auch Entzündungen von Maulhöhle, Lunge, Leber und Nieren sowie Darm gezählt. Fast 20% der infektiösen Erkrankungen fielen auf den Bereich der Maulhöhle. Bei den Bakterien kamen Enterococcus und Pseudomonas am häufigsten vor. Bei den Pilzen waren Nannizziopsis einschließlich CANV, Fusarium und Metarhizium vertreten. Gut ein Drittel der Sektionsberichte gab zusätzlich Parasitosen an, wobei diese sowohl als Todesursache als auch als Zufallsbefund vorkamen. Kokzidien und Trematoden sowie diverse Nematoden waren hier oft vorhanden. Als zweithäufigste Todesursache in den teilnehmenden Zoos wurden mit 11,4% nichtinfektiöse Nierenerkrankungen angegeben. Nur knapp dahinter rangierten mit 10,7% der Fälle Erkrankungen des Reproduktionstraktes, darunter Legenot und Eidottercoelomitis.

Entgegen der ersten Annahme der Autoren zeigte sich kein Zusammenhang zwischen den abgefragten Haltungsparametern im Terrarium und dem Vorkommen von Nierenerkrankungen. Grundlegend gab es eine Tendenz zu vermehrten Nierenerkrankungen in Ländern, in denen die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit generell niedriger lag.

Evaluation of mortality causes and prevalence of renal lesions in zoo-housed chameleons: 2011-2022
Amélie Aduriz, Isabelle Lanthier, Stéphane Lair, Claire Vergnau-Grosset
Journal of Zoo and Wildlife Medicine 55(2), 2024
DOI: 10.1638/2023-0023

Foto: Pantherchamäleon auf Madagaskar, fotografiert von Alex Negro[:en]

Scientists at the University of Veterinary Medicine Montréal (France) recently analysed the causes of death in chameleons kept in zoos between 2011 and 2022. The Zoological Information Management System (ZIMS) was used to search for zoos that currently keep chameleons or have kept them since 2011. Questionnaires were sent to a total of 245 zoos. The questionnaires asked about the number, species and sex of chameleons kept, as well as selected husbandry conditions (coolest and warmest temperatures, humidity, feeding) and dissection results.

Around 1000 chameleons of 36 different species are currently kept in zoos worldwide. 65 of the zoos surveyed took part in the study, 48 of which regularly carried out dissections on chameleons. However, only 29 of the participating zoos were able to provide dissection results. A total of 412 pathological findings from 14 different chameleon species were analysed. Among the species kept were Brookesia stumpffi, Brookesia superciliaris, chameleons of the genus Brookesia without species identification, Calumma parsonii, Chamaeleo calyptratus, Chamaeleo chamaeleon, Furcifer lateralis, Furcifer oustaleti, Furcifer pardalis, Rieppeleon brevicaudatus, Trioceros melleri, Trioceros montium and Trioceros quadricornis. Panther chameleons were kept most frequently (226 specimens).

The statistical analysis showed that most of the chameleons in the participating zoos died of infectious diseases (46.8%). Infectious diseases included septicaemia, but also inflammation of the oral cavity, lungs, liver, kidneys and intestines. Almost 20% of the infectious diseases were in the area of the oral cavity. The most common bacteria were Enterococcus and Pseudomonas. Among the fungi, Nannizziopsis including CANV, Fusarium and Metarhizium were represented. A good third of the necropsy reports also indicated parasitoses, with these occurring both as a cause of death and as an incidental finding. Coccidia and trematodes as well as various nematodes were often present. The second most common cause of death in the participating zoos was non-infectious kidney diseases (11.4%). This was closely followed by diseases of the reproductive tract, including egg loss and egg yolk coelomitis, which accounted for 10.7% of cases.

Contrary to the authors‘ initial assumption, there was no correlation between the surveyed husbandry parameters in the cages and the incidence of kidney disease. Basically, there was a tendency towards an increased incidence of kidney disease in countries where the average humidity was generally lower.

Evaluation of mortality causes and prevalence of renal lesions in zoo-housed chameleons: 2011-2022
Amélie Aduriz, Isabelle Lanthier, Stéphane Lair, Claire Vergnau-Grosset
Journal of Zoo and Wildlife Medicine 55(2), 2024
DOI: 10.1638/2023-0023

Photo: Panther chameleon in Madagascar, photographed by Alex Negro[:]

[:de]Interessenten für Nachzuchtprojekt mit Chamaeleo calyptratus calcarifer gesucht[:en]Interested parties wanted for breeding project with Chamaeleo calyptratus calcarifer[:]

[:de]Interessenten für Nachzuchtprojekt mit Chamaeleo calyptratus calcarifer gesucht[:en]Interested parties wanted for breeding project with Chamaeleo calyptratus calcarifer[:]

Abzugeben Projekte

[:de]

Die größere Unterart des Jemenchamäleons, Chamaeleo calyptratus calcarifer, aus der Tihama auf der arabischen Halbinsel hat in den letzten Jahren eher wenig Beachtung in der Terraristik erhalten. So wundert es nicht, dass Notizen zu dieser Unterart in der aktuellen Literatur nicht besonders häufig sind und es auch an Haltungs- und Nachzuchtberichten mangelt. Sophie Obermaier, Mitglied der AG Chamäleons aus Berlin, möchte das gerne ändern und die Art langfristig nachzüchten. Sie selbst hat einige adulte Tiere der Art und bereits über 50 Eier, die derzeit inkubiert werden. Wer Erfahrungen mit der Unterart gemacht hat, sich selbst gerne mit der Haltung einiger Tiere beteiligen oder Jungtiere für wissenschaftliche Arbeiten übernehmen möchte, ist herzlich eingeladen, sich per Mail bei Sophie unter chartar.0702@gmail.com zu melden.

[:en]

The larger subspecies of the Veiled Chameleon, Chamaeleo calyptratus calcarifer, from the Tihama on the Arabian Peninsula has received little attention in the herpetoculture hobby in recent years. It is therefore not surprising that notes on this subspecies are not particularly frequent in the current literature and that there is also a lack of husbandry and breeding reports. Sophie Obermaier, a member of AG Chamäleons from Berlin, would like to change this and breed the species in the long term. She herself has several adults of the species and already has over 50 eggs that are currently being incubated. Anyone who has had experience with the subspecies, would like to participate by keeping a few animals themselves or would like to take on young animals for scientific work is cordially invited to contact Sophie by email at chartar.0702@gmail.com.

[:]

[:de]Vorträge gesucht![:en]Lectures wanted![:]

[:de]Vorträge gesucht![:en]Lectures wanted![:]

AG Interna

[:de]

Unser Tagungsprogramm für 2025 ist noch nicht gefüllt! Deshalb brauchen wir eure Mithilfe: Wir suchen Chamäleonhalter oder Reisebegeisterte, die uns im schönen Boppard am Rhein nächstes Jahr etwas über ihre Chamäleonerfahrungen berichten möchten. Ob ihr kürzlich in Malta, Uganda oder Portugal Chamäleons gefunden habt – wir wollen es wissen! Oder ihr habt seit einigen Jahren eine Chamäleonart und zum ersten Mal Nachzuchten gehabt? Ein Haltungsbericht würde uns sehr interessieren! Selbst Futtertiere oder Terrarientechnik bieten einiges an thematischer Auswahl – wer traut sich?

P.S.: Auch „Erstvortragende“ sind bei uns gerne gesehen! ;)

 

Foto: Furcifer oustaleti auf Madagaskar, fotografiert von Sharp Photography, sharpphotography.co.uk, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International[:en]

Our conference programme for 2025 is not yet full! That’s why we need your help: We are looking for chameleon keepers or travel enthusiasts who would like to tell us about their chameleon experiences next year in beautiful Boppard am Rhein. Whether you have recently found chameleons in Malta, Uganda or Portugal – we want to know! Or have you had a chameleon species for a few years and bred offspring for the first time? We would be very interested in a husbandry report! Even food animals or terrarium technology offer a lot of thematic choice – who dares?

P.S.: We also welcome ‘first-time presenters’ ;)

Photo: Furcifer oustaleti in Madagascar, photographed by Sharp Photography, sharpphotography.co.uk, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International[:]

[:de]Das Europäische Chamäleon in Belezma (Algerien)[:en]The Common Chameleon in Belezma (Algeria)[:]

[:de]Das Europäische Chamäleon in Belezma (Algerien)[:en]The Common Chameleon in Belezma (Algeria)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Das Belezma Biosphärenreservat wurde erst 2015 gegründet und liegt in der Provinz Batna im Norden Algeriens. Es überspannt eine Fläche von 262 km² in den Belezmabergen und liegt auf Höhen zwischen 915 und 2136 m üNN. Das Gelände besteht aus mediterranen Zedern-, Pinien- und Eichenwäldern, typischen Buschlandschaften (sogenannter Macchia), Klippen und nur saisonal vorhandenen Wasserläufen (sogennanten Oueds); etwa 53 km² bestehen aus Zedernwald. Bisher gab es von dort nur vereinzelte Veröffentlichungen zur Herpetofauna.  Eine aktuelle Übersichtsstudie zu dort vorkommenden Amphibien und Reptilien wurde nun von Biologen der Universität Batna erarbeitet.

Macchia im Belezma Biosphärenreservat

Die Tiere wurden ausschließlich mit dem bloßen Auge gesucht. Dabei liefen verschiedene Personen sowohl tagsüber als auch nachts unsystematisch Transekte ab, insgesamt 500 Stunden lang an 28 Orten innerhalb des Reservats. Die gefundenen Tiere wurden entweder direkt identifiziert oder fotografiert und wieder freigelassen.

Insgesamt konnten 23 Amphibien- und Reptilienarten gefunden und identifiziert werden. Chamaeleo chamaeleon wurde erstmals in Belezma nachgewiesen. Die Chamäleons wurden auf rund 1040 m in der charakteristischen Macchia sowie auf 1280 m in offenem Gelände gefunden. Die Macchia in Belezma besteht vorwiegend aus Eichen- und Olivenbäumen sowie Mastixsträuchern und phönizischem Wacholder.

Herpetofauna of Belezma Biosphere Reserve, province of Batna, northeastern Algeria
Messaoud Saoudi, Mohamed Bensaci, Abdeldjabar Necer, Houria Baazi, Zohra Nemili, Farouk Khelfaoui
African Journal of Biological Sciences 6 (15), 2024
DOI: 10.48047/AFJBS.6.15.2024.10672-10700[:en]

The Belezma Biosphere Reserve was only established in 2015 and is located in the province of Batna in northern Algeria. It covers an area of 262 km² in the Belezma Mountains and lies at altitudes between 915 and 2136 metres above sea level. The terrain consists of Mediterranean cedar, pine and oak forests, typical scrubland (so-called maquis), cliffs and only seasonal watercourses (so-called oueds); around 53 km² consist of cedar forest. So far, there have only been a few publications on the herpetofauna there. A recent overview study of the amphibians and reptiles found there has now been compiled by biologists from the University of Batna.

Maquis in Belezma Biosphere Reserve

The animals were searched for visually only. Various people walked transects unsystematically both during the day and at night, for a total of 500 hours at 28 locations within the reserve. The animals found were either identified directly or photographed and released.

A total of 23 amphibian and reptile species were found and identified. Chamaeleo chamaeleon was identified for the first time in Belezma. The chameleons were found at around 1040 metres in the characteristic shrublands and at 1280 metres in open terrain. The maquis in Belezma consists mainly of oak and olive trees as well as mastic bushes and Phoenician juniper.

Herpetofauna of Belezma Biosphere Reserve, province of Batna, northeastern Algeria
Messaoud Saoudi, Mohamed Bensaci, Abdeldjabar Necer, Houria Baazi, Zohra Nemili, Farouk Khelfaoui
African Journal of Biological Sciences 6 (15), 2024
DOI: 10.48047/AFJBS.6.15.2024.10672-10700

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[:de]Co-Sleeping bei Chamaeleo zeylanicus (Indien)[:en]Co-Sleeping in Chamaeleo zeylanicus (India)[:]

[:de]Co-Sleeping bei Chamaeleo zeylanicus (Indien)[:en]Co-Sleeping in Chamaeleo zeylanicus (India)[:]

Beobachtungen

[:de]

Eine kleine Veröffentlichung beschäftigte sich kürzlich sich mit Beobachtungen an Chamäleons in Indien. Vier Forscher waren im Bundesstaat Karnataka in Indien unterwegs und beobachteten dabei immer wieder Chamäleons in der Nacht. Gut 20 Mal seien es einzeln schlafende Tiere gewesen. Zwei Beobachtungen jedoch hoben sich von den anderen ab.

Im Juli 2021 beobachteten sie in Narasimha Betta zwei Chamaeleo zeylanicus, die weniger als fünf Zentimeter nebeneinander auf dem gleichen Ast schliefen. Ein ähnliches Bild bot sich ihnen wenig später im Juli des gleichen Jahres in Devarayana Durga, 53 km entfernt von der ersten Beobachtung. Die Chamäleons befanden sich jeweils in gut bewachsenem hügeligen Buschland, das von Gestein durchzogen war.

Leider konnten die Autoren die Geschlechter der Tiere nicht bestimmen. Da die Beobachtungen beide während des Monsuns, der Fortpflanzungssaison des Indischen Chamäleons, gemacht wurden, gehen sie von Mate Guarding aus. Dabei „bewacht“ ein Männchen ein begattetes Weibchen über mehrere Tage, um seinen Fortpflanzungserfolg zu erhöhen.

Co-Sleeping in the Indian Chameleon Chamaeleo zeylanicus Laurenti, 1768
Nitya P. Mohanty, Krishna Murthy, B.R. Ansil, Ashwin Viswanathan
Herpetology Notes 2024, 17: 679-681.
DOI: nicht vorhanden

Foto: Schlafendes Chamaeleo zeylanicus, fotografiert von Dr. Raju Kasambe, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International[:en]

A small publication recently focussed on observations of chameleons in India. Four researchers were travelling in the state of Karnataka in India and repeatedly observed chameleons at night. On a good 20 occasions, they observed single sleeping animals. However, two observations stood out from the others.

In July 2021, they observed two Chamaeleo zeylanicus sleeping less than five centimetres apart on the same branch in Narasimha Betta. A similar picture presented itself to them a little later in July of the same year in Devarayana Durga, 53 km away from the first observation. The chameleons were located in well vegetated hilly scrubland interspersed with rocks.

Unfortunately, the authors were unable to determine the sexes of the animals. As the observations were both made during the monsoon, the reproductive season of the Indian chameleon, they assume mate guarding. This involves a male ‘guarding’ a mated female for several days in order to increase his reproductive success.

Co-Sleeping in the Indian Chameleon Chamaeleo zeylanicus Laurenti, 1768
Nitya P. Mohanty, Krishna Murthy, B.R. Ansil, Ashwin Viswanathan
Herpetology Notes 2024, 17: 679-681.
DOI: not available

Photo: Sleeping Chamaeleo zeylanicus, photographed byDr. Raju Kasambe, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

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