Besenderung von Parsons Chamäleons

Besenderung von Parsons Chamäleons

Projekte Wissenschaft

Telemetrie wird seit Jahrzehnten bei Tieren genutzt, um ihren Standort und damit Bewegungsdaten zu verfolgen. Bei Chamäleons stellte sich das Besendern der Tiere selbst jedoch häufig als schwierig heraus. Für ein Feldprojekt auf Madagaskar wurden nun im Chester Zoo in Großbritannien über Monate ausprobiert, wie man Sender am geschicktesten an Parsons Chamäleons (Calumma parsonii parsonii) anbringt.

Zwei verschiedene Varianten der Anbringung wurden getestet: Einmal ein dünnes Plastikband und einmal eine Art Geschirr aus Schaumstoff, mit einem Gewicht von 4 bis 4,5 Gramm. Das  Plastikband wurde bei den Chamäleons vor den Hinterbeinen befestigt. Das Geschirr dagegen wurde über die Schultern und Arme gezogen und im Brustbereich verschlossen. Als Probanden standen ein männliches und sechs weibliche Parsons Chamäleons des Chester Zoo zur Verfügung.

Die Pfleger und Pflegerinnen wurden anschließend gebeten, die Geschirre nach sechs Kriterien zu beurteilen. Alle berichteten einstimmig, dass beide Varianten nicht zu Verhaltensänderungen geführt hatten. Insgesamt stellte sich heraus, dass die Geschirre im Brust-Schulter-Bereich besser zu verwenden waren, vor allem da auf Madagaskar später zusätzlich zum Peilsender noch ein kleiner, runder Datenlogger befestigt werden sollte.

Genau diese Geschirre wurden anschließend im östlichen Hochland Madagaskars in Vohimana verwendet, um fünf wilde Parsons Chamäleons zu besendern. Dies klappt bisher gut. Veröffentlichungen wie diese werten die gewonnenen Daten bereits aus.

Calumma parsonii: A journey with the largest chameleon on the planet. From zoo to field.
Jay Redbond, Laura Naidenov, Olivier Marquis, Sébastien Métrailler, Benjamin Drouet, Angelina Rene de Roland, Liantsoa Nourally, Joshua Fulford, Karen Lambert, Adam Trimmings, Kieran Richardson, Gerardo Garcia
British Herpetological Society Reports 7, 2026: 12-17
DOI: nicht verfügbar
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[:de]Interessenten für Nachzuchtprojekt mit Chamaeleo calyptratus calcarifer gesucht[:en]Interested parties wanted for breeding project with Chamaeleo calyptratus calcarifer[:]

[:de]Interessenten für Nachzuchtprojekt mit Chamaeleo calyptratus calcarifer gesucht[:en]Interested parties wanted for breeding project with Chamaeleo calyptratus calcarifer[:]

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[:de]

Die größere Unterart des Jemenchamäleons, Chamaeleo calyptratus calcarifer, aus der Tihama auf der arabischen Halbinsel hat in den letzten Jahren eher wenig Beachtung in der Terraristik erhalten. So wundert es nicht, dass Notizen zu dieser Unterart in der aktuellen Literatur nicht besonders häufig sind und es auch an Haltungs- und Nachzuchtberichten mangelt. Sophie Obermaier, Mitglied der AG Chamäleons aus Berlin, möchte das gerne ändern und die Art langfristig nachzüchten. Sie selbst hat einige adulte Tiere der Art und bereits über 50 Eier, die derzeit inkubiert werden. Wer Erfahrungen mit der Unterart gemacht hat, sich selbst gerne mit der Haltung einiger Tiere beteiligen oder Jungtiere für wissenschaftliche Arbeiten übernehmen möchte, ist herzlich eingeladen, sich per Mail bei Sophie unter chartar.0702@gmail.com zu melden.

[:en]

The larger subspecies of the Veiled Chameleon, Chamaeleo calyptratus calcarifer, from the Tihama on the Arabian Peninsula has received little attention in the herpetoculture hobby in recent years. It is therefore not surprising that notes on this subspecies are not particularly frequent in the current literature and that there is also a lack of husbandry and breeding reports. Sophie Obermaier, a member of AG Chamäleons from Berlin, would like to change this and breed the species in the long term. She herself has several adults of the species and already has over 50 eggs that are currently being incubated. Anyone who has had experience with the subspecies, would like to participate by keeping a few animals themselves or would like to take on young animals for scientific work is cordially invited to contact Sophie by email at chartar.0702@gmail.com.

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