[:de]Erstes Wirbeltier mit jährlicher Allochronie: Chamaeleo chamaeleon musae[:en]First vertebrate with annual allochrony: Chamaeleo chamaeleon musae[:]

[:de]Erstes Wirbeltier mit jährlicher Allochronie: Chamaeleo chamaeleon musae[:en]First vertebrate with annual allochrony: Chamaeleo chamaeleon musae[:]

Wissenschaft

[:de]

Allochronie beschreibt das Phänomen, dass zwei oder mehr Populationen einer Art zeitlich unterschiedliche Fortpflanzungszyklen haben, obwohl sie im gleichen Lebensraum vorkommen. Bei der sogenannten jährlichen Allochronie pflanzen sich die Populationen zu unterschiedlichen Jahreszeiten fort. Allochronie ist von vielen verschiedenen Arten bekannt, beispielsweise bei Insekten und Korallen, die zu verschiedenen Zeiten am Tag reproduzieren. Jährliche Allochronie dagegen ist extrem selten und bei Wirbeltieren bisher noch nie nachgewiesen worden. Zwei Wissenschaftler aus Israel haben nun bei Chamäleons dieses Phänomen erstmals festgestellt.

Sie untersuchten zwischen 2009 und 2021 an je zwei Nächten pro Monat die Chamaeleo chamaeleon musae Populationen im Holot Mash’abim Nature Reserve in Israel. Das Reservat liegt im nördwestlichen Bereich der Wüste Negev. Bei der Studie wurden die Chamäleons von einem langsam fahrenden Auto aus mit Taschenlampen entlang eines 4 km langen Weges gesucht. Gefundene Tiere wurden vermessen, das Geschlecht bestimmt, der Fundort aufgenommen und die Krallen in einer bestimmten Abfolge zur Identifikation gekürzt. Alle Tiere wurden innerhalb weniger als 20 Minuten wieder an ihrem Fundort freigelassen. Um das Alter der Tiere einzuschätzen, wurden zum einen die Zeiträume zwischen den Wiederfunden bereits markierter Tiere genutzt, aber auch ein mittels XGBoost entwickelter Algorithmus. Die Chamäleons konnten so den Altersklassen < 1 Jahr, 1-2 Jahre und > 2 Jahre zugewiesen werden. Alle Daten wurden statistisch ausgewertet.

Die erstaunlichen Ergebnisse zeigen, dass Chamaeleo chamaeleon musae wahrscheinlich in zwei voneinander durch jährliche Allochronie getrennte Population in der Wüste Negev vorkommt. In ungeraden Jahren schlüpft eine Population der Chamäleons im September. Diese Tiere überleben etwa bis November des darauffolgenden Jahres. In geraden Jahren schlüpft die zweite Population der Chamäleons, deren Tiere ebenfalls bis zum November des Folgejahrs leben. Die Lebenszeit der beiden Populationen überschneidet sich nur in einem kurzen Zeitraum, in dem gerade die eine Population schlüpft, die bereits adulten Tiere der anderen Population aber gerade Eier legen. Die fortpflanzungsfähigen Chamaeleo chamaeleon musae beider Populationen überschneiden sich damit nicht oder nur sehr selten durch sehr wenige, länger lebende Individuen.

Insgesamt konnten die Wissenschaftler 1289 Chamäleons < 1 Jahr, 231 im Alter von 1 bis 2 Jahren und 27 Chamäleons > 2 Jahre finden. Davon waren 713 Chamaeleo chamaeleon musae bereit als Jungtiere erstmalig gefangen worden, so dass deren Alter sehr gut geschätzt werden konnte. Nur 9 davon wurden im Alter zwischen 1 und 2 Jahren noch einmal wiederentdeckt. Die Überlebensrate der Schlüpflinge bis zu ihrer ersten Fortpflanzungssaison war extrem niedrig. In ungeraden Jahren lag sie bei 1%, in geraden bei 2,5%. Das erste Jahr überlebten sogar noch weniger Chamäleons, mit 0,46% und 1,3%. Beide Populationen von Chamaeleo chamaeleon musae waren im ersten und zweiten Schlupfmonat am größten, um dann zügig abzusinken. Männliche Chamäleons überlebten die erste Fortpflanzungssaison ein bisschen seltener als weibliche, insgesamt war die Überlebensrate aber bei beiden Geschlechtern ähnlich. In jedem Beobachtungsjahr tauchten die ersten Schlüpflinge zwischen Mitte September und Mitte Oktober auf, zum Ende der heißen Saison. Während der kühleren und nässeren Saison von Dezember bis März wurden deutlich weniger Chamäleons, davon die meisten Jungtiere, gefunden.

Diese sehr spannende Studie wirft natürlich viele weitere Fragen auf. Kurzlebige Chamäleons gibt es einige, doch von nur wenigen wie Furcifer labordi ist der gesamte Lebenszyklus überhaupt bekannt oder untersucht. Möglicherweise finden sich noch mehr Wirbeltiere mit jährlicher Allochronie unter den Chamäleons – das gilt es noch zu erforschen!

First evidence of yearly allochrony in a terrestrial vertebrate: A case study of an annual chameleon
Liran Sagi, Amos Bouskila
Ecology 106(6), 2025: e70144
DOI: 10.1002/ecy.70144

Foto: Chamaeleo chamaeleon, fotografiert von Markus Grimm[:en]

Allochrony describes the phenomenon that two or more populations of a species have different reproductive cycles over time, even though they occur in the same habitat. In so-called annual allochrony, the populations reproduce at different times of the year. Allochrony is known from many different species, such as insects and corals, which reproduce at different times of the day. Annual allochrony, on the other hand, is extremely rare and has never been demonstrated in vertebrates. Two scientists from Israel have now discovered this phenomenon in chameleons for the first time.

Between 2009 and 2021, they studied the Chamaeleo chamaeleon musae populations in the Holot Mash’abim Nature Reserve in Israel on two nights per month. The reserve is located in the northwestern part of the Negev desert. During the study, the chameleons were searched for from a slow-moving car with flashlights along a 4 km long path. Animals found were measured, sexed, location recorded and claws clipped in a specific sequence for identification. All animals were released at their location within less than 20 minutes. In order to estimate the age of the animals, the time periods between the recovery of previously marked animals were used, as well as an algorithm developed using XGBoost. The chameleons could thus be assigned to the age classes < 1 year, 1-2 years and > 2 years. All data was statistically analyzed.

The astonishing results show that Chamaeleo chamaeleon musae probably occurs in two populations in the Negev desert, separated by annual allochrony. In odd-numbered years, one population of chameleons hatches in September. These animals survive until about November of the following year. In even-numbered years, the second population of chameleons hatches, whose animals also live until November of the following year. The lifespans of the two populations only overlap for a short period of time, when one population is hatching and the already adult animals of the other population are laying eggs. The reproductive Chamaeleo chamaeleon musae of both populations therefore do not overlap or only very rarely due to very few, longer-lived individuals.

The scientists were able to find a total of 1289 chameleons < 1 year old, 231 aged 1 to 2 years and 27 chameleons > 2 years old. Of these, 713 Chamaeleo chamaeleon musae had already been caught for the first time as juveniles, so that their age could be estimated very well. Only 9 of these were rediscovered between 1 and 2 years of age. The survival rate of the hatchlings until their first breeding season was extremely low. In odd-numbered years it was 1%, in even-numbered years 2.5%. Even fewer chameleons survived the first year, at 0.46% and 1.3%. Both populations of Chamaeleo chamaeleon musae were highest in the first and second month of hatching and then declined rapidly. Male chameleons were slightly less likely to survive the first breeding season than females, but overall survival rates were similar for both sexes. In each year of observation, the first hatchlings emerged between mid-September and mid-October, at the end of the hot season. During the cooler and wetter season from December to March, significantly fewer chameleons, most of them juveniles, were found.

This very exciting study naturally raises many more questions. There are several short-lived chameleons, but the entire life cycle of only a few, such as Furcifer labordi, is even known or has been studied. It is possible that there are even more vertebrates with annual allochrony among the chameleons – this still needs to be researched!

First evidence of yearly allochrony in a terrestrial vertebrate: A case study of an annual chameleon
Liran Sagi, Amos Bouskila
Ecology 106(6), 2025: e70144
DOI: 10.1002/ecy.70144

Picture: Chamaeleo chamaeleon, photographed by Markus Grimm[:]

[:de]Vögel als Fressfeinde des Indischen Chamäleons[:en]Avian predators of the Indian Chameleon[:]

[:de]Vögel als Fressfeinde des Indischen Chamäleons[:en]Avian predators of the Indian Chameleon[:]

Beobachtungen Wissenschaft

[:de]

Diese Woche wurde eine Übersichtsarbeit veröffentlicht, in der ein indischer Biologe eine Reihe von Beobachtungen zusammenfasst, bei denen Vögel Chamäleons in Sri Lanka und Indien angegriffen haben. Es handelt sich dabei ausschließlich um Beobachtungen mit Chamaeleo zeylanicus, dem Indischen Chamäleon, als Beute.

Insgesamt wurde bereits sieben Vögel zwischen 2012 und 2023 dabei beobachtet, Chamaeleo zeylanicus entweder angegriffen oder auch gefressen zu haben. In Bhadreshwar am westlichen Rand Indiens konnte ein Heckenkuckuck (Centropus sinensis) dabei beobachtet werden, wie er ein Chamäleon erbeutete. Im Janbughoda Wildlife Sanctuary im Osten Indiens war es eine Wanderbaumelster (Dendrocitta vagabunda), die mit einem Chamäleon im Schnabel davonflog und dann beim Verzehr fotografiert werden konnte. In den Kolli Hills im Süden Indiens wurde ein Haubenschlangenadler (Spilornis cheela) beim Verzehr eines Indischen Chamäleons beobachtet. Drei weitere Haubenschlangenadler wurde im Wilpattu Nationalpark in Sri Lanka bei der Jagd gesehen. Eine andere Beobachtung im gleichen Nationalpark weist als Fressfeind von Chamäleons den Malabarhornvogel (Anthracoceros coronatus) aus.

Avian predators of the Indian Chameleon Chamaeleo zeylanicus
Raju Vyas
Biodiversity Observations 15, 2025: 96-98
DOI: 10.15641/bo.152

Foto: Wanderbaumelster beim Verzehr eines Indischen Chamäleons, das Foto stammt aus der genannten Publikation[:en]

This week, a review paper was published in which an Indian biologist summarizes a series of observations in which birds have attacked chameleons in Sri Lanka and India. These are exclusively observations with Chamaeleo zeylanicus, the Indian chameleon, as prey.

A total of seven birds have already been observed either attacking or eating Chamaeleo zeylanicus between 2012 and 2023. In Bhadreshwar on the western edge of India, a greater coucal (Centropus sinensis) was observed preying on a chameleon. In the Janbughoda Wildlife Sanctuary in eastern India, it was a rufous treepie (Dendrocitta vagabunda) that flew away with a chameleon in its beak and was then photographed eating it. In the Kolli Hills in southern India, a crested serpent eagle (Spilornis cheela) was observed eating an Indian chameleon. Three other crested serpent eagles were seen hunting in Wilpattu National Park in Sri Lanka. Another observation in the same national park shows the Malabar pied hornbill (Anthracoceros coronatus) as a predator of chameleons.

Avian predators of the Indian Chameleon Chamaeleo zeylanicus
Raju Vyas
Biodiversity Observations 15, 2025: 96-98
DOI: 10.15641/bo.152

Photo: Rufous treepie eating an Indian chameleon, the photo was taken from the open source publication mentioned above[:]

[:de]Vortrag in Dortmund über Kenia[:en]Presentation in Dortmund about Kenya[:]

[:de]Vortrag in Dortmund über Kenia[:en]Presentation in Dortmund about Kenya[:]

Vorträge

[:de]

Regina Liebel zeigt am Freitag, 04. Juli 2025 nahe Dortmund (Nordrhein-Westfalen) einen bilderreichen Vortrag über eine Kenia-Safari. Das Land im Osten Afrikas ist vor allem bekannt für seine „Big Five“. Dass auch die kenianische Herpetofauna einiges zu bieten hat und sich keinesfalls verstecken muss, zeigt dieser Vortrag. Regina Liebel begibt sich mit ihrern Zuhörern auf eine Reise durch fünf Nationalparks.

Regina Liebel Kenia-Safari durch fünf Nationalparks
DGHT Stadtgruppe Dortmund
Restaurant Olympia – Zur alten Post
Im alten Dorf 2
59192 Bergkamen – Weddinghofen
Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr[:en]

On Friday, 4 July 2025, Regina Liebel will be giving an illustrated talk about a Kenya safari near Dortmund (North Rhine-Westphalia). The country in East Africa is best known for its ‘Big Five’. This lecture shows that the Kenyan herpetofauna also has a lot to offer and certainly has nothing to hide. Regina Liebel takes her audience on a journey through five national parks.

Regina Liebel Kenya safari through five national parks [German]
DGHT City group Dortmund
Restaurant Olympia – Zur alten Post
Im alten Dorf 2
59192 Bergkamen – Weddinghofen
Event starts at 7.30 pm[:]

[:de]Erster Sachkundenachweis mit Schwerpunkt Chamäleons[:en]First certificate of competence with a focus on chameleons[:]

[:de]Erster Sachkundenachweis mit Schwerpunkt Chamäleons[:en]First certificate of competence with a focus on chameleons[:]

Sachkundenachweis

[:de]

Wie unsere Tagungsteilnehmer bereits wissen, bietet das VDA-/DGHT-Sachkundezentrum Ost in diesem Jahr zum ersten Mal die Möglichkeit an, einen Sachkundenachweis mit Schwerpunkt Chamäleons abzulegen. Es handelt sich dabei um den Sachkundenachweis nach §11 TschG, den jeder gewerbsmäßige oder gewerbliche Halter ablegen muss; Privathalter können ihn freiwillig ablegen und so ihre Kenntnis nachweisen. Gewerbsmäßig kann übrigens auch schnell Privathalter betreffen, die über eine gewisse Zahl Nachzuchten im Jahr oder einen gewissen Umsatz durch verkaufte Nachzuchten kommen. Die erste Schwerpunktschulung Chamäleons findet vom 10. bis 12. Oktober 2025 in Berlin in Präsenz statt. Die Anmeldung ist hier per E-Mail möglich.

[:en]

As our conference participants already know, this year for the first time the VDA-/DGHT-Sachkundezentrum Ost is offering the opportunity to take a certificate of competence with a focus on chameleons. This is the certificate of competence according to §11 TschG in Germany, which every professional or commercial keeper must take; private keepers can take it voluntarily and thus prove their knowledge. Incidentally, the definiton of commercial can also quickly apply to private keepers who have a certain number of offspring per year or a certain turnover through the sale of offspring. The first focus training course on chameleons will take place in Berlin from October 10 to 12, 2025. Registration is possible here by e-mail.

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[:de]Vortrag in Leipzig über Madagaskar[:en]Presentation in Leipzig about Madagascar[:]

[:de]Vortrag in Leipzig über Madagaskar[:en]Presentation in Leipzig about Madagascar[:]

Vorträge

[:de]

Johannes Pfleiderer zeigt am Mittwoch, 04. Juni 2025 in Leipzig (Sachsen) einen bilderreichen Vortrag über Madagaskar. Die Insel im Indischen Ozean ist das Mekka für herpetologisch interessierte Reisende. Über 90% der hier vorkommenden Reptilien und Amphibien ist endemisch – es gibt sie nirgendwo sonst auf der Welt. Unter den Endemiten sind nicht nur sehr viele Chamäleons, sondern auch die bekannten Buntfröschchen mit ihren vielen verschiedenen Vertretern.

Johannes Pfleiderer Unterwegs zu Mantella & Co. – Zoologische Reiseeindrücke aus Madagaskar
DGHT Stadtgruppe Leipzig
Gaststätte Neumann
Strelitzer Straße 1
04157 Leipzig
Veranstaltungsbeginn 19.00 Uhr[:en]Johannes Pfleiderer will be giving an illustrated lecture on Madagascar on Wednesday, June 4, 2025 in Leipzig (Saxony). The island in the Indian Ocean is a mecca for travelers interested in herpetology. Over 90% of the reptiles and amphibians found here are endemic – they are found nowhere else in the world. Among the endemics are not only many chameleons, but also the well-known colorful frogs with their many different representatives.

Johannes Pfleiderer On the way to Mantella & Co. – Zoological travel impressions from Madagascar [German]
DGHT city group Leipzig
Restaurant Neumann
Strelitzer Straße 1
04157 Leipzig
Start at 7 p.m.[:]

[:de]Invasive Pflanze tötet Chamäleons[:en]Invasive plant kills chameleons[:]

[:de]Invasive Pflanze tötet Chamäleons[:en]Invasive plant kills chameleons[:]

Beobachtungen

[:de]

Eine interessante Beobachtung machte ein Madagaskarreisender mit seinem Guide im letzten Jahr: In Ranomafana im südlichen Hochland der Insel beobachtete er zwei Mal, dass Calumma oshaughnessyi Jungtiere sich in einer invasiven Pflanze verfangen und offenbar in Folge dessen gestorben waren. Die Autoren vermuten, dass die Tiere sich nicht mehr von den kleinen, feinen Widerhaken der Pflanze lösen konnten und dadurch möglicherweise verhungerten.

Die betreffende Pflanze ist der Spanische Klee (Desmodium uncinatum), der sich heute bereits weltweit verbreitet hat. Er ist eine gute Futterpflanze für Vieh, das auf Madagaskar einen hohen Symbolwert hat. Aus Indien und Australien gibt es jedoch Fallberichte, laut denen sich Fledermäuse und andere kleine Säugetiere an den klett-ähnlichen Pflanzenstängeln verfingen und starben. Untersuchungen zu diesem Thema wären sicher spannend und insbesondere für Jungtiere von Chamäleons auch durchaus wichtig.

Natural History Notes: Calumma oshaughnessyi
Michael Nash, Patrick Adriamihaja
Herpetological Review 55(3), 2024
DOI: nicht vorhanden

Foto: aus der genannten Publikation[:en]

An interesting observation was made by a Madagascar traveler and his guide last year: in Ranomafana in the southern highlands of the island, he observed Calumma oshaughnessyi juveniles twice becoming entangled in an invasive plant and apparently dying as a result. The authors suspect that the animals were unable to free themselves from the small, fine barbs of the plant and may have starved to death as a result.

The plant in question is the Spanish clover (Desmodium uncinatum), which has already spread worldwide. It is a good fodder plant for cattle, which has a high symbolic value in Madagascar. However, there are case reports from India and Australia of bats and other small mammals becoming entangled in the Velcro-like plant stems and dying.

Natural History Notes: Calumma oshaughnessyi
Michael Nash, Patrick Adriamihaja
Herpetological Review 55(3), 2024
DOI: not available

Photo: from the publication mentioned[:]

Tagungsbericht 2025

Tagungsbericht 2025

Tagungsberichte

Vom 16. bis 18. Mai 2025 fand wieder einmal die Jahrestagung der AG Chamäleons in Boppard am Rhein statt. Traditionell trafen sich die schon freitags angereisten Chamäleonfreunde „Diverso“ in der Rheinallee zum gemütlichen und sehr leckeren Abendessen. Erfahrungsaustausch und viele Gespräche über, mit und um Chamäleons läuteten die Tagung ein.

Der Samstagmorgen begann mit dem ersten Remote-Vortrag direkt aus Berlin vor rund 35 Tagungsteilnehmern. Sophie Obermeier berichtete von den Sachkundeschulungen des VDA/DGHT-Sachkundezentrum Ost. Dort kann von Interessierten sowohl der Sachkundenachweis nach §2 TschG als auch der nach §11 für gewerbliche und – Achtung, das trifft auch auf viele Privathalter zu – gewerbsmäßige Halter absolviert werden. Sophie erklärte außerdem, weshalb jeder Chamäleonhalter einen Sachkundenachweis machen sollte – auch wenn es bisher in Deutschland keine Pflicht ist. Eine Schwerpunktschulung nur zu Chamäleons befindet sich derzeit in Planung. Nachdem die Technik nach kurzen Startschwierigkeiten einwandfrei funktionierte, gibt es schon die ersten Überlegungen, über diese Möglichkeit auf zukünftigen Jahrestagungen auch einmal Vortragende zu Wort kommen zu lassen, die auf Grund räumlicher Entfernung nicht die Möglichkeit zur persönlichen Teilnahme haben.

Im Anschluss stellte Falk Eckhardt seine Haltung von Trioceros serratus vor. Die Tiere sind – insbesondere die Weibchen – optisch nur schwer von Trioceros peretti und Triocecros wiedersheimi zu unterscheiden. Falk hatte eine Gruppe von einem anderen Halter übernommen und ebenfalls zur Nachzucht gebracht. Er stellte die Haltung in Gazegehegen mit an zwei Seiten angebrachten Korkwänden vor und ging auf Eiablage und erfolgreiche Inkubation der Eier ein. Nachdem das Herkunftsland der Art, Kamerun, seit Jahren keine Chamäleon-Exporte mehr erlaubt, ist die Terrarienpopulation von Trioceros serratus derzeit leider nicht besonders groß. Besonders ein Mangel an Weibchen lässt den langfristigen Erhalt der Art in deutschen Terrarien momentan eher unwahrscheinlich wirken. Wer Tiere der Art hält, auch einzelne, sollte sich unbedingt bei Falk melden, damit gegebenenfalls noch existente Einzeltiere vereint werden können.

 

Nach der Mittagspause ging es weiter mit einem reich bebilderten Reisevortrag von Gerd Fritzsche. Er hat schon zwei Mal die Region KwaZulu-Natal im Osten Südafrikas besucht. Seine „bucket list“ auf der letzten Reise umfasste dabei verschiedenste Zwergchamäleon-Arten, darunter Bradypodion melanocephalum, Bradypodion setaroi, Bradypodion thamnobates, Bradypodion caeroleogula und Bradypodiondracomontanum. Von Durban aus ging es mit dem Auto bis nach St. Lucia und zurück bis zu den berühmten Drakensbergen und Karkloof. Die ein oder andere Mamba wurde dabei von seinem ortskundigen, vor allem auf Schlangen spezialisierten Begleiter aus Hütten und Häusern entfernt. Und auch Nilpferde und Giraffen standen „als Beiwerk“ auf dem Reiseprogramm – wenn auch die vielfältigen Zwergchamäleons das Hauptziel der Reise waren.

Wieder zurück in die Terraristik ging es dann beim Vortrag von Jean-Dominique Dufraine. Er hält seit einiger Zeit Teppichchamäleons (Furcifer lateralis), eine kleine, aber umso farbgewaltigere Art aus dem Hochland Madagaskars. Jean-Dominique hofft, eine kleine Gruppe von Haltern zu finden, die Furcifer lateralis langfristig halten und nachzüchten möchten. Er ist besonders interessiert am Erfahrungsaustausch zu speziellen, arteigenen Anliegen wie dem „Eierwerfen“, für das Furcifer lateralis hinreichend bekannt ist. Jean-Dominique berichtet von der Erfahrung des Züchters seiner Tiere, dass die Chamäleons dann Eier im Sand vergruben, wenn das Licht einer Lampe bis zum Boden des Terrariums reichte. Mehrere Gelege sind nun im Inkubator. Es fanden sich noch vor Ort weitere Interessierte, die die Art vielleicht wieder oder erstmals pflegen möchten.

 

Der Fotowettbewerb war auch dieses Jahr wieder in zwei Kategorien unterteilt. Bei den Naturaufnahmen gewann Marko von der Osten-Ellinghaus mit seinem Foto eines erstaunlich bunten, balzenden Furcifer rhinoceratus Männchen auf Madagaskar den ersten Platz. Den zweiten Platz ergatterte Markus Bartels mit einem Foto eines Calumma parsonii parsonii der Farbvariante „green giant“, aufgenommen auf der Masoala-Halbinsel in Madagaskar. Gerd Fritzsche mit seinem Bradypodion setaroi aus St. Lucia, Südafrika, konnte den dritten Platz für sich verbuchen. In der Kategorie Terraristik gewann Gerd gleich noch einmal, diesmal allerdings den ersten Platz, mit einem sehr schönen Bradypodion damaranum. Auf den zweiten Platz schaffte es Benni Ludwig mit einem Parsons Chamäleon. Der dritte Platz wurde wegen Stimmengleichheit unter mehreren Teilnehmern ausgelost – Jean-Dominique Dufraine machte dabei das Rennen mit einem Teppichchamäleon. Die beiden Erstplatzierten erhielten je einen 50 €-Gutschein von Chimaira. Die zweiten und dritten Plätze erhielten jeweils Gutscheine über 30 bzw. 20 € von QB Insects und Der Terraristikladen. Letztere wurden vollständig für den Fotowettbewerb gesponsert, wofür wir uns herzlich bedanken möchten. Zusätzlich erhielt jeder Gewinner eine der Tagungs-Sammeltassen, die von Caro Vierbücher gestaltet werden und jedes Jahr – je nach Gewinnermotiv des Fotowettbewerbs im Vorjahr – die Chamäleonart wechseln.

Der Vortragsteil endete am Samstag mit der Mitgliederversammlung. AG-Sprecherin Dr. Alex Negro stellte in ihrem Jahresbericht vor, was das Leitungsteam in den letzten 24 Monaten auf die Beine gestellt hatte. Darunter waren unter anderem die über 120 Seiten starke CHAMAELEO 49 sowie zwei Flyer zur Mitgliederwerbung und zur Bewerbung der Nachzuchtstatistik. Aber auch Social Media und der rege genutzte Newsletter wurden weitergeführt. Die Nachzuchtstatistik, die seit 2022 intensiv beworben wurde, konnte für das Jahr 2024 erstmals seit fast 10 Jahren wieder erste Meldungen verbuchen. Nachdem Tim Vierbücher als Kassenwart zurückgetreten war, hatte Alex Negro außerdem provisorisch dessen Funktion übernommen. Sie zeigte daher auch die aktuelle finanzielle Situation der AG Chamäleon auf. Als Ziele für das kommende Jahr steht die 50. Jubiläumsausgabe der CHAMAELEO an. Außerdem ist ein Wettbewerb zur Modernisierung des inzwischen über 30 Jahre alten Logos der AG Chamäleons geplant.

Die Neuwahlen liefen dann wie erwartet schnell und unkompliziert ab: Das Leitungsteam wurde in seiner aktuellen Zusammensetzung bestätigt. Vervollständigt wird das Team aus Sprecherin und – neu, auch Schatzmeisterin – Alex Negro und den Beisitzern Jan-Benedikt Glaw, Monique Bartsch, Anne Stemper, Benjamin Ludwig und Svea Brüne außerdem nun von Lars Dwinger. Der Samstagabend klang beim gemeinsamen Pizzaessen aus.

 

Am Sonntag ging es los mit einem Vortrag über den aktuellen Stand der Chamäleonmedizin von Tierärztin Alex Negro. Sie berichtete, dass vor allem in den letzten zehn Jahren ein enormer Wissenszugewinn stattfand. Gab es Anfang der 1990er bei Gründung der AG Chamäleons nur vereinzelte Tierärzte und Tierärztinnen, die überhaupt Reptilien anschauten, so gibt es heute nicht nur über 120 auf der Liste der AG ARK gesammelte reptilienkundige Kolleginnen und Kollegen, sondern auch Referenzwerte für eine Vielzahl an Diagnostika wie Blutchemie, Blutbilder, Ultraschall, Röntgen und sogar für die Computertomographie nur für Chamäleons. Verschiedene Fallberichte aus aller Welt ergänzten den Vortrag.

Danach ging es praktischer und sehr reich bebildert weiter: Markus Bartels und Lars Dwinger berichteten von ihrer Madagaskarreise im April diesen Jahres. Sie verbrachten eine ganze Woche im Gebirgsregenwald von Marojejy im Nordosten Madagaskars, um dort zusammen mit dem Team von Tanalahorizon und Chamäleonforscher Dr. Frank Glaw unbeschriebene Arten zu finden, zu dokumentieren und – dank permits – auch zu sammeln. Im Anschluss an diese Schweiß treibende, aber was Chamäleons angeht sehr erfolgreiche Expedition ging es in den Tieflandregenwald von Bobangira direkt am Indischen Ozean. Auch dort warteten neue Entdeckungen – und eine recht beschwerliche Traktorfahrt.

 

Zum Abschluss gab es noch einige tolle Spenden an die AG:  Jutta Dwinger spendete den Erlös der von ihr verkauften, handgenähten Taschen in Höhe von 175 € . Caro Vierbücher spendete ihre Einnahmen aus dem Verkauf handbemalten Porzellans ebenfalls an die AG Chamäleons, noch einmal 184 €. Einen ganz herzlichen Dank an beide! Ein großes Dankeschön gilt natürlich auch allen Vortragenden für die interessanten, vielfältigen Beiträge und den Helfern im Hintergrund, die für das Gelingen der Tagung gesorgt haben. Und schlussendlich möchten wir uns bei Peter Sound für die Organisation der Räumlichkeiten bedanken.

Wir sehen uns 2026 in Hannover!

 

Tagungsprogramm 2025

  Freitag, 16. Mai 2025
__
19:00 Anreise und gemütliches Abendessen
Diverso, Rheinallee 47a, 56154 Boppard
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  Samstag, 17. Mai 2025
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09:30 Eintreffen am Tagungsort: Altes Rathaus, Marktplatz, 56154 Boppard
09:45 Begrüßung und Tagungsbeginn
10:00 Sophie Obermaier: Sachkundenachweis für Chamäleonhalter in Deutschland
11:00 Falk Eckhardt: Haltung und Nachzucht von Trioceros serratus
12:00 Mittagspause
14:00 Gerd Fritzsche: Streifzug durch die Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika
15:00 Jean-Dominique Dufraine: Back to the roots – Teppichchamäleons
16:00 Kaffeepause
16:30 Fotowettbewerb
17:00 Mitgliederversammlung mit Neuwahlen
  __
  Sonntag, 18. Mai 2025
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09:45 Eintreffen am Tagungsort
10:00 Alex Negro: Neues, Skurilles und Interessantes aus der Chamäleonmedizin
11:00 Lars Dwinger, Markus Bartels: Der Gipfel von Marojejy und der Galeriewald von Bobangira – zwei nahezu unerforschte Chamäleonhabitate auf Madagaskar
12:00 Verabschiedung
[:de]Erstmalig beobachtet: Uhu erbeutet Chamäleon[:en]Eagle owl captures chameleon[:]

[:de]Erstmalig beobachtet: Uhu erbeutet Chamäleon[:en]Eagle owl captures chameleon[:]

Beobachtungen Wissenschaft

[:de]

Der Uhu (Bubo bubo) ist die größte einheimische Eule Europas und hat ein großes Verbreitungsgebiet, das bis nach Griechenland reicht. Er ist nicht nur sehr anpassungsfähig, was genutzten Lebensraum angeht, sondern auch bei seiner Beute. Zu bekannten und üblichen Beutetieren zählen im Mittelmeerraum vor allem kleine bis mittlere Säugetiere und andere, kleinere Vögel. Ampihibien, Reptilien, Fische und Wirbellose wie Insekten werden zwar auch erbeutet, galten bisher aber stets eher als Notbehelf vor allem in Gegenden von Griechenland, wo ein Mangel an größeren Beutetieren herrscht.

Eine sehr spezielle Beobachtung zum Beutespektrum der Eulenart haben kürzlich griechische Autoren in der Gegend um Pylos in der westlichen Peloponnes gemacht. Im Juli 2024 beobachteten die Autoren am frühen Morgen einen Uhu bei der Jagd. Er erbeutete zu ihrer Überraschung ein Chamaeleo africanus. Dies ist die erste veröffentlichte Beobachtung, bei der ein Uhu ein Chamäleon erbeutete. Weitere Forschung darüber wäre wünschenswert, denn tatsächlich fehlt es insgesamt an Daten zum Beutespektrum von Uhus in der Peloponnes.

An exceptionally rare predation on a chameleon species (Squamata: Chamaeleonidae) by a Eurasian Eagle-Owl (Aves: Strigidae)
Apostolos Christopoulos, Luca Cornacchia, Christos Kotselis, Yiannis G. Zevgolis
Diversity 17, 2025: 333
DOI: 10.3390/d17050333

Foto: aus der genannten Publikation[:en]

The eagle owl (Bubo bubo) is the largest native owl in Europe and has a large range that extends as far as Greece. It is not only very adaptable in terms of the habitat it uses, but also in terms of its prey. Known and common prey in the Mediterranean region include small to medium-sized mammals and other smaller birds. Ampihibians, reptiles, fish and invertebrates such as insects are also preyed upon, but have always been considered more of a stopgap, especially in areas of Greece where there is a lack of larger prey.

Greek authors recently made a very special observation on the prey spectrum of the owl species in the area around Pylos in the western Peloponnese. In July 2024, the authors observed an eagle owl hunting in the early morning. To their surprise, it preyed on a Chamaeleo africanus. This is the first published observation of an eagle owl preying on a chameleon. Further research on this would be desirable, as there is a general lack of data on the prey spectrum of eagle owls in the Peloponnese.

An exceptionally rare predation on a chameleon species (Squamata: Chamaeleonidae) by a Eurasian Eagle-Owl (Aves: Strigidae)
Apostolos Christopoulos, Luca Cornacchia, Christos Kotselis, Yiannis G. Zevgolis
Diversity 17, 2025: 333
DOI: 10.3390/d17050333

Photo: from the publication mentioned[:]

[:de]Internationaler Chamäleontag[:en]International Chameleon Day[:]

[:de]Internationaler Chamäleontag[:en]International Chameleon Day[:]

Internationaler Chamäleontag

[:de]

Schon zum zweiten Mal findet der internationale Chamäleontag weltweit statt! Wildlife Madagascar hat letztes Jahr den 09. Mai dazu ausgerufen. Und die AG Chamäleons beteiligt sich selbstverständlich daran. Wir haben nur eine Woche später übrigens ein ganzes Chamäleon-Wochenende: Nämlich die Jahrestagung der AG Chamäleons, die dieses Jahr im UNESCO-Weltnaturerbe Mittelrheintal stattfindet. Kommt uns gerne besuchen! Ein ganzes Wochenende unter Chamäleonfreunden wird sicher gut!

Was habt ihr für den heutigen Tag vorbereitet?

#show your colors #internationalchameleonday #chameleonday #chameleondayMay9[:en]

International Chameleon Day is taking place worldwide for the second time! Wildlife Madagascar proclaimed 9 May last year. And the Chameleons Working Group is of course taking part. Incidentally, we have a whole chameleon weekend just one week later: Namely the annual conference of the AG Chameleons, which this year takes place in the UNESCO World Heritage Site Middle Rhine Valley. Come and visit us! A whole weekend among chameleon friends is sure to be good!

What have you prepared for today?

#show your colors #internationalchameleonday #chameleonday #chameleondayMay9[:]

[:de]Madagaskar-Riesenchamäleon frisst Teppichchamäleon[:en]Madagascar giant chameleon eats carpet chameleon[:]

[:de]Madagaskar-Riesenchamäleon frisst Teppichchamäleon[:en]Madagascar giant chameleon eats carpet chameleon[:]

Beobachtungen Wissenschaft

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Aus der Hauptstadt Madagaskars, Antananarivo, berichten drei Autoren von einer interessanten Beobachtung. In der Nähe von Akamasoa beobachteten sie ein männliches Furcifer oustaleti, das gerade dabei war, ein anderes Chamäleon zu verschlingen. Das Tier war nicht beim Jagen beobachtet worden. Das Opfer, vermutlich ein Tepichchamäleon (Furcifer lateralis), wurde innerhalb weniger Minuten vollständig verschlungen.

Die Beobachtung reiht sich ein in wenige spannende Sichtungen von relativ großen Chamäleons, die auf den ersten Blick „zu große“ Beute fressen. Es scheint aber nicht allzu oft vorzukommen, denn die existenten wenigen Beobachtungen verteilen sich über mehrere Jahrzehnte. Interessant ist, dass die neue Beobachtung in der Trockenzeit gemacht wurde, wenn die Insektendichte im Vergleich zur Regenzeit deutlich niedriger ist.

Predation on Furcifer sp. by Oustalet’s Chameleon, Furcifer oustaleti (Mocquard, 1894), in the Central Highlands of Madagascar
Angelinah René de Roland, Duvivier Razarazafy, Séraphin Fabrice
Herpetology Notes 18: 305-306.
DOI: nicht vorhanden

Foto: aus der genannten Veröffentlichung[:en]

Three authors report an interesting observation from the capital of Madagascar, Antananarivo. Near Akamasoa, they observed a male Furcifer oustaleti in the process of devouring another chameleon. The animal had not been observed hunting. The victim, presumably a carpet chameleon (Furcifer lateralis), was completely devoured within a few minutes.

The observation is one of a few exciting sightings of relatively large chameleons that at first glance appear to eat ‘too large’ prey. However, this does not seem to happen very often, as the few existing observations are spread over several decades. It is interesting that the new observation was made in the dry season, when the insect density is significantly lower compared to the rainy season.

Predation on Furcifer sp. by Oustalet’s Chameleon, Furcifer oustaleti (Mocquard, 1894), in the Central Highlands of Madagascar
Angelinah René de Roland, Duvivier Razarazafy, Séraphin Fabrice
Herpetology Notes 18: 305-306.
DOI: not available

Photo: from the publication mentioned[:]