[:de]Invasive Pflanze tötet Chamäleons[:en]Invasive plant kills chameleons[:]

[:de]Invasive Pflanze tötet Chamäleons[:en]Invasive plant kills chameleons[:]

Beobachtungen

[:de]

Eine interessante Beobachtung machte ein Madagaskarreisender mit seinem Guide im letzten Jahr: In Ranomafana im südlichen Hochland der Insel beobachtete er zwei Mal, dass Calumma oshaughnessyi Jungtiere sich in einer invasiven Pflanze verfangen und offenbar in Folge dessen gestorben waren. Die Autoren vermuten, dass die Tiere sich nicht mehr von den kleinen, feinen Widerhaken der Pflanze lösen konnten und dadurch möglicherweise verhungerten.

Die betreffende Pflanze ist der Spanische Klee (Desmodium uncinatum), der sich heute bereits weltweit verbreitet hat. Er ist eine gute Futterpflanze für Vieh, das auf Madagaskar einen hohen Symbolwert hat. Aus Indien und Australien gibt es jedoch Fallberichte, laut denen sich Fledermäuse und andere kleine Säugetiere an den klett-ähnlichen Pflanzenstängeln verfingen und starben. Untersuchungen zu diesem Thema wären sicher spannend und insbesondere für Jungtiere von Chamäleons auch durchaus wichtig.

Natural History Notes: Calumma oshaughnessyi
Michael Nash, Patrick Adriamihaja
Herpetological Review 55(3), 2024
DOI: nicht vorhanden

Foto: aus der genannten Publikation[:en]

An interesting observation was made by a Madagascar traveler and his guide last year: in Ranomafana in the southern highlands of the island, he observed Calumma oshaughnessyi juveniles twice becoming entangled in an invasive plant and apparently dying as a result. The authors suspect that the animals were unable to free themselves from the small, fine barbs of the plant and may have starved to death as a result.

The plant in question is the Spanish clover (Desmodium uncinatum), which has already spread worldwide. It is a good fodder plant for cattle, which has a high symbolic value in Madagascar. However, there are case reports from India and Australia of bats and other small mammals becoming entangled in the Velcro-like plant stems and dying.

Natural History Notes: Calumma oshaughnessyi
Michael Nash, Patrick Adriamihaja
Herpetological Review 55(3), 2024
DOI: not available

Photo: from the publication mentioned[:]

Tagungsbericht 2025

Tagungsbericht 2025

Tagungsberichte

Vom 16. bis 18. Mai 2025 fand wieder einmal die Jahrestagung der AG Chamäleons in Boppard am Rhein statt. Traditionell trafen sich die schon freitags angereisten Chamäleonfreunde „Diverso“ in der Rheinallee zum gemütlichen und sehr leckeren Abendessen. Erfahrungsaustausch und viele Gespräche über, mit und um Chamäleons läuteten die Tagung ein.

Der Samstagmorgen begann mit dem ersten Remote-Vortrag direkt aus Berlin vor rund 35 Tagungsteilnehmern. Sophie Obermeier berichtete von den Sachkundeschulungen des VDA/DGHT-Sachkundezentrum Ost. Dort kann von Interessierten sowohl der Sachkundenachweis nach §2 TschG als auch der nach §11 für gewerbliche und – Achtung, das trifft auch auf viele Privathalter zu – gewerbsmäßige Halter absolviert werden. Sophie erklärte außerdem, weshalb jeder Chamäleonhalter einen Sachkundenachweis machen sollte – auch wenn es bisher in Deutschland keine Pflicht ist. Eine Schwerpunktschulung nur zu Chamäleons befindet sich derzeit in Planung. Nachdem die Technik nach kurzen Startschwierigkeiten einwandfrei funktionierte, gibt es schon die ersten Überlegungen, über diese Möglichkeit auf zukünftigen Jahrestagungen auch einmal Vortragende zu Wort kommen zu lassen, die auf Grund räumlicher Entfernung nicht die Möglichkeit zur persönlichen Teilnahme haben.

Im Anschluss stellte Falk Eckhardt seine Haltung von Trioceros serratus vor. Die Tiere sind – insbesondere die Weibchen – optisch nur schwer von Trioceros peretti und Triocecros wiedersheimi zu unterscheiden. Falk hatte eine Gruppe von einem anderen Halter übernommen und ebenfalls zur Nachzucht gebracht. Er stellte die Haltung in Gazegehegen mit an zwei Seiten angebrachten Korkwänden vor und ging auf Eiablage und erfolgreiche Inkubation der Eier ein. Nachdem das Herkunftsland der Art, Kamerun, seit Jahren keine Chamäleon-Exporte mehr erlaubt, ist die Terrarienpopulation von Trioceros serratus derzeit leider nicht besonders groß. Besonders ein Mangel an Weibchen lässt den langfristigen Erhalt der Art in deutschen Terrarien momentan eher unwahrscheinlich wirken. Wer Tiere der Art hält, auch einzelne, sollte sich unbedingt bei Falk melden, damit gegebenenfalls noch existente Einzeltiere vereint werden können.

 

Nach der Mittagspause ging es weiter mit einem reich bebilderten Reisevortrag von Gerd Fritzsche. Er hat schon zwei Mal die Region KwaZulu-Natal im Osten Südafrikas besucht. Seine „bucket list“ auf der letzten Reise umfasste dabei verschiedenste Zwergchamäleon-Arten, darunter Bradypodion melanocephalum, Bradypodion setaroi, Bradypodion thamnobates, Bradypodion caeroleogula und Bradypodiondracomontanum. Von Durban aus ging es mit dem Auto bis nach St. Lucia und zurück bis zu den berühmten Drakensbergen und Karkloof. Die ein oder andere Mamba wurde dabei von seinem ortskundigen, vor allem auf Schlangen spezialisierten Begleiter aus Hütten und Häusern entfernt. Und auch Nilpferde und Giraffen standen „als Beiwerk“ auf dem Reiseprogramm – wenn auch die vielfältigen Zwergchamäleons das Hauptziel der Reise waren.

Wieder zurück in die Terraristik ging es dann beim Vortrag von Jean-Dominique Dufraine. Er hält seit einiger Zeit Teppichchamäleons (Furcifer lateralis), eine kleine, aber umso farbgewaltigere Art aus dem Hochland Madagaskars. Jean-Dominique hofft, eine kleine Gruppe von Haltern zu finden, die Furcifer lateralis langfristig halten und nachzüchten möchten. Er ist besonders interessiert am Erfahrungsaustausch zu speziellen, arteigenen Anliegen wie dem „Eierwerfen“, für das Furcifer lateralis hinreichend bekannt ist. Jean-Dominique berichtet von der Erfahrung des Züchters seiner Tiere, dass die Chamäleons dann Eier im Sand vergruben, wenn das Licht einer Lampe bis zum Boden des Terrariums reichte. Mehrere Gelege sind nun im Inkubator. Es fanden sich noch vor Ort weitere Interessierte, die die Art vielleicht wieder oder erstmals pflegen möchten.

 

Der Fotowettbewerb war auch dieses Jahr wieder in zwei Kategorien unterteilt. Bei den Naturaufnahmen gewann Marko von der Osten-Ellinghaus mit seinem Foto eines erstaunlich bunten, balzenden Furcifer rhinoceratus Männchen auf Madagaskar den ersten Platz. Den zweiten Platz ergatterte Markus Bartels mit einem Foto eines Calumma parsonii parsonii der Farbvariante „green giant“, aufgenommen auf der Masoala-Halbinsel in Madagaskar. Gerd Fritzsche mit seinem Bradypodion setaroi aus St. Lucia, Südafrika, konnte den dritten Platz für sich verbuchen. In der Kategorie Terraristik gewann Gerd gleich noch einmal, diesmal allerdings den ersten Platz, mit einem sehr schönen Bradypodion damaranum. Auf den zweiten Platz schaffte es Benni Ludwig mit einem Parsons Chamäleon. Der dritte Platz wurde wegen Stimmengleichheit unter mehreren Teilnehmern ausgelost – Jean-Dominique Dufraine machte dabei das Rennen mit einem Teppichchamäleon. Die beiden Erstplatzierten erhielten je einen 50 €-Gutschein von Chimaira. Die zweiten und dritten Plätze erhielten jeweils Gutscheine über 30 bzw. 20 € von QB Insects und Der Terraristikladen. Letztere wurden vollständig für den Fotowettbewerb gesponsert, wofür wir uns herzlich bedanken möchten. Zusätzlich erhielt jeder Gewinner eine der Tagungs-Sammeltassen, die von Caro Vierbücher gestaltet werden und jedes Jahr – je nach Gewinnermotiv des Fotowettbewerbs im Vorjahr – die Chamäleonart wechseln.

Der Vortragsteil endete am Samstag mit der Mitgliederversammlung. AG-Sprecherin Dr. Alex Negro stellte in ihrem Jahresbericht vor, was das Leitungsteam in den letzten 24 Monaten auf die Beine gestellt hatte. Darunter waren unter anderem die über 120 Seiten starke CHAMAELEO 49 sowie zwei Flyer zur Mitgliederwerbung und zur Bewerbung der Nachzuchtstatistik. Aber auch Social Media und der rege genutzte Newsletter wurden weitergeführt. Die Nachzuchtstatistik, die seit 2022 intensiv beworben wurde, konnte für das Jahr 2024 erstmals seit fast 10 Jahren wieder erste Meldungen verbuchen. Nachdem Tim Vierbücher als Kassenwart zurückgetreten war, hatte Alex Negro außerdem provisorisch dessen Funktion übernommen. Sie zeigte daher auch die aktuelle finanzielle Situation der AG Chamäleon auf. Als Ziele für das kommende Jahr steht die 50. Jubiläumsausgabe der CHAMAELEO an. Außerdem ist ein Wettbewerb zur Modernisierung des inzwischen über 30 Jahre alten Logos der AG Chamäleons geplant.

Die Neuwahlen liefen dann wie erwartet schnell und unkompliziert ab: Das Leitungsteam wurde in seiner aktuellen Zusammensetzung bestätigt. Vervollständigt wird das Team aus Sprecherin und – neu, auch Schatzmeisterin – Alex Negro und den Beisitzern Jan-Benedikt Glaw, Monique Bartsch, Anne Stemper, Benjamin Ludwig und Svea Brüne außerdem nun von Lars Dwinger. Der Samstagabend klang beim gemeinsamen Pizzaessen aus.

 

Am Sonntag ging es los mit einem Vortrag über den aktuellen Stand der Chamäleonmedizin von Tierärztin Alex Negro. Sie berichtete, dass vor allem in den letzten zehn Jahren ein enormer Wissenszugewinn stattfand. Gab es Anfang der 1990er bei Gründung der AG Chamäleons nur vereinzelte Tierärzte und Tierärztinnen, die überhaupt Reptilien anschauten, so gibt es heute nicht nur über 120 auf der Liste der AG ARK gesammelte reptilienkundige Kolleginnen und Kollegen, sondern auch Referenzwerte für eine Vielzahl an Diagnostika wie Blutchemie, Blutbilder, Ultraschall, Röntgen und sogar für die Computertomographie nur für Chamäleons. Verschiedene Fallberichte aus aller Welt ergänzten den Vortrag.

Danach ging es praktischer und sehr reich bebildert weiter: Markus Bartels und Lars Dwinger berichteten von ihrer Madagaskarreise im April diesen Jahres. Sie verbrachten eine ganze Woche im Gebirgsregenwald von Marojejy im Nordosten Madagaskars, um dort zusammen mit dem Team von Tanalahorizon und Chamäleonforscher Dr. Frank Glaw unbeschriebene Arten zu finden, zu dokumentieren und – dank permits – auch zu sammeln. Im Anschluss an diese Schweiß treibende, aber was Chamäleons angeht sehr erfolgreiche Expedition ging es in den Tieflandregenwald von Bobangira direkt am Indischen Ozean. Auch dort warteten neue Entdeckungen – und eine recht beschwerliche Traktorfahrt.

 

Zum Abschluss gab es noch einige tolle Spenden an die AG:  Jutta Dwinger spendete den Erlös der von ihr verkauften, handgenähten Taschen in Höhe von 175 € . Caro Vierbücher spendete ihre Einnahmen aus dem Verkauf handbemalten Porzellans ebenfalls an die AG Chamäleons, noch einmal 184 €. Einen ganz herzlichen Dank an beide! Ein großes Dankeschön gilt natürlich auch allen Vortragenden für die interessanten, vielfältigen Beiträge und den Helfern im Hintergrund, die für das Gelingen der Tagung gesorgt haben. Und schlussendlich möchten wir uns bei Peter Sound für die Organisation der Räumlichkeiten bedanken.

Wir sehen uns 2026 in Hannover!

 

Tagungsprogramm 2025

  Freitag, 16. Mai 2025
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19:00 Anreise und gemütliches Abendessen
Diverso, Rheinallee 47a, 56154 Boppard
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  Samstag, 17. Mai 2025
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09:30 Eintreffen am Tagungsort: Altes Rathaus, Marktplatz, 56154 Boppard
09:45 Begrüßung und Tagungsbeginn
10:00 Sophie Obermaier: Sachkundenachweis für Chamäleonhalter in Deutschland
11:00 Falk Eckhardt: Haltung und Nachzucht von Trioceros serratus
12:00 Mittagspause
14:00 Gerd Fritzsche: Streifzug durch die Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika
15:00 Jean-Dominique Dufraine: Back to the roots – Teppichchamäleons
16:00 Kaffeepause
16:30 Fotowettbewerb
17:00 Mitgliederversammlung mit Neuwahlen
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  Sonntag, 18. Mai 2025
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09:45 Eintreffen am Tagungsort
10:00 Alex Negro: Neues, Skurilles und Interessantes aus der Chamäleonmedizin
11:00 Lars Dwinger, Markus Bartels: Der Gipfel von Marojejy und der Galeriewald von Bobangira – zwei nahezu unerforschte Chamäleonhabitate auf Madagaskar
12:00 Verabschiedung
[:de]Erstmalig beobachtet: Uhu erbeutet Chamäleon[:en]Eagle owl captures chameleon[:]

[:de]Erstmalig beobachtet: Uhu erbeutet Chamäleon[:en]Eagle owl captures chameleon[:]

Beobachtungen Wissenschaft

[:de]

Der Uhu (Bubo bubo) ist die größte einheimische Eule Europas und hat ein großes Verbreitungsgebiet, das bis nach Griechenland reicht. Er ist nicht nur sehr anpassungsfähig, was genutzten Lebensraum angeht, sondern auch bei seiner Beute. Zu bekannten und üblichen Beutetieren zählen im Mittelmeerraum vor allem kleine bis mittlere Säugetiere und andere, kleinere Vögel. Ampihibien, Reptilien, Fische und Wirbellose wie Insekten werden zwar auch erbeutet, galten bisher aber stets eher als Notbehelf vor allem in Gegenden von Griechenland, wo ein Mangel an größeren Beutetieren herrscht.

Eine sehr spezielle Beobachtung zum Beutespektrum der Eulenart haben kürzlich griechische Autoren in der Gegend um Pylos in der westlichen Peloponnes gemacht. Im Juli 2024 beobachteten die Autoren am frühen Morgen einen Uhu bei der Jagd. Er erbeutete zu ihrer Überraschung ein Chamaeleo africanus. Dies ist die erste veröffentlichte Beobachtung, bei der ein Uhu ein Chamäleon erbeutete. Weitere Forschung darüber wäre wünschenswert, denn tatsächlich fehlt es insgesamt an Daten zum Beutespektrum von Uhus in der Peloponnes.

An exceptionally rare predation on a chameleon species (Squamata: Chamaeleonidae) by a Eurasian Eagle-Owl (Aves: Strigidae)
Apostolos Christopoulos, Luca Cornacchia, Christos Kotselis, Yiannis G. Zevgolis
Diversity 17, 2025: 333
DOI: 10.3390/d17050333

Foto: aus der genannten Publikation[:en]

The eagle owl (Bubo bubo) is the largest native owl in Europe and has a large range that extends as far as Greece. It is not only very adaptable in terms of the habitat it uses, but also in terms of its prey. Known and common prey in the Mediterranean region include small to medium-sized mammals and other smaller birds. Ampihibians, reptiles, fish and invertebrates such as insects are also preyed upon, but have always been considered more of a stopgap, especially in areas of Greece where there is a lack of larger prey.

Greek authors recently made a very special observation on the prey spectrum of the owl species in the area around Pylos in the western Peloponnese. In July 2024, the authors observed an eagle owl hunting in the early morning. To their surprise, it preyed on a Chamaeleo africanus. This is the first published observation of an eagle owl preying on a chameleon. Further research on this would be desirable, as there is a general lack of data on the prey spectrum of eagle owls in the Peloponnese.

An exceptionally rare predation on a chameleon species (Squamata: Chamaeleonidae) by a Eurasian Eagle-Owl (Aves: Strigidae)
Apostolos Christopoulos, Luca Cornacchia, Christos Kotselis, Yiannis G. Zevgolis
Diversity 17, 2025: 333
DOI: 10.3390/d17050333

Photo: from the publication mentioned[:]

[:de]Internationaler Chamäleontag[:en]International Chameleon Day[:]

[:de]Internationaler Chamäleontag[:en]International Chameleon Day[:]

Internationaler Chamäleontag

[:de]

Schon zum zweiten Mal findet der internationale Chamäleontag weltweit statt! Wildlife Madagascar hat letztes Jahr den 09. Mai dazu ausgerufen. Und die AG Chamäleons beteiligt sich selbstverständlich daran. Wir haben nur eine Woche später übrigens ein ganzes Chamäleon-Wochenende: Nämlich die Jahrestagung der AG Chamäleons, die dieses Jahr im UNESCO-Weltnaturerbe Mittelrheintal stattfindet. Kommt uns gerne besuchen! Ein ganzes Wochenende unter Chamäleonfreunden wird sicher gut!

Was habt ihr für den heutigen Tag vorbereitet?

#show your colors #internationalchameleonday #chameleonday #chameleondayMay9[:en]

International Chameleon Day is taking place worldwide for the second time! Wildlife Madagascar proclaimed 9 May last year. And the Chameleons Working Group is of course taking part. Incidentally, we have a whole chameleon weekend just one week later: Namely the annual conference of the AG Chameleons, which this year takes place in the UNESCO World Heritage Site Middle Rhine Valley. Come and visit us! A whole weekend among chameleon friends is sure to be good!

What have you prepared for today?

#show your colors #internationalchameleonday #chameleonday #chameleondayMay9[:]

[:de]Madagaskar-Riesenchamäleon frisst Teppichchamäleon[:en]Madagascar giant chameleon eats carpet chameleon[:]

[:de]Madagaskar-Riesenchamäleon frisst Teppichchamäleon[:en]Madagascar giant chameleon eats carpet chameleon[:]

Beobachtungen Wissenschaft

[:de]

Aus der Hauptstadt Madagaskars, Antananarivo, berichten drei Autoren von einer interessanten Beobachtung. In der Nähe von Akamasoa beobachteten sie ein männliches Furcifer oustaleti, das gerade dabei war, ein anderes Chamäleon zu verschlingen. Das Tier war nicht beim Jagen beobachtet worden. Das Opfer, vermutlich ein Tepichchamäleon (Furcifer lateralis), wurde innerhalb weniger Minuten vollständig verschlungen.

Die Beobachtung reiht sich ein in wenige spannende Sichtungen von relativ großen Chamäleons, die auf den ersten Blick „zu große“ Beute fressen. Es scheint aber nicht allzu oft vorzukommen, denn die existenten wenigen Beobachtungen verteilen sich über mehrere Jahrzehnte. Interessant ist, dass die neue Beobachtung in der Trockenzeit gemacht wurde, wenn die Insektendichte im Vergleich zur Regenzeit deutlich niedriger ist.

Predation on Furcifer sp. by Oustalet’s Chameleon, Furcifer oustaleti (Mocquard, 1894), in the Central Highlands of Madagascar
Angelinah René de Roland, Duvivier Razarazafy, Séraphin Fabrice
Herpetology Notes 18: 305-306.
DOI: nicht vorhanden

Foto: aus der genannten Veröffentlichung[:en]

Three authors report an interesting observation from the capital of Madagascar, Antananarivo. Near Akamasoa, they observed a male Furcifer oustaleti in the process of devouring another chameleon. The animal had not been observed hunting. The victim, presumably a carpet chameleon (Furcifer lateralis), was completely devoured within a few minutes.

The observation is one of a few exciting sightings of relatively large chameleons that at first glance appear to eat ‘too large’ prey. However, this does not seem to happen very often, as the few existing observations are spread over several decades. It is interesting that the new observation was made in the dry season, when the insect density is significantly lower compared to the rainy season.

Predation on Furcifer sp. by Oustalet’s Chameleon, Furcifer oustaleti (Mocquard, 1894), in the Central Highlands of Madagascar
Angelinah René de Roland, Duvivier Razarazafy, Séraphin Fabrice
Herpetology Notes 18: 305-306.
DOI: not available

Photo: from the publication mentioned[:]

[:de]Zweiter Supermuskel in der Chamäleonzunge entdeckt[:en]Scientists discover second ’super muscle‘ in chameleon tongues[:]

[:de]Zweiter Supermuskel in der Chamäleonzunge entdeckt[:en]Scientists discover second ’super muscle‘ in chameleon tongues[:]

Wissenschaft

[:de]

Wissenschaftler beschäftigen sich seit Menschengedenken damit, wie die Zunge von Chamäleons so extrem lang aus dem Maul herausgeschossen werden kann. US-amerikanishe Biologen  haben nun ein weiteres Puzzlestück zur Funktion der Chamäleonzunge klären könen.

In der Studie wurde an 15 Jemenchamäleons (Chamaeleo calyptratus) verschiedenen Experimente durchgeführt. Alle 15 Tiere wurden zunächst mittels überdosierter Gasnarkose narkotisiert, um sie dann mittels Dekapitation zu töten.  Die vier Zungenmuskeln wurden dann herauspräpariert und in Messgeräte eingespannt. Mittels Stroms wurden die Muskeln stimuliert und die passive/aktive Kräfte sowie verschiedene Muskellängen gemessen. Anschließend wurden eine Reihe Berechnungen durchgeführt und Muskeln histologisch untersucht. Zusätzlich wurden Embryonen immunhistochemisch untersucht, die man zuvor aus Eiern gewonnen hatte, um festzustellen, ob die Zungenmuskeln in ihrer Entwicklung aus der gleichen oder zwei unterschiedlichen Muskelanlagen hervorgehen.

Die Ergebnisse der Studie sind sehr interessant und stützen sich vor allem auf die sogennanten Sarkomere der Muskeln. Ein Sarkomer ist die kleinste kontraktile Einheit des Muskels – also der Teil, der für die Ausdehnung und Kontraktion der Muskulatur zuständig ist. An beiden Enden jedes Sarkomers liegen die sogenannten Zwischenscheiben, abgekürzt Z-Scheiben. Quergestreifte Muskulatur, also unter anderem die Muskeln, die Arme, Beine und Körperstamm eines Wirbeltieres bewegen, können sich etwa auf die Hälfte ihrer Ruhelänge verkürzen. Bei Chamäleons gibt es jedoch einen ganz speziellen Typ Muskel, den sogenannten superkontrahierenden Muskel. Dabei handelt es sich per Definition um einen quergestreiften Muskel, dem es möglich ist, sich auch auf weniger als die Hälfte seiner Ruhelänge zu verkürzen. Beim Rektraktor der Zunge, dem Musculus hyoglossus, handelt es sich um genau so einen Muskel. Bei diesem Muskel sorgen perforierte Z-Scheiben an den Sarkomeren dafür, dass er sich weitaus besser ausdehnen kann als normale quergestreifte Muskulatur.

In der vorliegenden Studie wurde festgestellt, dass noch ein zweiter superkontrahierender Muskel am Zungenschuss beteiligt ist: Der Musculus sternohyoideos superficialis. Bei seinem Gegenstück, dem Musculus sternohyoideus profundus, konnten jedoch keine perforierten Z-Scheiben an den Sarkomeren nachgewiesen werden. Sein Längen-Spannungs-Verhältnis entsprach jedoch den beiden superkontrahierenden Zungenmuskeln. Das könnte aber durch den sehr breiten Ansatz des Muskels am Zungenbein kompensiert werden. Während des Zungenschusses werden diese Bereiche des Zungenbeins schnell gedreht, was die Sarkomere mechanisch verändern könnte.

Mittels Immunhistochmie konnten die Biologen außerdem an Chamäleon-Embryonen zeigen, dass die beiden Muskeln sich aus unterschiedlichen Anlagen entwickeln, was zur unterschiedlichen Ausprägung der Sarkomere passt. Sowohl der Musculus hyoglossus als auch die Musculi sternohyoidei bilden einen gemeinsamen Muskelapparat, wobei einer der Muskeln sogar bis ans Brustbein reicht. Das bedeutet, dass die maximale Länge der Chamäleonzunge beim Schuss nicht nur durch die besonderen Eigenschaften der Zungenmuskulatur ermöglicht wird, sondern auch durch die Gesamtlänge des Muskelapparates. Bei keinem anderen Wirbeltier weltweit wurden bisher zwei superkontrahierende Muskeln nachgewiesen.

Feats of supercontractile strength: functional convergence of supercontracting muscle properties among hyoid musculature in chameleons
Nikole G. Schneider, Nicholas A. Henchal, Raul E. Diaz Jr., Christopher V. Anderson
Proceedings B of Royal Society Publishing, 2025
DOI: 10.1098/rspb.2025.0078

Abbildung: Schematische Darstellung der Zungenmuskulatur und des Zungenbeins beim Jemenchamäleon aus der genannten Publikation[:en]

Scientists have been investigating how chameleons‘ tongues can shoot out of their mouths to such an extreme length for as long as anyone can remember. US biologists have now been able to solve another piece of the chameleon tongue puzzle.

In the study, experiments were carried out on 15 Veiled chameleons (Chamaeleo calyptratus). All 15 animals were first anaesthetised using overdosed gas anaesthesia and then killed by decapitation. The four tongue muscles were then dissected out and clamped in measuring devices. The muscles were stimulated with an electric current and the passive/active forces and various muscle lengths were measured. A series of calculations were then carried out and muscles were examined histologically. In addition, embryos previously obtained from eggs were analysed immunohistochemically to determine whether the tongue muscles develop from the same or two different muscle systems.

The results of the study are very interesting and focus primarily on the so-called sarcomeres of the muscles. A sarcomere is the smallest contractile unit of the muscle – i.e. the part that is responsible for the expansion and contraction of the muscles. At both ends of each sarcomere are the so-called intermediate discs (German „Zwischenscheibe“), abbreviated as Z-discs. Transverse striated muscles, i.e. the muscles that move the arms, legs and trunk of a vertebrate, can shorten to about half their resting length. In chameleons, however, there is a very special type of muscle, the so-called supercontracting muscle. By definition, this is a striated muscle that is able to shorten to less than half its resting length. The rectractor of the tongue, the hyoglossus muscle, is just such a muscle. In this muscle, perforated Z-discs on the sarcomeres ensure that it can stretch far better than normal striated muscles.

In the present study, it was found that a second supercontracting muscle is involved in the tongue shot: the sternohyoid superficialis muscle. In its counterpart, the sternohyoid profundus muscle, surprisingly, no perforated Z-discs could be detected at the sarcomeres. However, its length-tension ratio corresponded to the two supercontracting tongue muscles. This could be compensated for by the very broad attachment of the muscle to the hyoid bone. During tongue shooting, these areas of the hyoid bone are rapidly rotated, which could mechanically alter the sarcomeres.

Using immunohistochemistry, the biologists were also able to show in chameleon embryos that the two muscles develop from different origins, which is consistent with the different sarcomeres. Both the hyoglossus muscle and the sternohyoid muscles form a muscular unit, with one of the muscles even extending to the sternum. This means that the maximum length of the chameleon tongue when shooting is not only made possible by the special properties of the tongue muscles, but also by the overall length of the muscular unit. No other vertebrate in the world has ever been found to have two supercontracting muscles.

Feats of supercontractile strength: functional convergence of supercontracting muscle properties among hyoid musculature in chameleons
Nikole G. Schneider, Nicholas A. Henchal, Raul E. Diaz Jr., Christopher V. Anderson
Proceedings B of Royal Society Publishing, 2025
DOI: 10.1098/rspb.2025.0078

Figure: Schematic representation of the tongue muscles and hyoid bone in the Veiled chameleon from the aforementioned publication[:]

[:de]Furcifer verrucosus im Magen einer Schlange entdeckt[:en]Furcifer verrucosus discovered in the stomach of a snake[:]

[:de]Furcifer verrucosus im Magen einer Schlange entdeckt[:en]Furcifer verrucosus discovered in the stomach of a snake[:]

Beobachtungen Wissenschaft

[:de]

Einen kuriosen Fund machten Biologen der Universtität Michigan (USA) kürzlich: Sie untersuchten eine vor 31 Jahren präparierte Schlange der Art Langaha madagascariensis per Sektion und MikroCT. Das Präparat befand sich bereits seit 1994 weitestgehend unangetastet im Zoologischen Museum der Universität von Michigan. Ursprünglich gesammelt wurde die Schlange von R.A. Nussbaum im äußersten Süden Madagaskars, unweit von Tolagnaro. Über den Speiseplan der Blattnasennatter ist wenig bekannt, man weiß lediglich von anekdotischen Fallberichten. Nun reihen sich auch Chamäleons in die Reihe potenzieller Beutetiere ein: Im Magen der untersuchten weiblichen Blattnasennatter fand sich ein adultes Furcifer verrucosus.

Natural history notes: Langaha madagascariensis (Malagasy leaf-nosed snake)
Andressa L. Viol, Hayley L. Crowell, Justin L. Lee, Tristan D. Schramer
Herpetological Review 55 (2), 2025: 223-226.
DOI: nicht verfügbar

Foto: Furcifer verrucosus, fotografiert von Nick Newberry, CC BY 4.0[:en]

Biologists from the University of Michigan (USA) recently made a curious discovery: they analysed a snake of the species Langaha madagascariensis that had been prepared 31 years ago using dissection and microCT. The specimen had been largely untouched in the Zoological Museum of the University of Michigan since 1994. The snake was originally collected by R.A. Nussbaum in the extreme south of Madagascar, not far from Tolagnaro. Little is known about the diet of the leaf-nosed snake, only anecdotal case reports are known. Chameleons have now been added to the list of potential prey: An adult Furcifer verrucosus was found in the stomach of the female leaf-nosed snake examined.

Natural history notes: Langaha madagascariensis (Malagasy leaf-nosed snake)
Andressa L. Viol, Hayley L. Crowell, Justin L. Lee, Tristan D. Schramer
Herpetological Review 55 (2), 2025: 223-226.
DOI: not available

Photo: Furcifer verrucosus, photographed by Nick Newberry, CC BY 4.0[:]

[:de]Jemenchamäleon in 12 weiteren Countys in Florida (USA) verbreitet[:en]Veiled chameleon distributed over 12 new counties in Florida (USA)[:]

[:de]Jemenchamäleon in 12 weiteren Countys in Florida (USA) verbreitet[:en]Veiled chameleon distributed over 12 new counties in Florida (USA)[:]

Verbreitung Wissenschaft

[:de]

Bereits mindestens seit 2002 leben eingeschleppte Jemenchamäleons (Chamaeleo calyptratus) in Florida (USA). Die ersten Funde wild lebender Jemenchamäleons stammten aus Collier County, zwei Jahre später wurden Tiere in Fort Myers in Lee County beobachtet. Es folgten Funde in Hendry, Miamia-Dade, Broward, St. Lucie, Palm Beach, Monroe, Alachua und Hillsborough. Nun berichet ein Autor im Herpetological Review von 12 weiteren Populationen in Florida: In Brevard, Charlotte, De Soto, Glades, Indian River, Lake, Manatee, Osceola, Pinellas, Polk, Sarasota und Seminole County.

Er verwendete dafür Funddaten von iNaturalist sowie EDDMapS. Der Autor vermutet, dass die meisten Neufunde sogenanntes Chameleon Ranching als Ursache haben könnten. Dabei werden Chamäleons gezielt in weiteren Lebensräumen ausgesetzt, um später die daraus resultierenden Jungtiere absammeln und verkaufen zu können. Aber auch ohne vorheriges Aussetzen ist das Absammeln der Tiere zu Verkaufszwecken eine Einkommensquelle in Florida geworden, was parallel dazu geführt hat, dass Verbreitungsdaten über neue Populationen kaum veröffentlicht werden. Inzwischen ist es eine übliche Freizeitbeschäftigung in Florida, nachts nach Jemenchamäleons zu suchen. Es gibt sogar kommerzielle Anbieter, die geführte Touren anbieten.

Ein Problem daran sind zunehmend die Eigentümer von Privatgrundstücken, die sich vom „Chamäleontourismus“ gestört fühlen. Die Auswirkungen auf einheimische Wildtiere in den USA ist bisher unklar. Theoretisch könnten Jemenchamäleons kleinere Säugetiere oder junge Vögel fressen, über derartige Vorkommnisse gibt es jedoch aus Florida bisher keinerlei Berichte.

Die eingeschleppten Jemenchamäleons wieder loswerden zu können, erscheint dabei immer unwahrscheinlicher. Ein einjähriger Versuch in Lake Worth Beach (Palm Beach) resultierte in 1043 gefangenen Chamäleons während 71 Sammelaktionen, jedoch nicht in der Elimination der dort lebenden Population.

New County Records for the Veiled Chameleon (Chamaeleo calyptratus) in Florida, USA
Kevin M. Enge
Herpetological Review 55 (2), 2025: 223-226.
DOI: nicht verfügbar

Foto: Chamaeleo calyptratus, gefunden und fotografiert in Fort Myers (USA) von Andrew Durso, CC-BY[:en]

Introduced Veiled chameleons (Chamaeleo calyptratus) have been living in Florida (USA) since at least 2002. The first wild Veiled chameleons were found in Collier County, two years later animals were observed in Fort Myers in Lee County. This was followed by findings in Hendry, Miamia-Dade, Broward, St. Lucie, Palm Beach, Monroe, Alachua and Hillsborough County. Now an author in the Herpetological Review reports on 12 further populations in Florida: in Brevard, Charlotte, De Soto, Glades, Indian River, Lake, Manatee, Osceola, Pinellas, Polk, Sarasota and Seminole County.

He used data from iNaturalist and EDDMapS. The author suspects that most of the new finds could be due to so-called chameleon ranching. Chameleons are deliberately released into other habitats in order to later collect and sell the resulting juveniles. But even without prior release, collecting (‚harvesting‘) animals for sale has become a source of income in Florida, which has also led to the fact that distribution data on new populations is rarely published. It is now a common recreational activity in Florida to search for Veiled chameleons at night. There are even commercial operators offering guided tours.

One problem is increasingly the owners of private property who feel disturbed by ‘chameleon tourism’. The impact on native wildlife in the USA is still unclear. Theoretically, Veiled chameleons could eat smaller mammals or young birds, but there have been no reports of such incidents in Florida to date.

It seems increasingly unlikely that it will be possible to get rid of the introduced Veiled chameleons. A one-year trial in Lake Worth Beach (Palm Beach) resulted in 1043 chameleons being caught during 71 collection campaigns, but not in the elimination of the population living there.

New County Records for the Veiled Chameleon (Chamaeleo calyptratus) in Florida, USA
Kevin M. Enge
Herpetological Review 55 (2), 2025: 223-226.
DOI: not available

Photo: Chamaeleo calyptratus, found and photographed in Fort Myers (USA) by Andrew Durso, CC-BY[:]

[:de]Online-Vortrag über Kognition bei Reptilien[:en]Online lecture on cognition in reptiles[:]

[:de]Online-Vortrag über Kognition bei Reptilien[:en]Online lecture on cognition in reptiles[:]

Vorträge Webinare

[:de]

Seit letztem Jahr gibt es den digitalen Stammtisch der DGHT. Für alle, die lieber bequem vom Sofa aus Vorträge anschauen und sich mit anderen Reptilienhaltern austauschen wollen, aber dafür nicht unbedingt weit fahren möchten, ist diese Plattform ideal. Am Donnerstag, den 27. März 2025, ist das Thema „Kognition bei Reptilien“.

Unter dem Begriff Kognition versteht man unter anderem Wahrnehmungs- und Denkprozesse und daraus abgeleitete Ergebnisse. Was denken Reptilien? Was können sie wahrnehmen und können sie Schlüsse aus etwas ziehen? Tobias Machts stellt das Thema vor und zeigt, wie Kognition bei Reptilien funktioniert. Anmeldungen bitte per E-Mail an digitaler-stammtisch@dght.de.

Tobias Machts Affen im Schuppenkleid? Kognition bei Reptilien
15. Digitaler Stammtisch der DGHT
Beginn 20.00 Uhr[:en]

The DGHT’s digital regulars‘ table was launched this year. This platform is ideal for all those who prefer to watch lectures and exchange ideas with other reptile keepers from the comfort of their sofa, but don’t necessarily want to travel far to do so. On Thursday, 27 March 2025, the topic will be ‘Cognition in reptiles’.

The term cognition refers, among other things, to perception and thought processes and the results derived from them. What do reptiles think? What can they perceive and can they draw conclusions from situations? Tobias Machts introduces the topic and shows how cognition works in reptiles. Please register by e-mail to digitaler-stammtisch@dght.de.

Tobias Machts Monkeys in scales? Cognition in reptiles [German]
15. Digitaler Stammtisch der DGHT
Start at 8 p.m.[:]

[:de]Neue Genome von sechs Chamäleonarten aus Äthiopien[:en]New genomes of six chameleon species from Ethiopia[:]

[:de]Neue Genome von sechs Chamäleonarten aus Äthiopien[:en]New genomes of six chameleon species from Ethiopia[:]

Wissenschaft

[:de]

Eine sehr kurz gefasste Veröffentlichung dreier Wissenschaftler beschäftigt sich mit den Genomsequenzen von Reptilien. Wildlebende Reptilien von insgesamt 101 verschiedenen Arten wurden in Äthiopien, Guyana, Mexiko und in den USA beprobt. Wie genau die Beprobung ablief und ob ganze Tiere oder nur Gewebeproben entnommen wurden, geben die Autoren leider nicht an. DNA wurde mittels Qiagen DNAeasy Kit extrahiert, zur Sequenzierung wurden Illumina TruSeq Kits genutzt.

Alle Genome wurden bei Genbank hinterlegt. Genome von jeweils einem Chamaeleo dilepis (JBHLFC000000000), einem Chamaeleo laevigatus (JBIELG000000000), einem Trioceros affinis (JBHUPM000000000), einem Trioceros balebicornutus (JBHZFU000000000), einem Trioceros harennae (JBHRFO000000000) sowie einem Chamaeleo gracilis (JBINKK000000000) wurde hinterlegt. Von diesen Arten existierten bereits zuvor mehrere Einträge bei GenBank.

The complete genome sequences of 101 species of reptiles
Timothy J. Colston, Stacy Pirro, R. Alexander Pyron
Biodiversity Genomes, 2025
DOI: 10.56179/001c.129597

Foto: Chamaeleo laevigatus, fotografiert von John Lyakurwa, Creative Commons Attribution 4.0 International[:en]

A very brief publication by three scientists deals with the genome sequences of reptiles. Wild reptiles from a total of 101 different species were sampled in Ethiopia, Guyana, Mexico and the USA. Unfortunately, the authors do not state exactly how the sampling was carried out and whether whole animals or only tissue samples were taken. DNA was extracted using the Qiagen DNAeasy Kit and Illumina TruSeq kits were used for sequencing.

All genomes were deposited at Genbank. Genomes of one Chamaeleo dilepis (JBHLFC00000000000), one Chamaeleo laevigatus (JBIELG00000000000), one Trioceros affinis (JBHUPM00000000000), one Trioceros balebicornutus (JBHZFU00000000000), one Trioceros harennae (JBHRFO00000000000) and one Chamaeleo gracilis (JBINKK00000000000) were deposited. Several entries of these species already existed in GenBank.

The complete genome sequences of 101 species of reptiles
Timothy J. Colston, Stacy Pirro, R. Alexander Pyron
Biodiversity Genomes, 2025
DOI: 10.56179/001c.129597

Picture: Chamaeleo laevigatus, photographed by John Lyakurwa, Creative Commons Attribution 4.0 International[:]