[:de]Kalender abzugeben[:en]Calendars for sale[:]

[:de]Kalender abzugeben[:en]Calendars for sale[:]

Abzugeben AG Interna

[:de]

Wir haben noch einige wenige Kalender abzugeben! Natürlich starten die Kalender nicht mit Januar, sondern mit Juni 2024 und reichen bis über unsere nächste Tagung in den Juni 2025. Sie enthalten viele fantastische Chamäleon-Fotos aus unserem letzten Fotowettbewerb – endlich gibt es mal wechselnde Chamäleons für die Wand 😉 . Das Format ist 30 x 30 cm, der Druck ist sehr hochwertig. Rechts neben den Daten ist jeweils die Möglichkeit gegeben, für jeden Tag Termine oder Notizen einzutragen. Kostenpunkt: 20 € plus Versand. Wer sich eines der letzten Exemplare sichern möchte, schickt einfach eine E-Mail an info@agchamaeleons.de !
Nachtrag: Es sind inzwischen alle Kalender vergeben.

[:en]

We still have a few calendars to give away! Of course, the calendars don’t start in January, but in June 2024 and extend beyond our next conference into June 2025. They contain many fantastic chameleon photos from our last photo competition – finally there are changing chameleons for the wall. ;) The format is 30 x 30 cm, the print is very high quality. To the right of the dates you have the option of entering dates or notes for each day. Cost: €20 plus shipping. If you would like to secure one of the last copies, simply send an e-mail to info@agchamaeleons.de !

Addendum: All calendars have now been sold.

 

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[:de]Neue Daten zum internationalem Handel mit Chamäleons[:en]New data on the international trade in chameleons[:]

[:de]Neue Daten zum internationalem Handel mit Chamäleons[:en]New data on the international trade in chameleons[:]

Wissenschaft

[:de]Mitarbeiter mehrerer Universitäten haben sich kürzlich mit dem internationalen Handel von Chamäleons beschäftigt. Der Fokus lag dabei auf Tansania im Osten Afrikas. In Tansania kommen derzeit 41 der 228 bekannten Arten vor, das Land verfügt also über die zweithöchste Artenzahl an Chamäleons nach Madagaskar.

Als Grundlage der Studie wurde die öffentlich einsehbare CITES Handels-Datenbank und die ebenso einsehbaren Jahresberichte der am Washingtoner Artenschutzabkommen teilnehmenden Ländern genutzt. Chamäleons, die zu wissenschaftlichen Zwecken oder anderen als kommerziellen Zwecken exportiert wurden, wurden ausgeschlossen. Zusätzlich wurden im Internet über Google und „[Artname] for sale“ die am meisten geklickten Websites in Form englischsprachiger Verkaufs-Plattformen sowie Social Media und Foren nach Verkaufs- und Ankaufsanzeigen für Chamäleons durchsucht. Dabei wurden insgesamt 14 Websites von kommerziellen Verkäufern, zwei Online-Foren, zwei Anzeigen-Website, vier Social Media-Seiten sowie 7 geschlossene Gruppen in Social Media ausgewertet. Als drittes Standbein der Studie wurden  Dorfbewohner in den Eastern Arc Mountains in Tansania an Hand eines Fragebogens mit elf Fragen interviewt.

Generelles Ergebnis der Studie ist, dass der internationale Handel mit Chamäleons von 2000 bis 2019 rapide gesunken ist. Zeitgleich stieg die Anzahl in Menschenhand nachgezüchteter Chamäleons an. Die Zahl „geranchter“, also auf einer Farm im Herkunftsland für den Export gezüchteter Chamäleons, sank dezent. Der größte Exportfaktor war der kommerzielle Handel, wobei fast alle Arten direkt aus ihren Herkunftsländern und nicht über weitere Zwischenhändler in anderen Ländern exportiert wurden. Von 2000 bis 2019 wurden insgesamt 327.522 Chamäleons legal gehandelt. Nur sechs Länder machten dabei 91% der Exporte aus: Tansania, Madagaskar, Mosambik, Uganda, Ghana und Kamerun. Tansania war das Land, aus dem mit 34% aller Exporte die meisten Chamäleons gehandelt wurden. Das Land, in das die meisten Chamäleonexporte gingen, waren die USA mit 46%. Die USA bekamen damit von 2000 bis 2019 fast die Hälfte aller Chamäleons weltweit, die unter CITES gehandelt wurden. Weitere Länder mit relativ hohen Zahlen an Chamäleon-Importen waren Japan (13%) und Deutschland (10%).

Aus Tansania waren sechs Chamäleon-Arten besonders begehrt. Sie machten gemeinsam 85% des Handels mit Chamäleons im genannten Zeitraum aus. Am häufigsten wurden Kinyongia fischeri und Kinyongia tavetana exportiert, gefolgt von Trioceros werneri, Trioceros deremensis and Trioceros fuelleborni. Von den 42 in Tansania vorkommenden Arten konnten 35 auf Online-Plattformen im Verkauf wiedergefunden werden, 29 standen regelmäßig auf Verkaufslisten.

Die Befragungen vor Ort in Tansania ergaben, das nur zwei von drei beobachteten Bergmassiven am Handel mit Chamäleons teilgenommen hatte (Ost-Usambara und Uluguru). Da Tansania seine Exporte seit 2016 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt hat, gaben die Befragten mehrheitlich an, es gäbe derzeit keinen Handel mit Chamäleons mehr. Interessant ist, dass die Dorfbewohner angaben, 13 Arten zum Handel gesammelt zu haben, davon jedoch 7 Arten nie auf den offiziellen Exporten für Tansania auftauchten. Auch die Antworten auf die Frage, wieviele Chamäleons welcher Art gehandelt wurden, unterschieden sich in der Wahrnehmung der lokalen Bevölkerung deutlich von den offiziellen Zahlen: Während die Einwohner „Tausende“ Chamäleons mit einem Horn als angeblich jährlich gesammelt angaben, wurden davon lediglich sehr vereinzelte tatsächlich exportiert. Hier gibt es möglicherweise auch eine starke Divergenz durch mangelnde Artdifferenzierung.

Handelswege in Tansania konnten durch die Interviews recht gut nachvollzogen werden. Generell war es bisher wohl so, dass Händler aus Muheza und Morogoro in die Usambaa- und Uluguru-Berge kamen und den Dorfbewohnern eine Wunschanzahl bestimmter Arten (selektiert nach „ein Horn, zwei Hörner, drei Hörner oder Giant“) weitergaben. Dazu wurde jewiels ein Zeitlimit angegeben, nach dessen Ablauf die Händler zurückkehrten und die gesammelten Chamäleons nach Dar es Salaam transportierten. Ein Händler konnte intensiver befragt werden und gab an, dass bereits sein Vater mit Chamäleons gehandelt hatte. Er hatte außerdem nie eine Sammel-Erlaubnis gesehen, auch wenn seine Auftraggeber stets betonten, sie hätten solche. Es bestand seitens der Zwischenhändler und Sammler kein Interesse daran, für was die gesammelten Chamäleons genutzt werden sollten, lediglich was dafür bezahlt wurde. Selbst ein Zwischenhändler bekam lediglich 0,4 US-Dollar pro Chamäleon.

Status and trends in the international wildlife trade in Chameleons with a focus on Tanzania
Maxim Conrad Isaac, Neil D. Burgess, Oliver J.S. Tallowin, Alyson T. Pavitt, Reuben M. J. Kadigi, Claire Ract
PLoS ONE 19(5), 2024.
DOI: 10.1371

Foto: Kinygonia tavetana, fotografiert von Elizabeth Dougherty, Creative Commons Attribution 4.0 International[:en]

Researchers from several universities recently analysed the international trade in chameleons. The focus was on Tanzania in East Africa. Tanzania is currently home to 41 of the 228 known species, making it the country with the second-highest number of chameleon species after Madagascar.

The study was based on the publicly accessible CITES trade database and the annual reports of the countries participating in the Washington Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora. Chameleons exported for scientific or non-commercial purposes were excluded. In addition, the most frequently clicked websites on the Internet in the form of English-language sales platforms, social media and forums were searched for sale and purchase adverts for chameleons using Google and „[species] for sale“. A total of 14 websites of commercial sellers, two online forums, two advertising websites, four social media sites and seven closed groups in social media were analysed. As a third pillar of the study, villagers in the Eastern Arc Mountains in Tanzania were interviewed using a questionnaire with eleven questions.

The general result of the study is that the international trade in chameleons fell rapidly between 2000 and 2019. At the same time, the number of chameleons bred in captivity increased. The number of „ranched“ chameleons, i.e. chameleons bred on a farm in the country of origin for export, fell slightly. The largest export factor was commercial trade, with almost all species being exported directly from their countries of origin and not via other intermediaries in other countries. From 2000 to 2019, a total of 327,522 chameleons were legally traded. Only six countries accounted for 91% of exports: Tanzania, Madagascar, Mozambique, Uganda, Ghana and Cameroon. Tanzania was the country from which the most chameleons were traded, accounting for 34% of all exports. The country to which most chameleon exports went was the USA with 46%. The USA thus received almost half of all chameleons traded under CITES worldwide between 2000 and 2019. Other countries with relatively high numbers of chameleon imports were Japan (13%) and Germany (10%).

Six chameleon species from Tanzania were particularly sought after. Together they accounted for 85% of the trade in chameleons in the period mentioned. Kinyongia fischeri and Kinyongia tavetana were exported most frequently, followed by Trioceros werneri, Trioceros deremensis and Trioceros fuelleborni. Of the 42 species occurring in Tanzania, 35 were found for sale on online platforms and 29 were regularly on sales lists.

The on-site surveys in Tanzania revealed that only two out of three mountain ranges observed had participated in the trade in chameleons (East Usambara and Uluguru). As Tanzania has suspended its exports indefinitely since 2016, the majority of respondents stated that there is currently no longer any trade in chameleons. Interestingly, the villagers stated that they had collected 13 species for trade, but 7 of these species never appeared on the official exports for Tanzania. The answers to the question of how many chameleons of which species were traded also differed significantly from the official figures in the perception of the local population: While locals reported „thousands“ of chameleons with one horn as supposedly collected annually, only very isolated ones of these were actually exported. There may also be a strong divergence here due to a lack of species differentiation.

Trade routes in Tanzania could be traced quite well through the interviews. In general, traders from Muheza and Morogoro came to the Usambaa and Uluguru mountains and gave the villagers a desired number of certain species (selected according to „one horn, two horns, three horns or giant“). A time limit was set, after which the traders returned and transported the collected chameleons to Dar es Salaam for export. One trader was questioned more intensively and stated that his father had already traded in chameleons. He had also never seen a collection permit, even though his clients always emphasised that they had one. The middlemen and collectors had no interest in what the collected chameleons were to be used for, only what was paid for them. Even a middleman only received 0.4 US dollars per chameleon.

Status and trends in the international wildlife trade in Chameleons with a focus on Tanzania
Maxim Conrad Isaac, Neil D. Burgess, Oliver J.S. Tallowin, Alyson T. Pavitt, Reuben M. J. Kadigi, Claire Ract
PLoS ONE 19(5), 2024.
DOI: 10.1371

Picture: Kinygonia tavetana, photographed by Elizabeth Dougherty, Creative Commons Attribution 4.0 International[:]

[:de]Chamäleons als Beute von Compsophis infralineatus[:en]Chameleons as prey of Compsophis infralineatus[:]

[:de]Chamäleons als Beute von Compsophis infralineatus[:en]Chameleons as prey of Compsophis infralineatus[:]

Beobachtungen Wissenschaft

[:de]

Einige interessante Beobachtungen wurde kürzlich im zentralen Osten Madagaskars gemacht. Zwei Schlangen der Art Compsophis infralineatus, wurden dabei beobachtet, wie sie versuchten, Chamäleons als Beute zu verschlingen. Insgesamt weiß man von diesen Schlangen nicht besonders viel, man hielt sie jedoch lange vor allem für Frosch- und Eierfresser. Eine Beobachtung von 2018 berichtet bereits von einem Fressversuch einer anderen Compsophis-Art bei einem Chamäleon, das jedoch wieder ausgewürgt wurde.

Die aktuellen Beobachtungen wurden im privaten Regenwald von Vallombre Natiora nahe Mandraka gemacht. Bei Nachtwanderungen konnte eine adulte Compsophis infralineatus beim Verzehr eines adulten Calumma gastrotaenia entdeckt werden. Es wurde nicht der gesamte Prozess des Verzehrs beobachtet, die Schlange war bei Rückkehr an den Ort verschwunden, das Chamäleon ebenfalls. Die Autoren gehen davon aus, dass das Chamäleon erfolgreich verschlungen wurde. In der gleichen Nacht wurde eine weitere Schlange der gleichen Art beim Versuch, ein adultes Calumma crypticum zu fressen, gesehen. Das Chamäleon lebte noch und versuchte sich von der Umwindung der Schlange zu befreien, was jedoch zunächst nicht gelang. Später wurde die gleiche Schlange erneut gesehen, sie hing mit dem Maul im Rücken des offenbar noch lebenden, aber nicht mehr von der Schlange umschlungenen Chamäleons. Auf dem Foto scheint es, als würde das Chamäleon noch leben.

Predation on the chameleons Calummy crypticum Raxworthy and Nussbaum, 2006 and C. gastrotaenia (Boulenger, 1888) by the snake Compsophis infralineatus (Günther 1882) near Mandaka, Madagascar
Devin A. Edmonds and Samina S. Sam-Edmonds
Herpetology Notes (17), 2024: pp. 327-328
DOI:  nicht vorhanden

Foto: entstammt der oben genannten Publikation, CC BY-NC-ND 4.0[:en]

Some interesting observations were recently made in central eastern Madagascar. Two snakes of the species Compsophis infralineatus were observed trying to devour chameleons as prey. Overall, not much is known about these snakes, but they were long thought to be primarily frog and egg eaters. An observation from 2018 already reports an attempt by another Compsophis species to eat a chameleon, which was regurgitated.

The current observations were made in the private rainforest of Vallombre Natiora near Mandraka. During night walks, an adult Compsophis infralineatus was discovered eating an adult Calumma gastrotaenia. The entire process of consumption was not observed, the snake had disappeared on return to the site, as had the chameleon. The authors assume that the chameleon was successfully devoured. On the same night, another snake of the same species was seen attempting to eat an adult Calumma crypticum. The chameleon was still alive and tried to free itself from the snake’s coils, but seemed unsuccessful first. Later, the same snake was seen again, hanging with its mouth in the back of the chameleon, which was apparently still alive but no with the snake wrapped around it. In the photo, it appears that the chameleon is still alive.

Predation on the chameleons Calummy crypticum Raxworthy and Nussbaum, 2006 and C. gastrotaenia (Boulenger, 1888) by the snake Compsophis infralineatus (Günther 1882) near Mandaka, Madagascar
Devin A. Edmonds and Samina S. Sam-Edmonds
Herpetology Notes (17), 2024: pp. 327-328
DOI:  not available

Picture: from the above-mentioned publication, CC BY-NC-ND 4.0[:]

[:de]Tagungsbeginn am Freitagabend[:en]Conference start on Friday evening[:]

[:de]Tagungsbeginn am Freitagabend[:en]Conference start on Friday evening[:]

AG Interna

[:de]

Infos zum Freitagabend auf unserer Tagung nächste Woche: Wir haben im Chumbos Mexican Grill & Bar in der Altstadt von Fulda reserviert. Ab 19 Uhr treffen wir uns dort zum Essen, Trinken und gemütlichen Plausch. Laut Besitzer ist erst ab 24 Uhr Zeit, sich was anderes zu suchen. ;)

[:en]

Info about Friday evening at our conference next week: We have made a reservation at Chumbos Mexican Grill & Bar in the historic centre of Fulda. We will meet there from 7pm for food, drinks and a cosy chat. According to the owner, there’s no time to look for something else until midnight. ;)

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[:de]Versteckte Arten[:en]Cryptic species[:]

[:de]Versteckte Arten[:en]Cryptic species[:]

Internationaler Chamäleontag

[:de]

Die Chamäleonwelt hat noch viel zu bieten. Unzählige Arten müssen noch beschrieben werden – und manchmal verstecken sich Arten an Stellen, wo man gar keine vermutet hat. Die zunehmenden Möglichkeiten der Genetik bescheren den Taxonomen heute immer speziellere Artbegriffe. Und viele neue Arten!

Über die ganze Ostküste Madagaskars verstreut findet man immer wieder kleine Chamäleons, die rein optisch Calumma radamanus oder Calumma nasutum zuzuschreiben wären, deren Populationen jedoch lokal limitiert sind. Genetisch untersucht sind davon viele Populationen noch nicht. Hier versteckt sich also mit Sicherheit noch die ein oder andere neue Chamäleonart. Auf dem Festland Afrikas könnte Chamaeleo dilepis noch einige Unterarten verstecken. Es kommt in Tansania und Ruanda vor, aber auch zwischen Angola und Kongo sowie von Südafrika bis Botswana, Sambia und Namibia. Und in Tansania wurden vor anderthalb Jahren gerade sechs neue Rhampholeon-Arten beschrieben, die man innerhalb bekannter Artkomplexe mittels Genetik identifizierte.  Das sind nur drei Beispiele von Artkomplexen, die noch versteckte Chamäleonarten beinhalten – noch viele andere warten noch auf weitere Forschung.

#showyourcolours #internationalchameleonday #chameleonday #chameleondayMay9 #agchamaeleons

Foto: Calumma cf. radamanus in Marojejy, Nord-Madagaskar, fotografiert von Alex Laube

Sechs neue Rhampholeon-Arten in Tansania

 

https://www.agchamaeleons.de/de/versteckte-arten-innerhalb-der-gattung-chamaeleo/[:en]

The chameleon world still has a lot to offer. Countless species have yet to be described – and sometimes species are hidden in places where none were expected. The increasing possibilities of genetics are providing taxonomists with ever more specialised species terms. And many new species!

Small chameleons can be found scattered all over the east coast of Madagascar, which could be attributed to Calumma radamanus or Calumma nasutum in purely visual terms, but whose populations are locally limited. Many of these populations have not yet been genetically analysed. This means that one or two new chameleon species are certainly still hiding here. On the African mainland, Chamaeleo dilepis could still be hiding some subspecies. It occurs in Tanzania and Rwanda, but also between Angola and Congo and from South Africa to Botswana, Zambia and Namibia. And in Tanzania, six new Rhampholeon species were just described a year and a half ago, which were identified within known species complexes using genetics. These are just three examples of species complexes that still contain hidden chameleon species – many more are still awaiting further research.

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Picture: Calumma cf. radamanus in Marojejy, north Madagascar, photographed by Alex Laube

Sechs neue Rhampholeon-Arten in Tansania

 

https://www.agchamaeleons.de/de/versteckte-arten-innerhalb-der-gattung-chamaeleo/[:]

Quiz time

Quiz time

Internationaler Chamäleontag

[:de]Weißt du jetzt schon viel mehr über Chamäleons als vorher? Hast du gut aufgepasst? Hier kannst du’s testen:

MadaMagazine – Was weißt du über Chamäleons?
PandaClub – Chamäleon Quiz für Kinder

#showyourcolours #internationalchameleonday #chameleonday #chameleondayMay9 #agchamaeleons[:en]

Do you know a lot more about chameleons now than you did before? Have you been paying attention? You can test it here:

MadaMagazine – What do you know about chameleons?
PandaClub – Chameleon Quiz for kids

#showyourcolours #internationalchameleonday #chameleonday #chameleondayMay9 #agchamaeleons[:]

[:de]Wo gibt es überall Chamäleons?[:en]Where can you find chameleons?[:]

[:de]Wo gibt es überall Chamäleons?[:en]Where can you find chameleons?[:]

Internationaler Chamäleontag

[:de]

Von den 228 Chamäleon-Arten, die es weltweit gibt, leben die allermeisten in Afrika. Allein 97 Arten sind auf Madagaskar heimisch – das entspricht über 40% der Chamäleonarten weltweit! Ein zweiter Chamäleon Hot Spot Afrikas sind die Länder Tansania, die Demokratische Republik Kongo und Kenia in Zentralafrika. Und als drittes spielt noch Südafrika an der Spitze der Chamäleonländer mit. Die übrigen Länder verfügen über im Verhältnis deutlich weniger verschiedene Arten, teils nur ein oder zwei, die dafür aber weit verbreitet oder lokal besonders häufig vorkommen. Sogar in Europa gibt es Chamäleons: Im Süden Spaniens und Portugals, in Italien und Griechenland kommt das europäische Chamäleon vor.

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Grafik: Jan Stipala, Mountain Dragons – In search of chameleons in the highlands of Kenya, Download[:en]

Of the 228 chameleon species that exist worldwide, the vast majority live in Africa. Madagascar alone is home to 97 species – that’s over 40% of the world’s chameleon species! A second chameleon hot spot in Africa is Tanzania, the Democratic Republic of Congo and Kenya in Central Africa. And thirdly, South Africa is at the top of the list of chameleon countries. The other countries have far fewer different species, sometimes only one or two, but they are widespread or particularly common locally. There are even chameleons in Europe: the European chameleon can be found in the south of Spain and Portugal, in Italy and Greece.

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Grafik: Jan Stipala, Mountain Dragons – In search of chameleons in the highlands of Kenya, Download[:]

[:de]Partner gesucht[:en]Partner wanted[:]

[:de]Partner gesucht[:en]Partner wanted[:]

Internationaler Chamäleontag

[:de]

Es gibt auch heute unter den Chamäleons noch Arten, von denen unglaublich viele Daten fehlen. Zum Beispiel, wie das Männchen oder Weibchen der Art überhaupt aussieht oder ob es denn ein Partnertier gibt. Zwei Beispiele für diesen Datenmangel sind Calumma juliae und Furcifer monoceras.

Calumma juliae wurde erst 2018 überhaupt entdeckt. Die Art lebt in einem winzigen Waldrest nahe Moramanga, einer Stadt im östlichen Hochland Madagaskars. Trotz intensiver Suche konnte kein Männchen der Art gefunden werden. Daraus lässt sich die Frage ableiten, ob die Art – was extrem ungewöhnlich für Chamäleons wäre – möglicherweise zur Parthenogenese (Jungfernzeugung) fähig sein könnte. Dann bräuchten diese Chamäleons gar keine Männchen. Besonders wahrscheinlich ist das aber nicht.

Bei unserem zweiten Beispiel ist es genau andersherum. Furcifer monoceras wurde zuletzt vor vielen, vielen Jahren – nämlich vor seiner Beschreibung, im Jahr 1905 – in der Nähe der Küstenstadt Mahajanga gesehen. Man hatte aber nur das Männchen entdeckt, das wegen seiner auffälligen, riesigen Nase auch kaum zu verwechseln ist. Das Weibchen dagegen ist unbekannt. Bis heute wurde die Art nicht wieder gefunden und gilt als verschollen. Erste Bemühungen, die Art wiederzufinden, waren leider noch ohne Erfolg. Viele Trockenwälder um Mahajanga existieren nicht mehr, es könnte also genauso gut sein, dass der Lebensraum von Furcifer monoceras längst verschwunden ist. Mit oder ohne dem Chamäleon, ist die große Frage. Es bleibt also spannend!

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Foto: Calumma juliae-Weibchen, fotografiert von Thorsten Negro

 [:en]

Even today, there are still species of chameleons for which an incredible amount of data is missing. For example, what the male or female of the species even looks like or whether there is a partner animal. Two examples of this lack of data are Calumma juliae and Furcifer monoceras.

Calumma juliae was only discovered in 2018. The species lives in a tiny forest remnant near Moramanga, a town in the eastern highlands of Madagascar. Despite an intensive search, no male of the species could be found. This raises the question of whether the species – which would be extremely unusual for chameleons – could possibly be capable of parthenogenesis (producing young). If so, these chameleons would not need males at all. However, this is not particularly likely.

In our second example, it is the other way round. Furcifer monoceras was last seen many, many years ago – namely before its description, in 1905 – near the coastal town of Mahajanga. However, only the male had been discovered, which is also hard to confuse due to its conspicuous, huge nose. The female, on the other hand, is unknown. To date, the species has not been found again and is considered lost. Initial efforts to find the species have unfortunately been unsuccessful. Many dry forests around Mahajanga no longer exist, so it could just as well be that the habitat of Furcifer monoceras has long since disappeared. With or without the chameleon, that is the big question. So it remains exciting!

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Photo: Calumma juliae female, photographed by Thorsten Negro[:]

[:de]Länger im Ei als am Leben[:en]Longer in the egg than alive[:]

[:de]Länger im Ei als am Leben[:en]Longer in the egg than alive[:]

Internationaler Chamäleontag

[:de]

Ein Chamäleon, das länger im Ei ist als am Leben? Das gibt es! Natürlich ist es nicht bei jedem Labords Chamäleon (Furcifer labordi) so. Aber tatsächlich handelt es sich dabei um das wahrscheinlich kurzlebigste Chamäleon der Welt. Sie leben im Westen Madagaskars, wo es die meiste Zeit des Jahres sehr heiß und trocken ist. In der kurzen, intensiven Regenzeit schlüpfen die Chamäleons, wachsen in Rekordgeschwindigkeit zum adulten Tier heran, paaren sich sofort und legen schnell Eier, bevor die meisten noch in der gleichen Saison sterben. Das durchschnittliche Labords Chamäleon lebt dadurch nur drei bis fünf Monate! Dagegen liegen die Eier bis zur nächsten Regenzeit zwischen acht und zehn Monaten im Boden. Je nachdem, wie eine Regenzeit im Westen Madagaskars ausfällt, kann es also beim Labords Chamäleon passieren, dass im schlechtesten Fall die gesamte Population dieser Art nur im Ei existiert. Eine faszinierende, aber auch etwas gruselige Vorstellung.

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Foto: Furcifer labordi Männchen, fotografiert von Lennart Hudel, Creative Commons Attribution 4.0 International[:en]

A chameleon that’s been in the egg longer than it’s been alive? It does exist! Of course, not every Labord’s chameleon (Furcifer labordi) is like this. But this is probably the shortest-lived chameleon in the world. They live in western Madagascar, where it is very hot and dry most of the year. During the short, intense rainy season, the chameleons hatch, grow to adulthood at record speed, mate immediately and lay eggs quickly before most of them die in the same season. The average Labord’s chameleon therefore only lives for three to five months! In contrast, the eggs lie in the ground for between eight and ten months until the next rainy season. Depending on how a rainy season turns out in western Madagascar, the Labord’s chameleon’s entire population may only exist in eggs in the worst-case scenario. A fascinating, but also somewhat creepy idea.

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Picture: Furcifer labordi male, photographed by Lennart Hudel, Creative Commons Attribution 4.0 International[:]

[:de]Über 100 Jahre verschollen[:en]Lost for more than 100 years[:]

[:de]Über 100 Jahre verschollen[:en]Lost for more than 100 years[:]

Internationaler Chamäleontag

[:de]

Wusstest du, dass es ein Chamäleon gibt, das über 100 Jahre als verschollen galt? Das Voeltzkows Chamäleon (Furcifer voeltzkowi) war zuletzt 1913 gesehen worden. Seitdem galt es als verschollen, weil man weder den genauen Fundort kannte noch wusste, wie die Weibchen aussehen. Tatsächlich lebte die Art im Westen Madagaskars auf einer Halbinsel direkt gegenüber der großen Küstenstadt Mahajanga völlig ungestört vor sich hin. Bis sich 2018 ein deutsch-madagassisches Forscherteam auf den Weg machte, um die lang verschollene Art wiederzuentdecken. Es gelang ihnen – in einem Hotelgarten! Weshalb die Art so lange nicht beobachtet worden war, liegt vermutlich vor allem an der schlechten Erreichbarkeit der Halbinsel, auf der sie leben, und der Kurzlebigkeit der Tiere. Man geht davon aus, dass sie wie Furcifer labordi, einer nah verwandten Art, nur wenige Monate leben. Man kann sie daher nur zu einer bestimmten Jahreszeit finden.

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Fotos: Furcifer voeltzkowi, Männchen und Weibchen, fotografiert von Alex Laube

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Did you know that there is a chameleon that was considered lost for over 100 years? Voeltzkow’s chameleon (Furcifer voeltzkowi) was last seen in 1913. Since then, it was considered lost because neither the exact location where it was found nor what the females looked like was known. In fact, the species lived completely undisturbed in western Madagascar on a peninsula directly opposite the large coastal town of Mahajanga. Until 2018, when a German-Madagascan research team set out to rediscover the long-lost species. They succeeded – in a hotel garden! The main reason why the species had not been observed for so long is probably due to the poor accessibility of the peninsula on which they live and the short lifespan of the animals. It is assumed that, like Furcifer labordi, a closely related species, they only live for a few months. They can therefore only be found at a certain time of year.

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Photos: Furcifer voeltzkowi, male and female, photographed by Alex Laube

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