Tagungsbericht 2026

Tagungsbericht 2026

Tagungsberichte

Vom 29. bis 31. Mai 2026 trafen sich die Mitglieder und Freunde der AG Chamäleons zu ihrer erst zweiten „Auswärtstagung“, die diesmal in Hannover stattfand. Bereits am Freitagabend kamen die ersten Teilnehmer im italienischen Restaurant XII Apostel im Pelikanviertel zusammen. Viele neue Gesichter sorgten für angeregte Gespräche und einen lebhaften Austausch. Selbst ein abendliches Unwetter konnte der guten Stimmung nichts anhaben, sodass der Auftakt der Tagung in entspannter Atmosphäre verlief.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Chamäleons. Nach der Begrüßung durch DGHT-Präsident Uli Joger im Stadtteilzentrum Lister Turm eröffnete Dr. Johannes Hetterich von der Tierärztlichen Hochschule Hannover das Vortragsprogramm. Der Fachtierarzt für Reptilien berichtete aus seinem Praxisalltag und stellte neben klassischen Fällen von Rachitis bei Jemenchamäleons auch eher ungewöhnliche Krankheitsbilder wie Aufnahmen eines Chamäleons mit einem Darmprolaps durch die Haut vor.

Anschließend gewährte Christoph Trappe Einblicke in ein sehr spezielles Haltungsprojekt. Im Kellerraum eines Mietshauses pflegt er verschiedene Trioceros-Arten und erläuterte, wie er die klimatischen Bedingungen für die Haltung montaner Chamäleons technisch umsetzen konnte. Dabei ging er offen auf die Herausforderungen ein, die von kleineren Überschwemmungen durch die Klimaanlage über die Ableitung warmer Lampenluft bis hin zu den Vor- und Nachteilen einer Haltung von Chamäleons außerhalb der eigentlichen Wohnräume generell reichen.

 

Dr. Alex Negro stellte danach den Bau mehrerer Außengehege für Parsons Chamäleons (Calumma parsonii parsonii) vor. Ihre Tiere verbringen bei geeigneter Witterung mehrere Sommermonate im Freien. Die automatische Beregnung über einen Perlschlauch erleichtert die Pflege erheblich, bringen jedoch auch unerwartete Besucher wie Wespen mit sich. Darüber hinaus müssen Außengehege zuverlässig gegen nächtliche Besucher wie Waschbären und Dachse, aber ebenso gegen menschliche Eindringlinge gesichert werden.

Nach der Mittagspause berichtete Dr. Timo Weiß über die erfolgreiche Haltung und Nachzucht des Namaqua-Chamäleons (Chamaeleo namaquensis), das aufgrund seiner Lebensweise oft als das „am wenigsten chamäleonartige Chamäleon“ bezeichnet wird. Die Art bewohnt offene Sandflächen und niedriges Buschwerk, jagt aktiv laufend nach Insekten und nutzt Feuchtigkeit am frühen Morgen als wichtige Wasserquelle. Besonders interessant waren die Beobachtungen zur Fortpflanzung, etwa die rosa Färbung paarungsbereiter Weibchen im Terrarium. Diskutiert wurde außerdem die Empfehlung einiger Halter, Männchen vor der Verpaarung über Nacht sehr kühl unterzubringen, um die Befruchtungsrate zu verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den rechtlichen Aspekten der Haltung. Da für die Art derzeit keine CITES-Quote besteht, sind lückenlose Herkunftsnachweise – hier über rund 20 Jahre – von Bedeutung.

 

Andreas Augustin widmete sich anschließend Calumma parsonii cristifer und den Besonderheiten des Reproduktionszyklus gegenüber Calumma parsonii parsonii. Sein Bestand geht auf ursprünglich beschlagnahmte Tiere zurück, die ihm zur Haltung und Nachzucht überlassen wurden. Er berichtete über Probleme wie dem sogenannten „Eierwerfen“ trächtiger Weibchen, Augenfehlbildungen bei bestimmten Verpaarungen sowie den teilweise erheblichen Farbunterschieden innerhalb der Populationen.

Ein Highlight des Nachmittags war der Fotowettbewerb, der in diesem Jahr wieder in zwei Kategorien ausgetragen wurde. Bei den Naturaufnahmen setzte sich Markus Bartels mit einem beeindruckenden Foto von Brookesia betschi aus dem Regenwald von Marojejy auf Madagaskar durch. In der Kategorie Terraristik überzeugte Benjamin Ludwig mit seiner Aufnahme eines Trioceros jacksonii merumontanus. Beide Gewinner erhielten ExoTerra Terrasky-UV-Lampen im Gesamtwert von 280 Euro. Weitere Platzierungen gingen bei den Naturaufnahmen an Thorsten Negro mit einem Teppichchamäleon sowie Lars Dwinger mit einer bislang unbeschriebenen Chamäleonart. In der Kategorie Terraristik belegten Michael Schuchard mit einem Kinyongia boehmei und Gerd Fritzsche mit zwei Bradypodion damaranum die Plätze zwei und drei. Sie wurden mit Gutscheinen von Der Terraristikladen beziehungsweise QB Insects ausgezeichnet.

Die Gewinner des Fotowettbewerbs: Hintere Reihe von links Dr. Gerd Fritzsche, Benjamin Ludwig, Lars Dwinger und AG-Sprecherin Alex Negro, vordere Reihe von links Michael Schuchard, Thorsten Negro und Markus Bartels

Im Anschluss nahm Dr. Philip-Sebastian Gehring die Teilnehmer mit auf eine Reise in die Evolutions- und Forschungsgeschichte der madagassischen Chamäleons. Warum beherbergt gerade Madagaskar eine derart außergewöhnliche Vielfalt dieser Tiere? Wie gelangten ihre Vorfahren überhaupt auf die Insel? Und welche Erkenntnisse haben die letzten zwei Jahrzehnte gebracht? Besonders die modernen genetischen Untersuchungsmethoden haben zahlreiche neue Einblicke ermöglicht und viele lange offene Fragen beantwortet. Gleichzeitig zeigen sie, dass vermeintlich bekannte Artenkomplexe wie Calumma gallus in Wirklichkeit aus einer Vielzahl nah verwandter Arten besteht. Trotz aller Fortschritte bleibt die Erforschung der madagassischen Chamäleonfauna ein Wettlauf gegen die Zeit, denn viele bislang unerforschte Waldfragmente sind akut von Abholzung bedroht. Dass die Zahl der derzeit 100 beschriebenen Chamäleonarten auf Madagaskar weiter steigen wird, gilt als gesichert.

Den Abschluss des Vortragsprogramms gestaltete Dr. Frank Glaw. Gemeinsam mit seinem Sohn Timon hatte er vor zwei Jahren eine Forschungsreise in den Nordosten Madagaskars unternommen. Die Expedition führte in den Parc Naturel de Makira sowie in weitgehend unerforschte Bereiche des Nationalparks Masoala und das Schutzgebiet Bobangira. Ziel war die Suche nach bislang unentdeckten Amphibien und Reptilien – mit Erfolg. Neben zahlreichen seltenen Arten konnten auch unbeschriebene Erdchamäleons nachgewiesen werden. Eindrucksvolle Beobachtungen von Calumma vatosoa, Calumma marojezense und Calumma cucullatum rundeten den Vortrag ab. Ebenso spannend waren die Berichte über die Strapazen der Expedition: einfachste Feldlager, schwierige Wege während der Regenzeit, ein Motorradunfall mit glücklicherweise nur leichten Verletzungen sowie mehrtägige Märsche durch abgelegene Regionen bis zur nächsten Siedlung.

 

Eine kurze Mitgliederversammlung beendeten den Samstagnachmittag. AG-Sprecherin Dr. Alex Negro blickte in ihrem Jahresbericht auf die vielfältigen Aktivitäten des Leitungsteams im vergangenen Jahr zurück. Neben der Organisation der Jahrestagung, der Beantwortung zahlreicher Anfragen sowie der Betreuung der Social-Media-Kanäle wurden unter anderem neue Care Sheets für verschiedene Chamäleonarten erarbeitet. Diese sollen künftig als kostenlose Downloads auf der Website der AG zur Verfügung stehen und auf Terraristikbörsen interessierten Einsteigern als Informationsmaterial dienen. Darüber hinaus wurden regelmäßig Newsletter verschickt und ein neues Roll-Up für die Öffentlichkeitsarbeit angeschafft. Mit Blick auf die kommenden Monate steht bereits das nächste große Projekt fest: Die 50. Jubiläumsausgabe der CHAMAELEO.

Der Samstagabend klang schließlich in geselliger Runde im benachbarten Restaurant Pharos aus, wo die Gespräche über die Vorträge und die gemeinsame Leidenschaft für Chamäleons bis in die späten Abendstunden fortgesetzt wurden.

 

Am Sonntag stand – auch dies erst das zweite Mal in den letzten Jahren – eine Exkursion auf dem Programm. Ziel war der Zoo Hannover, wo die Teilnehmer das erst vor zwei Jahren eröffnete Amphibium besuchten. Die gemeinsam mit Citizen Conservation entwickelte Anlage entstand in einem ehemaligen Restaurantgebäude des Zoos und präsentiert auf rund 250 Quadratmetern eindrucksvoll gestaltete Terrarien, Paludarien und Aquarien. Bei einer exklusiven Führung erhielten die Teilnehmer zudem spannende Einblicke hinter die Kulissen und viele Informationen, wie das Thema „Haltung rettet Arten“ hier dem Besucher nahegebracht wird.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Vortragenden, die mit ihren abwechslungsreichen und informativen Beiträgen zum Erfolg der Tagung beigetragen haben. Ebenso bedanken wir uns besonders bei den Sponsoren des Fotowettbewerbs – ExoTerra, Der Terraristikladen und QB Insects – für ihre großzügige Unterstützung. Zum Abschluss der Tagung gab es außerdem noch zwei Spenden an die AG:  Jutta Dwinger spendete den Erlös der von ihr verkauften, handgenähten Taschen in Höhe von 70 €. Caro Vierbücher spendete ihre 125 € Einnahmen aus dem Verkauf handbemalten Porzellans. Einen ganz herzlichen Dank an beide!

Tagungsbericht 2025

Tagungsbericht 2025

Tagungsberichte

Vom 16. bis 18. Mai 2025 fand wieder einmal die Jahrestagung der AG Chamäleons in Boppard am Rhein statt. Traditionell trafen sich die schon freitags angereisten Chamäleonfreunde „Diverso“ in der Rheinallee zum gemütlichen und sehr leckeren Abendessen. Erfahrungsaustausch und viele Gespräche über, mit und um Chamäleons läuteten die Tagung ein.

Der Samstagmorgen begann mit dem ersten Remote-Vortrag direkt aus Berlin vor rund 35 Tagungsteilnehmern. Sophie Obermeier berichtete von den Sachkundeschulungen des VDA/DGHT-Sachkundezentrum Ost. Dort kann von Interessierten sowohl der Sachkundenachweis nach §2 TschG als auch der nach §11 für gewerbliche und – Achtung, das trifft auch auf viele Privathalter zu – gewerbsmäßige Halter absolviert werden. Sophie erklärte außerdem, weshalb jeder Chamäleonhalter einen Sachkundenachweis machen sollte – auch wenn es bisher in Deutschland keine Pflicht ist. Eine Schwerpunktschulung nur zu Chamäleons befindet sich derzeit in Planung. Nachdem die Technik nach kurzen Startschwierigkeiten einwandfrei funktionierte, gibt es schon die ersten Überlegungen, über diese Möglichkeit auf zukünftigen Jahrestagungen auch einmal Vortragende zu Wort kommen zu lassen, die auf Grund räumlicher Entfernung nicht die Möglichkeit zur persönlichen Teilnahme haben.

Im Anschluss stellte Falk Eckhardt seine Haltung von Trioceros serratus vor. Die Tiere sind – insbesondere die Weibchen – optisch nur schwer von Trioceros peretti und Triocecros wiedersheimi zu unterscheiden. Falk hatte eine Gruppe von einem anderen Halter übernommen und ebenfalls zur Nachzucht gebracht. Er stellte die Haltung in Gazegehegen mit an zwei Seiten angebrachten Korkwänden vor und ging auf Eiablage und erfolgreiche Inkubation der Eier ein. Nachdem das Herkunftsland der Art, Kamerun, seit Jahren keine Chamäleon-Exporte mehr erlaubt, ist die Terrarienpopulation von Trioceros serratus derzeit leider nicht besonders groß. Besonders ein Mangel an Weibchen lässt den langfristigen Erhalt der Art in deutschen Terrarien momentan eher unwahrscheinlich wirken. Wer Tiere der Art hält, auch einzelne, sollte sich unbedingt bei Falk melden, damit gegebenenfalls noch existente Einzeltiere vereint werden können.

 

Nach der Mittagspause ging es weiter mit einem reich bebilderten Reisevortrag von Gerd Fritzsche. Er hat schon zwei Mal die Region KwaZulu-Natal im Osten Südafrikas besucht. Seine „bucket list“ auf der letzten Reise umfasste dabei verschiedenste Zwergchamäleon-Arten, darunter Bradypodion melanocephalum, Bradypodion setaroi, Bradypodion thamnobates, Bradypodion caeroleogula und Bradypodiondracomontanum. Von Durban aus ging es mit dem Auto bis nach St. Lucia und zurück bis zu den berühmten Drakensbergen und Karkloof. Die ein oder andere Mamba wurde dabei von seinem ortskundigen, vor allem auf Schlangen spezialisierten Begleiter aus Hütten und Häusern entfernt. Und auch Nilpferde und Giraffen standen „als Beiwerk“ auf dem Reiseprogramm – wenn auch die vielfältigen Zwergchamäleons das Hauptziel der Reise waren.

Wieder zurück in die Terraristik ging es dann beim Vortrag von Jean-Dominique Dufraine. Er hält seit einiger Zeit Teppichchamäleons (Furcifer lateralis), eine kleine, aber umso farbgewaltigere Art aus dem Hochland Madagaskars. Jean-Dominique hofft, eine kleine Gruppe von Haltern zu finden, die Furcifer lateralis langfristig halten und nachzüchten möchten. Er ist besonders interessiert am Erfahrungsaustausch zu speziellen, arteigenen Anliegen wie dem „Eierwerfen“, für das Furcifer lateralis hinreichend bekannt ist. Jean-Dominique berichtet von der Erfahrung des Züchters seiner Tiere, dass die Chamäleons dann Eier im Sand vergruben, wenn das Licht einer Lampe bis zum Boden des Terrariums reichte. Mehrere Gelege sind nun im Inkubator. Es fanden sich noch vor Ort weitere Interessierte, die die Art vielleicht wieder oder erstmals pflegen möchten.

 

Der Fotowettbewerb war auch dieses Jahr wieder in zwei Kategorien unterteilt. Bei den Naturaufnahmen gewann Marko von der Osten-Ellinghaus mit seinem Foto eines erstaunlich bunten, balzenden Furcifer rhinoceratus Männchen auf Madagaskar den ersten Platz. Den zweiten Platz ergatterte Markus Bartels mit einem Foto eines Calumma parsonii parsonii der Farbvariante „green giant“, aufgenommen auf der Masoala-Halbinsel in Madagaskar. Gerd Fritzsche mit seinem Bradypodion setaroi aus St. Lucia, Südafrika, konnte den dritten Platz für sich verbuchen. In der Kategorie Terraristik gewann Gerd gleich noch einmal, diesmal allerdings den ersten Platz, mit einem sehr schönen Bradypodion damaranum. Auf den zweiten Platz schaffte es Benni Ludwig mit einem Parsons Chamäleon. Der dritte Platz wurde wegen Stimmengleichheit unter mehreren Teilnehmern ausgelost – Jean-Dominique Dufraine machte dabei das Rennen mit einem Teppichchamäleon. Die beiden Erstplatzierten erhielten je einen 50 €-Gutschein von Chimaira. Die zweiten und dritten Plätze erhielten jeweils Gutscheine über 30 bzw. 20 € von QB Insects und Der Terraristikladen. Letztere wurden vollständig für den Fotowettbewerb gesponsert, wofür wir uns herzlich bedanken möchten. Zusätzlich erhielt jeder Gewinner eine der Tagungs-Sammeltassen, die von Caro Vierbücher gestaltet werden und jedes Jahr – je nach Gewinnermotiv des Fotowettbewerbs im Vorjahr – die Chamäleonart wechseln.

Der Vortragsteil endete am Samstag mit der Mitgliederversammlung. AG-Sprecherin Dr. Alex Negro stellte in ihrem Jahresbericht vor, was das Leitungsteam in den letzten 24 Monaten auf die Beine gestellt hatte. Darunter waren unter anderem die über 120 Seiten starke CHAMAELEO 49 sowie zwei Flyer zur Mitgliederwerbung und zur Bewerbung der Nachzuchtstatistik. Aber auch Social Media und der rege genutzte Newsletter wurden weitergeführt. Die Nachzuchtstatistik, die seit 2022 intensiv beworben wurde, konnte für das Jahr 2024 erstmals seit fast 10 Jahren wieder erste Meldungen verbuchen. Nachdem Tim Vierbücher als Kassenwart zurückgetreten war, hatte Alex Negro außerdem provisorisch dessen Funktion übernommen. Sie zeigte daher auch die aktuelle finanzielle Situation der AG Chamäleon auf. Als Ziele für das kommende Jahr steht die 50. Jubiläumsausgabe der CHAMAELEO an. Außerdem ist ein Wettbewerb zur Modernisierung des inzwischen über 30 Jahre alten Logos der AG Chamäleons geplant.

Die Neuwahlen liefen dann wie erwartet schnell und unkompliziert ab: Das Leitungsteam wurde in seiner aktuellen Zusammensetzung bestätigt. Vervollständigt wird das Team aus Sprecherin und – neu, auch Schatzmeisterin – Alex Negro und den Beisitzern Jan-Benedikt Glaw, Monique Bartsch, Anne Stemper, Benjamin Ludwig und Svea Brüne außerdem nun von Lars Dwinger. Der Samstagabend klang beim gemeinsamen Pizzaessen aus.

 

Am Sonntag ging es los mit einem Vortrag über den aktuellen Stand der Chamäleonmedizin von Tierärztin Alex Negro. Sie berichtete, dass vor allem in den letzten zehn Jahren ein enormer Wissenszugewinn stattfand. Gab es Anfang der 1990er bei Gründung der AG Chamäleons nur vereinzelte Tierärzte und Tierärztinnen, die überhaupt Reptilien anschauten, so gibt es heute nicht nur über 120 auf der Liste der AG ARK gesammelte reptilienkundige Kolleginnen und Kollegen, sondern auch Referenzwerte für eine Vielzahl an Diagnostika wie Blutchemie, Blutbilder, Ultraschall, Röntgen und sogar für die Computertomographie nur für Chamäleons. Verschiedene Fallberichte aus aller Welt ergänzten den Vortrag.

Danach ging es praktischer und sehr reich bebildert weiter: Markus Bartels und Lars Dwinger berichteten von ihrer Madagaskarreise im April diesen Jahres. Sie verbrachten eine ganze Woche im Gebirgsregenwald von Marojejy im Nordosten Madagaskars, um dort zusammen mit dem Team von Tanalahorizon und Chamäleonforscher Dr. Frank Glaw unbeschriebene Arten zu finden, zu dokumentieren und – dank permits – auch zu sammeln. Im Anschluss an diese Schweiß treibende, aber was Chamäleons angeht sehr erfolgreiche Expedition ging es in den Tieflandregenwald von Bobangira direkt am Indischen Ozean. Auch dort warteten neue Entdeckungen – und eine recht beschwerliche Traktorfahrt.

 

Zum Abschluss gab es noch einige tolle Spenden an die AG:  Jutta Dwinger spendete den Erlös der von ihr verkauften, handgenähten Taschen in Höhe von 175 € . Caro Vierbücher spendete ihre Einnahmen aus dem Verkauf handbemalten Porzellans ebenfalls an die AG Chamäleons, noch einmal 184 €. Einen ganz herzlichen Dank an beide! Ein großes Dankeschön gilt natürlich auch allen Vortragenden für die interessanten, vielfältigen Beiträge und den Helfern im Hintergrund, die für das Gelingen der Tagung gesorgt haben. Und schlussendlich möchten wir uns bei Peter Sound für die Organisation der Räumlichkeiten bedanken.

Wir sehen uns 2026 in Hannover!

 

Tagungsprogramm 2025

  Freitag, 16. Mai 2025
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19:00 Anreise und gemütliches Abendessen
Diverso, Rheinallee 47a, 56154 Boppard
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  Samstag, 17. Mai 2025
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09:30 Eintreffen am Tagungsort: Altes Rathaus, Marktplatz, 56154 Boppard
09:45 Begrüßung und Tagungsbeginn
10:00 Sophie Obermaier: Sachkundenachweis für Chamäleonhalter in Deutschland
11:00 Falk Eckhardt: Haltung und Nachzucht von Trioceros serratus
12:00 Mittagspause
14:00 Gerd Fritzsche: Streifzug durch die Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika
15:00 Jean-Dominique Dufraine: Back to the roots – Teppichchamäleons
16:00 Kaffeepause
16:30 Fotowettbewerb
17:00 Mitgliederversammlung mit Neuwahlen
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  Sonntag, 18. Mai 2025
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09:45 Eintreffen am Tagungsort
10:00 Alex Negro: Neues, Skurilles und Interessantes aus der Chamäleonmedizin
11:00 Lars Dwinger, Markus Bartels: Der Gipfel von Marojejy und der Galeriewald von Bobangira – zwei nahezu unerforschte Chamäleonhabitate auf Madagaskar
12:00 Verabschiedung