Nahrung von Zwergchamäleons in unterschiedlichen Lebensräumen

Nahrung von Zwergchamäleons in unterschiedlichen Lebensräumen

Wissenschaft

Zoologen der Universität von Johannesburg haben sich kürzlich damit beschäftigt, welche Futtertiere von Zwergchamäleons in verschiedenen Lebensräumen aufgenommen werden. Dazu sammelten sie jeweils in den Provinzen Westkap und Ostkap in Südafrika Chamäleons  der beiden Arten Bradypodion damaranum und Bradypodion ventrale. Die Tiere wurden für maximal 24 h gehältert, bis Kot abgesetzt wurde. Insgesamt konnten so 22 Kotproben gewonnen werden, elf von jeder Art. Davon stammten jeweils sechs Kotproben aus natürlichen Habitaten und fünf aus städtischem Umfeld.

Die verschiedenen Kotproben wurden mittels DNA-Analysen ausgewertet. Anschließend wurden statistisch untersucht, welche unterschiedlichen Nahrungsbestandteile in den verschiedenen Populationen von Zwergchamäleons gefunden worden waren.

41 verschiedene Arten von Arthropoden sowie eine Art Wurm, vermutlich von einem Mistkäfer, wurden im Kot gefunden. Die Schmeißfliege Stomorhina lunata war am häufigsten als Futtertier vertreten, direkt gefolgt von einer Baumwanze (Glypsus conspicuus) und einer Raubwanze (Rhynocoris kumari). Sowohl Bradypodion damaranum als auch Bradypodion ventrale ernährte sich hauptsächlich von Käfern, Zweiflüglgern, Schmetterlingen und Schnabelkerfen.

Zur Überraschung der Wissenschaftler stellte sich heraus, dass sich die Nahrung der beiden Chamäleonarten in unterschiedlichen Lebensräumen kaum voneinander unterschied. Insgesamt zeigten sich Unterschiede vor allem auf Art- und weniger auf Ordnungsebene. Die Populationen in natürlichen Lebensräumen ernährten sich dabei unter anderem von etwas mehr Fliegen und Spinnentieren, während die im städtischen Umfeld mehr auf Schmetterlinge zurückgriffen. Erstmals als Futtertiere von Bradypodion wurden Netzflügler, Fransenflügler und Köcherfliegen dokumentiert.

Peri-urban sustenance: unexpectedly broad overlap in dwarf chameleon (Bradypodion) diets between natural and transformed habitats
Matthew G. Adair, Peter R. Teske, Krystal A. Tolley
Urban Ecosystems 2026, 29:92.
DOI: nicht verfügbar
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Vortrag in Neunkirchen über Futtertiere

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Bucherscheinungen Vorträge

Als zweites in ihrer Vortragsreihe 2025 hat die Regionalgruppe Saar-Pfalz gleich zwei Vortragende für Freitag, den 07. Februar 2025 eingeladen. Quasi noch druckfrisch, da erst zum Ende des letzten Jahres im Natur und Tier-Verlag erschienen, wollen uns die beiden erfolgreichen Terrarianer Walter Wiest und Stefan Greff von ihren Buchprojekt und ihren effizienten Futtertierzuchten berichten. Hochwertige Futtertiere sind das A und O für die erfolgreiche Haltung und Nachzucht räuberischer Süßwasserfische, Amphibien, Reptilien, Wirbelloser, Kleinsäuger sowie insektenfressender Vögel. Abwechslung ist dabei für eine gesunde Ernährung essenziell. Sicherstellen lässt sich eine solche vielseitige Versorgung der gepflegten Tiere am besten, indem man wirbellose Futtertiere selbst vermehrt. Wie das ohne viel Aufwand gelingt und auch Spaß macht, beschreiben die langjährig erfahrenen Züchter in ihrem Praxis Ratgeber, welchen sie uns an diesem Abend vorstellen werden.

Stefan Greff & Walter Wiest Lebendfutterzucht für Hobbyisten at home
DGHT Regionalgruppe Saar-Pfalz
Zooschule des Zoo Neunkirchen
Zoostraße 25
66538 Neunkirche

Vortragsbeginn 19.00 Uhr

Bild: Das neu erschienene Buch der beiden Autoren, NTV-Verlag

Vortrag in Frankfurt über Futtertiere

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Stefan Greff & Walter Wiest Lebendfutter selber züchten
DGHT Stadtgruppe Frankfurt
Zooschule des Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
Vortragsbeginn 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr

Bild: Das neu erschienene Buch der beiden Autoren, NTV-Verlag