Chamaeleo africanus in Griechenland außerhalb Pylos nachgewiesen

Chamaeleo africanus in Griechenland außerhalb Pylos nachgewiesen

Verbreitung Wissenschaft

Dass Chamaeleo africanus in der Lagune von Gialova, Region Pylos (Griechenland) vorkommt, ist inzwischen lange bekannt. Es unterscheidet sich nicht nur optisch, sondern auch genetisch von den im südlichen Europa relativ weit verbreiteten Chamaeleo chameleon. Sporadische Berichte von weiteren Vorkommen von Chamaeleo africanus in Griechenland gibt es immer wieder, bisher fehlte jedoch ein wissenschaftlicher Nachweis der Art in anderen Gebieten als Pylos.

Wissenschaftler haben nun eine zweite Population der Art identifiziert. Sie konnten mindestens sieben Individuen der Art rund 130 km nördlich der Gialova-Laguna auf dem Peloponnes finden. Die Chamäleons leben in einem Natura 2000-Gebiet namens Limnothalassa Kalogrias /Dasos Strogylias Kai Elos Lamias. Ein Jungtier wurde per Backenabstrich beprobt, um genetisch die Art Chamaeleo africanus zu bestätigen.

Genetic evidence for the presence of Chamaeleo africanus in Greece outside the Pylos region
Erika Lego, Maria Koutsokali, Michael Valachas
Conservation Genetics Resourecs 18(5), 2026
DOI: 0.1007/s12686-026-01409-w
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Foto: Chamaeleo africanus, fotografiert von Benny Trapp, CC BY-SA 3.0

Neue Verbreitungsdaten zu Rieppeleon brachyurus in Mosambik

Neue Verbreitungsdaten zu Rieppeleon brachyurus in Mosambik

Beobachtungen Verbreitung Wissenschaft

Rieppeleon brachyurus ist eine kleine Stummelschwanzchamäleon-Art, deren Erstbeschreibung vom Ende des 19. Jahhunderts von den Shire Highlands südlich des See Malawi berichtet. Die Art wurde seitdem in Malawi, Tansania und Mosambik gefunden. In Mosambik war sie bisher von Regen- und Galeriewäldern, sogenannten Miombo-Wäldern, bekannt. Bei Miombo-Wäldern handelt es sich um sehr offenenTrockenwälder, deren Boden nur spärlich von Gras bedeckt ist und daher einen eher savannenartigen Eindruck macht (daher auch der Begriff „Waldsavanne“). Der quer durch Mosambik verlaufende Fluss Sambesi galt bisher als natürliche Grenze für das Vorkommen von Rieppeleon brachyurus.

Herpetologen haben nun festgestellt, dass die Art auch südlich des Flusses vorkommt. Sie fanden zwei juvenile Individuen und zwei adulte Weibchen der Art in Coutada 11, einer 5000 km² großen Jagdkonzession im Herzen Mosambiks. Die Tiere wurden dort in einem Sandwald, einem seltenen tropischen Waldtyp auf Sanddünen, direkt neben einem flachen Feuchtgebiet. Diese Beobachtungen erweitern das bisher bekannte Verbreitungsgebiet der Art um rund 250 km weiter nach Süden.

Die Autoren berichten außerdem von zwei weiteren, neuen Fundorten von Rieppeleon brachyurus in Taratibu und Montepuez Rubi Mining Concession, wobei diese beiden Orte nördlich des Sambesi liegen. Bei beiden Beobachtungen wurden die Erdchamäleons in Miombo-Wald auf Höhen zwischen 250 und 400 m gefunden.

Rieppeleon brachyurus (Günther, 1893) Beardless Pygmy Chameleon First records south of the Zambezi River
W. Conradie, D. Botma, C. Nanvonnamuquitxo
African Herp News 88, 2025: 28-33
DOI: nicht verfügbar
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Foto: Juveniles Rieppeleon brachyurus in Mosambik, fotografiert von Delport Botma, aus der oben genannten Publikation